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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem er die Wirkungsdauer von stimmungsaufhellend wirkenden Botenstoffen im Gehirn erhöht. Dadurch wird Depressionen, Ängsten und Zwängen entgegengewirkt und allgemein die Stimmungslage verbessert.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Blutgerinnungsstörungen, auch in der Vorgeschichte
- Herzerkrankungen
- Manie in der Vorgeschichte
- Neigung zu Krampfanfällen
- Epilepsie
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Durchfälle
 - Schluckstörungen
- Mundtrockenheit
- Geschmacksstörungen
- Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit
- Schlafstörungen, wie:
 - Schlaflosigkeit
 - Alpträume
 - Müdigkeit
 - Gähnen
- Zittern
- Muskelzuckungen
- Koordinationsstörung
- Krampfanfälle
- Konzentrationsstörungen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Halluzinationen
- Persönlichkeitsveränderungen
- Manie
- Angstzustände
- Panikattacken
- Selbstmordgedanken
- Unruhe
- Nervosität
- Schwitzen
- Sehstörungen, wie:
 - Verschwommenes Sehen (Weitstellung der Pupille)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Juckreiz
 - Hautausschlag
 - Nesselausschlag
- Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Haarausfall
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
- Störungen beim Wasserlassen
- Harnverhalt
- Milchabsonderung aus der Brust (Galaktorrhoe)
- Störungen der Sexualfunktion
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendungsgebiete
- Depression, stark ausgeprägt
- Zwangserkrankung
In Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen:
- Bulimie
Kinder und Jugendliche von 8-17 Jahren: Das Arzneimittel sollte nur dann bei einer Depression eingesetzt werden, wenn der Patient nicht auf eine psychologische Behandlung anspricht.
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn sich trotz Arzneimitteleinnahme Ihre Erkrankung verschlechtert, vor allem wenn Sie Gedanken entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.


Was ist das? - Definition
Meist phasenweise verlaufende psychische Erkrankung mit gehobener Stimmung, Antriebssteigerung und Ideenflucht.



Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Manie zählt zu den affektiven Störungen. Typisch sind daher stark veränderte Gefühlsäußerungen und überzogene Stimmungslagen:
 - Die Betroffenen sind euphorischer Stimmung, auch wenn kein entsprechender Anlass vorliegt. Sie sind gut gelaunt, heiter, fröhlich, ausgelassen und witzig. Häufig sind sie gute Unterhalter und fühlen sich bestens, ihr Selbstbewusstsein ist maßlos überzogen.
 - Typisch ist eine Antriebssteigerung, die zu Überaktivität, Rededrang, vermindertem Schlafbedürfnis und einem gesteigerten sexuellen Verlangen führt.
 - Der vermehrte Antrieb kann auch zu unüberlegten Handlungen wie maßlosen Einkäufen (20 Kleider, 15 Hosen o.ä.), Verschuldung oder undurchsichtigen Geschäftsabschlüssen führen.
 - Von Ideenflucht spricht man, wenn ein Maniker ständig neue Ideen hat, diese anfängt, aber nicht zu Ende bringt, weil er sich schon der nächsten Idee zuwendet.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Manie verläuft in Phasen, wobei diese Wochen bis Jahre dauern können. Nicht selten lösen bedeutende Ereignisse im Leben wie zum Beispiel eine Hochzeit, Scheidung, ein Stellenwechsel, der Tod eines nahen Angehörigen, Zerbrechen einer Beziehung, Arbeitslosigkeit oder ähnliches, einen Krankheitsschub aus. Sie können aber auch ohne äußere Ursachen auftreten.
In vielen Fällen kann die Erkrankung geheilt werden, doch Rückfälle sind nicht selten.


Verhaltenstipps
 - Fallen zuvor depressive Menschen plötzlich durch grundlos überzogen gute Stimmung auf, sollte man an eine manisch-depressive Erkrankung denken.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Psychische Erkrankung mit den Leitsymptomen Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Denkhemmung. Die Depression ist eine häufige psychische Erkrankung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - depressive Episode

