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NOVARTIS Pharma GmbH
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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff des Arzneimittels ist Ranibizumab. Ranibizumab gehört zu der Gruppe der Angiogenesehemmer, die die Ausbildung neuer Blutgefäße durch Blockade der entsprechenden Wachstumsfaktoren hemmen. Ranibizumab wird zur Behandlung der altersbedingten feuchten Makuladegeneration, der Neubildung von Blutgefäßen in der Netzhaut sowie des Makulaödems eingesetzt.

Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Augeninfektionen oder Infektionen in der Augenumgebung
- Schwere Augenentzündungen

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Nasen-Rachenraum-Entzündung
- Kopfschmerzen
- Glaskörperentzündung
- Glaskörperabhebung
- Blutungen im Auge
- Beeinträchtigung des Sehvermögens
- Augenschmerzen
- Erscheinen von kleinen Partikeln oder Punkten im Sichtfeld
- Augenirritationen
- Fremdkörpergefühl im Auge
- Tränendes Auge
- Lidrandentzündung
- Trockenes Auge
- Wärmegefühl am Auge
- Juckreiz am Auge
- Gelenkschmerzen
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Harnwegsinfektionen
- Anämie (Blutarmut)
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Angstzustände
- Netzhautveränderungen
- Funktionsstörungen der Netzhaut
- Netzhautablösung
- Netzhauteinriss
- Abhebung des retinalen Pigmentepithels (äußere Schicht der Netzhaut)
- Einriss des retinalen Pigmentepithels (äußere Schicht der Netzhaut)
- Verschwommenes Sehen
- Funktionsstörungen des Glaskörpers
- Gefäßhautentzündungen
- Irisentzündung (Entzündung der Regenbogenhaut)
- Iridozyklitis (Entzündung der Regenbogenhaut und des Ziliarkörpers)
- Linsentrübung (Katarakt)
- Hornhautentzündung
- Hornhautabschürfung
- Augenreizungen
- Blutungen an der Einstichstelle
- Bindehautentzündung
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge
- Augenbeschwerden
- Lidödem (Lidschwellung)
- Lidschmerzen
- Husten
- Übelkeit
- Allergische Reaktionen
- Hautausschlag
- Nesselausschlag
- Juckreiz
- Hautrötung
- Erblindung
- Entzündung des Augeninneren
- Ansammlung von Eiter im vorderen Augenbereich
- Hornhautschäden
- Veränderung der Regenbogenhaut
- Ablagerungen auf der Hornhaut
- Hornhautödem (Hornhautschwellung)
- Hornhautstreifen
- Schmerzen an der Einstichstelle
- Reizungen an der Einstichstelle
- Missempfindungen am Auge
- Lidreizungen

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Anwendwendungsgebiete
- Altersbedingte feuchte Makuladegeneration '

Was ist das? - Definition
Altersbedingter Funktionsverlust bestimmter Regionen im Auge, der Makula.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Makulopathie
 - AMD
Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Unsere Sehzellen befinden sich in der Netzhaut im Auge. Mit den Stäbchen unterscheiden wir Hell und Dunkel, während die Zapfen für unser Farbsehen sorgen. Die Sehzellen sind auf unserer Netzhaut unterschiedlich verteilt. Ungefähr in der Mitte der Netzhaut liegt die Makula, auch der gelbe Fleck genannt. Hier finden sich die meisten Zapfen, das Licht kann ungehindert auf sie treffen, deshalb sehen wir in diesem Bereich der Netzhaut am schärfsten. Wir verwenden die Makula zum Fixieren eines Objektes.
Die Ursache der Makuladegeneration ist nicht bekannt. Man unterscheidet zwei Formen. In den meisten Fällen handelt es sich um die trockene Form. Durch die Ablagerung von Stoffwechselprodukten kommt es zur Rückbildung der Zapfen in der Makula.
Bei der feuchten Form wachsen abnorme Blutgefäße in die Makula ein. Aus diesen undichten Gefäßen tritt Flüssigkeit in die Netzhaut aus.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für Sehbehinderung und Erblindung bei älteren Menschen. In aller Regel sind beide Augen betroffen. Die Betroffenen bemerken eine langsame Sehverschlechterung, besonders des zentralen Sehens. Die flüssigkeitsbedingte Schwellung der Makula bei der feuchten Form führt zu einer Verzerrung des Sehens: gerade Linien erscheinen gewellt oder verbogen.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
In Einzelfällen kann es zum Stillstand kommen, meist aber nimmt die Sehverschlechterung im Laufe der Jahre langsam zu. Die Lesefähigkeit geht verloren, aber nur selten kommt es zur fast vollständigen Erblindung.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Nimmt die Sehleistung ab, sollte frühzeitig ein Augenarzt aufgesucht werden.
 - Stark vergrößernde Sehhilfen ermöglichen den meisten Betroffenen, ihren Alltag noch lange Zeit zu meistern.


Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheke
- Chorioidale Neovaskularisation (Neubildung von Blutgefäßen in der Netzhaut
- Makulaödem (Veränderung der Netzhaut) durch Diabetes mellitu
- Makulaödem (Veränderung der Netzhaut) durch Venenverschlus


Dosierung und Anwendungshinweise
Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Der zeitliche Abstand zwischen zwei Injektionen in dasselbe Auge sollte mindestens 4 Wochen betragen.
Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Art der Anwendung?
Die Anwendung sollte nur durch Fachpersonal erfolgen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu erhöhtem Augeninnendruck, vorübergehender Erblindung, verringerter Sehschärfe, Hornhautschwellungen sowie zu Augenschmerzen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 0,23 ml Lösung = 1 Glasflasche.

HilfstoffRanibizumab (E.coli)2,3 mg
entsprichtRanibizumab (pro 0,05ml: empfohlenes Injektionsvolumen) 0,5 mg
HilfstoffTrehalose-2-Wasser +
HilfstoffHistidin hydrochlorid-1-Wasser +
HilfstoffHistidin +
HilfstoffPolysorbat 20 +
HilfstoffWasser für Injektionszwecke +

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.