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Anwendungsgebiete:
Erbrechen verschiedenster Ursachen: z.B. krampfartiges Erbrechen, Magenpförtnerkrampf, azetonämisches Erbrechen, Erbrechen bei Magen-Darm-Erkrankungen, Infektionskrankheiten, Keuchhusten).


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewandt werden bei: • Überempfindlichkeit gegen Diphenhydraminhydrochlorid, andere Antihistaminika bzw. einen der anderen Bestandteile des Arzneimittels • akutem Asthma-Anfall • Engwinkelglaukom • Phäochromozytom • Prostatahyperplasie mit Restharnbildung • Epilepsie • mechanischem Magen-Darm-Verschluss • Tachykardie • Megakolon. Das Arzneimittel darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei: • eingeschränkter Leberfunktion • Herzrhythmusstörungen • chronischen Atembeschwerden und Asthma • Pylorusstenose Aufgrund des hohen Wirkstoffanteils ist das Arzneimittel nicht geeignet für Kinder unter 1 Jahr. Schwangerschaft und Stillzeit: • Diphenhydramin überschreitet die Plazentaschranke. Epidemiologische Studien zeigen keinen eindeutigen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für embryotoxische bzw. teratogene Wirkungen nach Anwendung von Diphenhydramin im ersten Trimenon. Die Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen. • Diphenhydramin geht in die Muttermilch über und hemmt die Laktation. Die Anwendung des Arzneimittels während der Stillzeit sollte daher nicht erfolgen.


Anwendung:
1. Kinder von 1-5 Jahren: 1-2mal 1 Zäpfchen (entspr. 20-40 mg Diphenhydraminhydrochlorid) täglich. 2. Kinder von 6-12 Jahre: 1-3mal 1 Zäpfchen (entspr. 20-60 mg Diphenhydraminhydrochlorid) täglich. Hinweis: Bei Säuglingen und Kleinkindern Dosierung exakt beachten (zentrale Erregung möglich). Art und Dauer der Anwendung: • Die vorbeugende Behandlung sollte schon bei den ersten Anzeichen eingeleitet werden. • Die Zäpfchen werden (mit dem dicken Ende voraus) in den Mastdarm eingeführt (evtl. nach leichtem Anfeuchten mit etwas Wasser).

Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff blockiert Rezeptoren für einen bestimmten Botenstoff, genannt Histamin. Über diese Blockade unterdrückt er eine durch das Histamin ausgelöste Gefäßerweiterung und vermehrte Durchblutung kleinster Haargefäße (Kapillaren). Außerdem bekämpft er über den selben Mechanismus Übelkeit und wirkt beruhigend und schlaffördernd.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei Allergie gegen Erdnüsse und Soja.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzerkrankungen, wie z.B.:
 - Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
 - Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
 - Erregungsleitungsstörungen am Herzen
 - Herzrhythmusstörungen
- Pulserniedrigung
- Epilepsie
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Störungen des Salzhaushaltes, wie:
 - Kaliummangel
 - Magnesiummangel
- Engwinkelglaukom

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Verengung im Verdauungstrakt, wie z.B.:
 - Achalasie (Verengungen der Speiseröhre)
 - Pylorusstenose (Verengungen am Magen)
- Asthma bronchiale, vor allem während eines akuten Anfalls
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 8 kg Körpergewicht: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Durchfälle
 - Verstopfung
 - Sodbrennen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Benommenheit
- Konzentrationsstörungen
- Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
 - Unruhe
 - Nervosität
 - Erregung
 - Angstzustände
 - Zittern
 - Schlafstörungen
- Sehstörungen
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Allergische Reaktionen
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
- Störungen beim Wasserlassen
- Gallestauung mit Entwicklung einer Gelbsucht
- Veränderung des Blutbildes
- Muskelschwäche

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Übelkeit
- Erbrechen
- Reisekrankheit