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Meist handelt es sich um eine endogene Depression, deren Ursache nicht genau bekannt ist. Man vermutet eine Störung der Überträgerstoffe im Gehirn.
Manche Medikamente können depressive Verstimmungen auslösen, doch auch bei Organstörungen wie beispielsweise der Schilddrüsenunterfunktion oder im Rahmen einer neurologischen Erkrankung wie der Parkinsonerkrankung oder einer Demenz kann sich im Krankheitsverlauf eine Depression entwickeln.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Eine Depression kann sich ganz verschieden äußern. Als typisch gelten folgende Symptome:
 - die Stimmungslage ist niedergeschlagen und gedrückt, die Betroffenen fühlen sich "leer", können keine positiven Gefühle empfinden oder äußern.
 - Typisch ist eine Antriebshemmung. Depressive sind zu keiner Aktivität zu bewegen. Oft zeigt das Gesicht einen immer gleich bleibend traurigen Ausdruck. Am stärksten ausgeprägt ist diese Antriebshemmung am Morgen, sie bessert sich gegen Abend. Es scheint, als läge der Tag "wie ein großer Berg" vor ihnen.
 - Die Denkhemmung äußert sich durch verlangsamtes Denken ohne Einfälle, man spricht von "Grübelneigung".
 - Die Denkhemmung zeigt sich auch in einer verlangsamten, einfallslosen Sprache und Konzentrationsstörungen. Patienten sind nur wenig mitteilsam und sind zu keinem Gespräch zu motivieren.
 - Es können starke Ängste auftreten. Oft ist kein konkreter Anlass für die Angstgefühle zu finden.
Häufig bestehen neben den psychischen auch körperliche Beschwerden wie beispielsweise Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit, Kloßgefühl im Hals oder sexuelle Lustlosigkeit.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Depressionen zeigen oft einen stark schwankenden Verlauf. Nicht selten jahreszeitlich gebunden kommen Phasen normaler Stimmungslage neben Zeiten starker Depression vor. Tritt die Depression im Rahmen einer manisch-depressiven Erkrankung auf, können auf depressive auch manische Zustände folgen. Bei schweren Depressionen besteht eine erhöhte Selbstmordrate!


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion können ähnliche Symptome wie bei einer Depression vorherrschen.
Ängste sind bei vielen psychischen Erkrankungen anzutreffen. Bei konkreten, übersteigerten Ängsten spricht man von einer Phobie.


Verhaltenstipps
 - bestehen körperliche Beschwerden, für die keine organische Ursache zu finden ist, sollte man die Idee einer psychischen Erkrankung als Ursache nicht ausschließen.
 - fallen zuvor umgängliche Menschen durch unerklärliche Passivität, Interessenlosigkeit oder stete Traurigkeit auf, können dies Anzeichen einer Depression sein.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bestimmte, immer wiederkehrende Gedanken und Handlungen, welche als lästig und unsinnig erlebt werden, aber zwanghaft regelmäßig gedacht oder wiederholt werden müssen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Zwangsneurose
 - Zwangserkrankung
 - Zwangssyndrom
 - anankastisches Syndrom
 - obsessiv-kompulsives Syndrom


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die genaue Ursache einer Zwangsstörung ist unbekannt. Es scheint eine Kombination aus genetischer Veranlagung, Veränderungen der Überträgerstoffe im Gehirn und psychischen Belastungen (Tod eines Angehörigen, Arbeitsplatzverlust o.ä.) zu sein. Zwänge haben eine Art "angst-reduzierende" Wirkung. Wenn man die Zwangshandlungen unterbricht, reagieren die Betroffenen mit Angst und innerer Anspannung.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ein jeder kennt den Zwang, zu kontrollieren, ob die Kaffeemaschine auch wirklich aus und das Licht gelöscht ist. Krankhaft sind solche Handlungen erst, wenn sie zwanghaft wiederholt werden müssen, als sehr störend empfunden werden und über mindestens zwei Wochen regelmäßig auftreten.
Man unterscheidet zwischen Zwangsgedanken, Zwangsimpulsen und Zwangshandlungen. Häufig findet sich eine Kombination aus Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.
 - Zwangsgedanken sind sich immer wieder aufdrängende, unsinnige Denkinhalte. Diese Gedanken werden immer als quälend erlebt, denn sie sind bedrohlich, beschämend oder Angst einflösend. Beispielsweise handelt es sich um wiederkehrende obszöne sexuelle Gedanken oder Ängste bezüglich der eigenen Gesundheit.
 - Unter Zwangsimpulse versteht man Handlungsimpulse, die sich gegen den eigenen Willen aufdrängen. Sie sind immer verbunden mit der Angst, man könne die Handlung wirklich ausführen, was aber meist nicht passiert. Beispielsweise der Impuls, sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen.
 - Am bekanntesten sind die Zwangshandlungen. Die ständige Körperreinigung beim Waschzwang oder der Kontrollzwang, bei dem x-mal pro Tag bestimmte Dinge kontrolliert oder überprüft werden müssen. Auch wenn der Betroffene weiß, dass sein Tun absurd ist, kann er sich nicht dagegen wehren, ohne erheblich Ängste zu verspüren.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Unbehandelt werden Zwangsstörungen oft chronisch und nehmen in ihrem Ausmaß zu. Das persönliche Leben kann empfindlich gestört sein, denn die Betroffenen können in schweren Fällen ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen und isolieren sich immer mehr. Beim Waschzwang kann es zudem zu Hautschäden kommen. Therapeutisch lässt sich eine Besserung der Symptome erreichen.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Zwangsstörungen erinnern an Wahnvorstellungen z.B. im Rahmen einer Schizophrenie. Doch im Gegensatz zur Zwangsstörung besteht beim Wahn keinerlei Krankheitseinsicht.
Zwangsstörungen treten oft im Zusammenhang mit anderen psychiatrischen Erkrankungen auf. So ist der Grübelzwang häufig im Rahmen einer Depression anzutreffen. Oder bei Essstörungen besteht ein zwanghaftes Verhältnis zur Nahrungsaufnahme. Auch bei Demenzerkrankungen können Zwangsstörungen auftreten.