Was ist das? - Definition
Erbrechen kündigt sich oft durch Übelkeit und Würgereiz an. Durch unwillkürliches, schnelles Zusammenziehen der Bauch- und Zwerchfellmuskulatur wird Magen- und eventuell auch Dünndarminhalt nach außen befördert.
Erbrechen ist vor allem ein Schutzreflex des Körpers, aber auch ein wichtiges Symptom verschiedener Erkrankungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Nausea (Übelkeit)
 - Vomitus (Erbrechen)
 - Emesis (Erbrechen)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Übelkeit und Erbrechen werden durch Aktivierung des Brechzentrums im Gehirn ausgelöst. Die Auslöser können sehr vielfältig sein.
Man unterscheidet abdominelle Ursachen (Funktionsstörung im Bauchraum) und zentrale Ursachen (Funktionsstörung im Gehirn). Auch bestimmte Medikamente und Drogen sowie einige Stoffwechselstörungen, wie z.B. das diabetische Koma (zu hoher Blutzuckerspiegel bei Diabetes) oder das hepatische Koma (mangelhafte Entgiftungsfunktion bei schweren Lebererkrankungen), können zum Erbrechen führen.
Insbesondere in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sind morgendliche Übelkeit und Erbrechen häufig.
Durch mechanische Reizung oder so genannte Emetika (Medikamente, die das Brechzentrum aktivieren) kann Erbrechen bewusst ausgelöst werden.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Erbrechen ist ein wichtiger Schutzreflex des Körpers und führt dazu, dass z.B. verdorbene Nahrung oder Krankheitserreger so schnell wie möglich entfernt werden. In diesen Fällen sind Übelkeit und Brechreiz oft verschwunden, sobald der Patient sich übergeben hat und der Magen entleert wurde.
Chronisches Erbrechen kann zu Unterernährung, Zahnschädigung durch den sauren Mageninhalt, und zu einem zu geringen Flüssigkeitsgehalt des Körpers führen.
Mögliche Komplikationen sind Risse in der Schleimhaut der Speiseröhre, Magenrisse, sowie das Einatmen von Mageninhalt.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Überdehnung des Magens
 - Schädigung der Magenschleimhaut z.B. durch Alkohol
 - Verzögerte Magenentleerung durch schwerverdauliche Speisen oder eine Blockade des Magenausgangs z.B. durch einen Tumor
 - Überdehnung und Entzündung des Bauchfells, der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse und des Darms
 - Verdorbene Nahrung sowie Infektion mit Krankheitserregern wie z.B. Salmonellen
 - Reisekrankheit (Kinetose)
 - Erkrankung des Gleichgewichtsorgans im inneren Ohr, z.B. Morbus Menie23re
 - Erhöhter Hirndruck
 - Gehirnerschütterung oder Hirntumor
 - Migrän
 - Behandlung mit bestimmten Medikamenten wie z.B. Zytostatika (hochwirksame Medikamente bei Tumorerkrankungen)
 - Strahlentherapie bei Tumorerkrankungen
 - psychische Ursachen wie Angst oder Stress, aber auch Essstörungen
Treten Übelkeit und Erbrechen wiederholt auf und/oder kann die Ursache nicht selbst zugeordnet werden, ist ein Arztbesuch unbedingt erforderlich.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Bei Übelkeit und gereiztem Magen hilft oft Tee, z.B. spezielle Magentee-Mischungen oder Kamillentee.
 - Viel trinken, um die verlorene Flüssigkeit zu ersetzen.
 - In der Apotheke gibt es frei verkäufliche Medikamente gegen Übelkeit. Bei starker Übelkeit und Brechreiz sind Zäpfchen empfehlenswert. Bei verdorbenem Magen kann es jedoch sinnvoll und erleichternd sein, den Magen zu entleeren.
 - Im akuten Fall Schonkost, danach Auslöser wie z.B. fettes Essen Alkohol vermeiden.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Erbrechen kündigt sich oft durch Übelkeit und Würgereiz an. Durch unwillkürliches, schnelles Zusammenziehen der Bauch- und Zwerchfellmuskulatur wird Magen- und eventuell auch Dünndarminhalt nach außen befördert.
Erbrechen ist vor allem ein Schutzreflex des Körpers, aber auch ein wichtiges Symptom verschiedener Erkrankungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Nausea (Übelkeit)
 - Vomitus (Erbrechen)
 - Emesis (Erbrechen)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Übelkeit und Erbrechen werden durch Aktivierung des Brechzentrums im Gehirn ausgelöst. Die Auslöser können sehr vielfältig sein.
Man unterscheidet abdominelle Ursachen (Funktionsstörung im Bauchraum) und zentrale Ursachen (Funktionsstörung im Gehirn). Auch bestimmte Medikamente und Drogen sowie einige Stoffwechselstörungen, wie z.B. das diabetische Koma (zu hoher Blutzuckerspiegel bei Diabetes) oder das hepatische Koma (mangelhafte Entgiftungsfunktion bei schweren Lebererkrankungen), können zum Erbrechen führen.
Insbesondere in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sind morgendliche Übelkeit und Erbrechen häufig.
Durch mechanische Reizung oder so genannte Emetika (Medikamente, die das Brechzentrum aktivieren) kann Erbrechen bewusst ausgelöst werden.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Erbrechen ist ein wichtiger Schutzreflex des Körpers und führt dazu, dass z.B. verdorbene Nahrung oder Krankheitserreger so schnell wie möglich entfernt werden. In diesen Fällen sind Übelkeit und Brechreiz oft verschwunden, sobald der Patient sich übergeben hat und der Magen entleert wurde.
Chronisches Erbrechen kann zu Unterernährung, Zahnschädigung durch den sauren Mageninhalt, und zu einem zu geringen Flüssigkeitsgehalt des Körpers führen.
Mögliche Komplikationen sind Risse in der Schleimhaut der Speiseröhre, Magenrisse, sowie das Einatmen von Mageninhalt.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Überdehnung des Magens
 - Schädigung der Magenschleimhaut z.B. durch Alkohol
 - Verzögerte Magenentleerung durch schwerverdauliche Speisen oder eine Blockade des Magenausgangs z.B. durch einen Tumor
 - Überdehnung und Entzündung des Bauchfells, der Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse und des Darms
 - Verdorbene Nahrung sowie Infektion mit Krankheitserregern wie z.B. Salmonellen
 - Reisekrankheit (Kinetose)
 - Erkrankung des Gleichgewichtsorgans im inneren Ohr, z.B. Morbus Menie23re
 - Erhöhter Hirndruck
 - Gehirnerschütterung oder Hirntumor
 - Migrän
 - Behandlung mit bestimmten Medikamenten wie z.B. Zytostatika (hochwirksame Medikamente bei Tumorerkrankungen)
 - Strahlentherapie bei Tumorerkrankungen
 - psychische Ursachen wie Angst oder Stress, aber auch Essstörungen
Treten Übelkeit und Erbrechen wiederholt auf und/oder kann die Ursache nicht selbst zugeordnet werden, ist ein Arztbesuch unbedingt erforderlich.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Bei Übelkeit und gereiztem Magen hilft oft Tee, z.B. spezielle Magentee-Mischungen oder Kamillentee.
 - Viel trinken, um die verlorene Flüssigkeit zu ersetzen.
 - In der Apotheke gibt es frei verkäufliche Medikamente gegen Übelkeit. Bei starker Übelkeit und Brechreiz sind Zäpfchen empfehlenswert. Bei verdorbenem Magen kann es jedoch sinnvoll und erleichternd sein, den Magen zu entleeren.
 - Im akuten Fall Schonkost, danach Auslöser wie z.B. fettes Essen Alkohol vermeiden.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bei einer Reisekrankheit kommt es zu Übelkeit, Erbrechen oder ähnliche Beschwerden, die durch eine verstärkte Reizung des Gleichgewichtsorgans ausgelöst werden.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Kinetose
 - Bewegungskrankheit