Verhaltenstipps
 - Anfangs können Zwangshandlungen für die Umgebung recht harmlos wirken, wenn sie ein gewisses Ausmaß überschreiten, sollte man aber ärztlichen Rat suchen.


Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bulimie ist eine krankhafte Essstörung. Sie äußert sich durch häufige Heißhungeranfälle, in denen die Betroffenen große Nahrungsmengen verschlingen. Anschließend übergeben sie sich absichtlich, um nicht zuzunehmen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Bulimia nervosa
 - Ess-Brechsucht

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Ess-Brechsucht ist eine psychosomatische Erkrankung; ihre genaue Ursache ist nicht bekannt. Zu den möglichen Gründen gehören seelische Konflikte wie Enttäuschungen in Beziehungen, ein geringes Selbstwertgefühl, Scham- und Schuldgefühle oder Versagensängste. Auch das in unserer Gesellschaft vorherrschende übertriebene Schlankheitsideal sowie eine gestörte Wahrnehmung des eigenen Körpers können zu der Essstörung führen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Charakteristisch sind die wiederkehrenden Heißhungerattacken. Die Betroffenen verlieren die Kontrolle über ihr Essverhalten und verschlingen große Mengen kalorienreicher Nahrungsmittel. In der Regel finden solche Anfälle heimlich statt. Um eine Gewichtszunahme zu verhindern, wird im Anschluss an die Essattacken mit der Hand ein Erbrechen herbeigeführt; bei fortgeschrittenem Verlauf der Erkrankung tritt das Erbrechen reflexartig auf. Zwischen den Anfällen halten die Betroffenen eine strenge Diät ein oder versuchen, durch viel Sport oder den Missbrauch von Abführmitteln und Appetitzüglern einer Gewichtszunahme gegenzusteuern.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Nach den Heißhungeranfällen und Fressattacken leiden die Betroffenen jeweils unter starken Scham- und Schuldgefühlen. Neben diesen psychischen Folgen treten auch starke körperliche Probleme auf. So führt das häufige Erbrechen zu einem Mangel an Kalium und anderen Mineralien. Typisch für die Erkrankung sind ausgeprägte Zahnschäden, da das häufige Erbrechen den Zahnschmelz zerstört. Ebenso entzünden sich durch das regelmäßige Übergeben oft die Ohrspeicheldrüsen, wodurch die Patientinnen mitunter mumpsartig aussehen. Die Schleimhaut der Speiseröhre ist vielfach entzündet und dauergereizt. Da der Würgereflex meist mit der Hand ausgelöst wird, treten an Fingern oder am Handrücken durch den Kontakt mit Magensäure Schwielen und Narben auf. Die Symptome bewirken einen großen Leidensdruck und eine depressive Grundstimmung.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei der Anorexie (Magersucht) treten ähnliche körperliche Folgen auf.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Anorexia nervosa ist eine krankhafte Essstörung. Sie äußert sich durch eine starke selbst verursachte Gewichtsabnahme infolge einer strengen Diät oder Nahrungsverweigerung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Magersucht

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Magersucht ist eine psychosomatische Erkrankung; ihre genaue Ursache ist nicht bekannt. Vermutlich handelt es sich um eine Kombination aus seelischen und gesellschaftlichen Einflüssen, die zudem einer genetischen Veranlagung bedürfen, um zu dem Krankheitsbild zu führen. Magersucht kann ein Lösungsversuch für seelische Probleme sein; die Betroffen ersetzen Gefühle und Bedürfnisse durch ihr Essverhalten. Die Nahrungsverweigerung kann auch Ausdruck eines stummen Protestes sein. Bei jungen Mädchen spielt wahrscheinlich auch die Angst vor dem Erwachsenwerden und dem Frau-Sein eine Rolle. Familienkonflikte können die Krankheit zusätzlich vorantreiben. Ein anderer wesentlicher Grund ist wohl das in unserer Gesellschaft vorherrschende übertriebene Schlankheitsideal. Charakteristisch für die Betroffenen ist, dass sie ihren Körper falsch wahrnehmen, indem sie ihren Körperumfang stark überschätzen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Oft beginnt die Erkrankung im Anschluss an eine Diät: Die Betroffenen behalten die reduzierte Nahrungszufuhr einfach bei. Sie vermeiden energiereiche Nahrung und zeigen ein auffälliges Essverhalten: Sie brauchen selbst für geringste Essensmengen sehr lange und zerlegen die Speisen in kleinste Stücke. An gemeinsamen Mahlzeiten mit der Familie oder Freunden nehmen sie nicht mehr teil. Dagegen kochen sie aufwendig für andere - ohne selbst davon zu kosten. Durch die reduzierte Kalorienzufuhr kommt es zu einer starken Gewichtsabnahme. Diese wird dadurch beschleunigt, dass viele Magersüchtige körperlich sehr aktiv sind und bis zur Erschöpfung Sport treiben. Viele von ihnen nehmen Appetitzügler und Abführmittel ein.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Krankheit bewirkt seelische und körperliche Veränderungen. So leiden die Betroffenen geradezu unter panischer Angst, an Gewicht zuzunehmen. Oft sind sie stark reizbar, depressiv und leben gesellschaftlich isoliert. Für den Körper bedeutet der starke Gewichtsverlust und die Mangelernährung eine akute Notsituation. Er unterlässt alles, was zu einem weiteren Energieverlust führt. So bleibt bei jungen Frauen die Menstruation aus; bei sehr jungen Betroffenen verzögert sich die gesamte körperliche Entwicklung. Außerdem reagiert der Körper mit einem Absinken der Herzschlagfrequenz, des Blutdrucks und der Körpertemperatur. Andere mögliche Folgen sind Hautprobleme, eine flaumartige Behaarung des Rückens, Muskelschwäche, Haarausfall sowie Wassereinlagerungen im Gewebe. Auch der Mineralstoffwechsel ist gestört. Nehmen Magersüchtige viele Abführmittel ein, kann dies in eine Osteoporose münden.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Die Essstörungen Anorexie und Bulimie gehen fließend ineinander über und sind daher schwierig voneinander abzugrenzen.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung. Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert: Depression und Zwangserkrankung - Behandlungsbeginn: Depression und Zwangserkrankung - Folgebehandlung: Bei Depressionen: Für Kinder ab 8 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Bulimie - in Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen: Alternativ kann die Tagesdosis auch verteilt auf mehrere Einzeldosen eingenommen werden. Erwachsene: Höchstdosis: Eine Dosis von 2 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Patienten ab 65 Jahren: Höchstdosis: Eine Dosis von 1 1/2 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene und Patienten ab 65 Jahren1/2 Tablette1-mal täglichmorgens oder abends, unabhängig von der Mahlzeit
Erwachsene1/2 - 1 1/2 Tabletten1-mal täglichmorgens oder abends, unabhängig von der Mahlzeit
Patienten ab 65 Jahren1/2 - 1 Tablette1-mal täglichmorgens oder abends, unabhängig von der Mahlzeit
Erwachsene1 1/2 Tabletten1-mal täglichmorgens oder abends, unabhängig von der Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen und Herzrhythmusstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 44,71 mg Fluoxetin hydrochlorid
entspricht 40 mg Fluoxetin
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Croscarmellose natrium
Hilfstoff + Siliciumdioxid, hochdisperses
Hilfstoff + Magnesium stearat
Hilfstoff + Butylmethacrylat-Copolymer, basisches
Hilfstoff + Talkum
Hilfstoff + Titandioxid
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.