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Fähigkeit aufrecht zu gehen und zu stehen, sowie bei komplizierten Bewegungen, beim Tanzen oder im Sport, das Gleichgewicht halten zu können, beruht auf einem ausgeklügelten Zusammenspiel zwischen Auge, Gleichgewichtsorgan im Ohr und unserem Gehirn. Auge und Gleichgewichtsorgan unterrichten das Gehirn über jede Änderung unserer Körperhaltung. Damit wir nicht umfallen, steuert das Gehirn die Muskeltätigkeit, um das Gleichgewicht halten zu können. Bei einer verstärkten Reizung unseres Gleichgewichtsorgans allerdings wird das Brechzentrum im Gehirn aktiviert und verursacht Übelkeit und Erbrechen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die bekannteste Reisekrankheit ist die Seekrankheit. Ursache ist eine übermäßige Reizung des Gleichgewichtsorgans durch das Schlingern, Stampfen und Schaukeln des Schiffes. Die Betroffenen beklagen Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche bis hin zu Kollapszuständen.
Doch nicht nur Schiffsreisen, auch die Beschleunigung im Auto, das Schaukeln eines Omnibusses oder eines Flugzeugs kann bei Menschen mit einem empfindlichen Gleichgewichtsorgan diese Beschwerden auslösen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Reisekrankheit ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne und sobald die Betroffenen wieder festen Boden unter den Füßen haben verschwinden die Beschwerden.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Betroffene sollten vor Antritt einer Reise nur wenig und nur leichte Kost, z.B. trockene Kekse oder Zwieback zu sich nehmen.
 - Man kann versuchen günstige Plätze zu bekommen. Im Auto oder Bus sind Vorderplätze, im Flugzeug oder Schiff eher Mittelplätze ratsam.
 - Das Fixieren eines Punktes in der Ferne hilft manchmal, der Blick in ein Buch dagegen verstärkt meist die Übelkeit.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Zur Behandlung: Zur Vorbeugung: Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Kleinkinder mit 8-16 kg Körpergewicht1 Zäpfchen1 mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Kleinkinder mit 16-39 kg Körpergewicht1 Zäpfchen1-2 mal täglichim Abstand von mindestens 4-6 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit
Kinder von 3-6 Jahren1-2 Zäpfchen1-2 mal täglichvor Reiseantritt (ca 30 Minuten), unabhängig von der Mahlzeit
Kinder ab 6 Jahre1-3 Zäpfchen1-3 mal täglichvor Reiseantritt (ca 30 Minuten), unabhängig von der Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Führen Sie das Arzneimittel in den Enddarm ein. Zuvor entleeren Sie den Darm möglichst. Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit können Sie die Zäpfchen leicht mit kaltem Wasser befeuchten.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. In der Regel sollte die Behandlungsdauer jedoch so kurz wie möglich sein und nur wenige Tage betragen. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen sowie zu Störungen der Herz- Kreislauffunktion kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Kapsel.

Wirkstoffstoff 20 mg Diphenhydramin hydrochlorid
entspricht 17,5 mg Diphenhydramin
Hilfstoff + Rapsöl, raffiniert
Hilfstoff + Gelatine
Hilfstoff + Sojaöl, partiell hydriert
Hilfstoff + Glycerol 85%
Hilfstoff + Sojaöl, hydriert
Hilfstoff + Wachs, gelbes
Hilfstoff + Lecithin (Sojabohne)
entspricht + Sojabohnenphosphatide
Hilfstoff + PEG (30-50)-Rizinusöl
Hilfstoff + Macrogol 20000
Hilfstoff + Glycerolmonooleat
Hilfstoff + Macrogol 1500
Hilfstoff + Talkum
Hilfstoff + Poly(vinylacetat)
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist