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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff wird als Unterstützung zur Raucherentwöhnung eingesetzt, vor allem um Entzugserscheinungen zu mildern. Das Entscheidende dabei ist, dass das Nikotin nicht in Form einer Zigarette abgegeben wird. Dadurch können die nachteiligen Faktoren, wie die zusätzlich mit aufgenommenen Schadstoffe und der suchtfördernde Vorgang des Rauchens, ausgeschlossen werden. Durch langsame Verringerung der Nikotinmenge kann kontrolliert die Nikotinabhängigkeit beendet werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Arzneimittel enthält einen Stoff, der bei Kindern zu schwersten Vergiftungen führen kann. Achten Sie deshalb ganz besonders auf eine sichere Verwahrung vor Kindern, auch bei evtl. Resten nach der Anwendung und Verpackungen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Rauchen sollte in jedem Fall vermieden werden, weil die medikamentöse Behandlung gestört wird.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt (bis 3 Monate)
- Prinzmetal-Angina (spezielle Form der Angina pectoris)
- Schlaganfall, der erst kurz zurückliegt

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Angina pectoris
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörungen
- Raynaud-Syndrom
- Bluthochdruck
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), der mit Insulin behandelt werden muss
- Schilddrüsenüberfunktion

Nichtraucher oder Gelegenheitsraucher sollten das Arzneimittel nicht anwenden.

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Jugendliche von 12 bis 17 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

Nebenwirkungen, die speziell auftreten, wenn Nikotin geschluckt wird:
- Vermehrter Speichelfluss
- Reizerscheinungen im Mund und im Rachen, zum Teil mit Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut
- Schluckauf
- Hautrötung
- Nesselausschlag

Beim Arzneimittel werden zahlreiche Nebenwirkungen angegeben. Dabei ist zu beachten:

 Grundsätzlich können unter der Behandlung mit diesem Arzneimittel ähnliche Nebenwirkungen auftreten wie beim Rauchen.

 Beschwerden, die auftreten, können auch durch den Entzug bedingt sein.

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Zur Unterstützung der Raucherentwöhnung
Die Rauchentwöhnung sollte begleitet sein von Maßnahmen, die die Motivation unterstützen.
Dieses Arzneimittel ist für Raucher bestimmt, die vor der Behandlung nicht mehr als 20 Zigaretten pro Tag rauchten.
Das Arzneimittel kann auch eingesetzt werden, um rauchfreie Phasen zu verlängern mit dem Ziel das Rauchen ganz zu stoppen. Sollte dies nach 9 Monaten nicht gelingen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.


Was ist das? - Definition
Will jemand aufhören zu rauchen, bedeutet das nicht nur ein "einfaches Weglassen von Zigaretten", so als würde man von heute auf morgen beschließen zum Beispiel keine Bananen mehr zu essen. Es heißt für den Betroffenen mehr: Da die Zigaretten unter anderem den Suchtstoff Nikotin enthalten, muss bei dem Rauchverzicht eine psychische und ab einem gewissen Konsum auch eine physische Abhängigkeit überwunden werden. Man spricht deshalb von einer Raucher- oder Nikotinentwöhnung.



Wie kommt man vom Rauchen los? - Kleiner Überblick über Methoden
Die gesundheitlichen Schäden, die das Rauchen verursachen kann betreffen so ziemlich den ganzen Körper, und es spricht viel dafür, mit dem Rauchen aufzuhören. Trotzdem fällt der Verzicht den meisten Rauchern sehr schwer.
Raucher sind vom Nikotin psychisch und physisch, d.h. seelisch und körperlich abhängig. In vielen Situationen gehört die Zigarette einfach dazu, z. B. beim Telefonieren, zur Tasse Kaffee, in geselliger Runde, aber auch bei Stress, zur Konzentrationsförderung oder zur Entspannung. Zigarettenverzicht führt neben dem heftigen Verlangen zu rauchen zu Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Appetitsteigerung. Es muss also sowohl die körperliche Nikotinabhängigkeit als auch die Macht der Gewohnheit überwunden werden. Dabei hat sich die Kombination aus Nikotinersatztherapie (Zufuhr von Nikotin z.B. durch Pflaster oder Kaugummi) und Selbstkontrolle (Rauchstopp) am besten bewährt.
Für den Ausstieg sollte man sich einen Termin wie Wochenende oder Urlaub aussuchen, an dem nicht mit Stress zu rechnen ist. An diesem vorher festgesetzten Datum wird das Rauchen komplett eingestellt. Dieses Vorgehen funktioniert meist besser, als nach und nach weniger oder nur eine bestimmte Anzahl Zigaretten pro Tag zu rauchen.
Bereits im Vorfeld sollte man sich darüber klar werden, in welchen Situationen man automatisch raucht und sich dafür Strategien überlegen. Zuckerfreie Kaugummis, aber auch Entspannungsübungen, ein kurzer Spaziergang statt der Zigarette nach dem Essen oder zwischendurch Gemüse knabbern, können helfen. Günstig ist auch, sich "Mitstreiter" zu suchen und möglichst viele Personen von der Absicht, mit dem Rauchen aufzuhören, zu unterrichten. Eine große Hilfe kann die Teilnahme an einem Gruppenprogramm, wie es z.B. von Volkshochschulen und Krankenkassen angeboten wird, sein. Auch "alternative" Entwöhnungsmethoden wie Akupunktur oder Hypnose können eine wertvolle Hilfe sein. Über diese Möglichkeiten lassen Sie sich am besten von Ihrem Hausarzt beraten.
Der Rauchverzicht kann durch verschiedene Nikotinersatzpräparate unterstützt werden. Dadurch ist die Nikotinwirkung im Körper vorhanden und die Entzugserscheinungen werden deutlich gemildert. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man den schädlichen Inhaltsstoffen des Tabakrauchs nicht mehr ausgesetzt ist.
Nikotinpflaster, -kaugummis und lutschtabletten, die in der Apotheke frei verkäuflich sind, haben sich gut bewährt. Nikotinpflaster stehen in verschiedenen Wirkstärken zur Verfügung. Über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen wird die Nikotinzufuhr stufenweise reduziert. Bei Anwendung des ersten Pflasters dauert es etwa vier Stunden bis die Wirkung einsetzt.
Nikotinkaugummis und -lutschtabletten gibt es in mehreren Dosierungen. Sie sind gerade für unregelmäßige Raucher eine sehr gute Möglichkeit, da sie nach Bedarf statt der Zigarette eingesetzt werden.
Alle Nikotinersatzpräparate sollten jedoch nicht ohne eine ausführliche Beratung in der Apotheke über die korrekte Anwendung und individuelle Dosierung verwendet werden. Und: Es ist unbedingt zu vermeiden, gleichzeitig noch zu rauchen.
Weiterhin gibt es wirksame Therapien mit Arzneimitteln zum Einnehmen, diese müssen vom Arzt verschrieben werden.
In jedem Fall ist der feste Wille dazu, mit dem Rauchen aufzuhören, der wichtigste Faktor für das Gelingen des Unternehmens.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Als Abhängigkeit ("Sucht") bezeichnet man das Verlangen, eine Substanz immer wieder zu sich zu nehmen. Mit der Zeit wird häufig die Dosis gesteigert. Beim Verzicht treten Entzugserscheinungen auf.
Im Falle von Nikotin handelt es sich um eine psychische und physische Abhängigkeit, d.h. man ist sowohl seelisch als, ab einem gewissen Konsum, auch körperlich darauf angewiesen.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Gründe zum Rauchen sind vielfältig. Eine große Rolle spielt die Gewohnheit, die Zigarette nach dem Essen, beim Telefonieren oder in Gesellschaft gehört einfach dazu. Häufig wird auch in kritischen Situation, z.B. bei Stress oder Müdigkeit geraucht. Eine wichtige Rolle spielen dabei bestimmte Eigenschaften des Nikotin. Es gelangt über das Blut ins Gehirn und verursacht dort angenehme Empfindungen. Dabei kann es je nach Ausgangslage entspannend oder konzentrationsfördernd wirken.
Ein weiterer Grund ist der Wunsch schlank zu bleiben. Rauchen erhöht den Grundumsatz, d.h. der Körper verbraucht mehr Energie.

Was ist das Schädliche? - Negative Folgen des Rauchens
Den vom Raucher als positiv empfundenen Effekten stehen viele Schäden entgegen, die nicht nur auf Nikotin, sondern auch auf weitere Bestandteile des Tabakrauchs zurückzuführen sind. Der Körper erleidet eine chronische Tabakvergiftung deren Folgen statistisch gesichert sind:
 - Rauchen fördert die Entwicklung der Arteriosklerose ("Arterienverkalkung"). Dabei bilden sich Ablagerungen in den Blutgefäßen, die zu Durchblutungsstörungen führen. Es kann zum Raucherbein, aber auch zu schweren Herzerkrankungen und zum Herzinfarkt kommen.
 - Es treten vermehrt Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre auf.
 - Durch schleimhautreizende Substanzen im Tabakrauch kann sich eine chronische Bronchitis ("Raucherhusten") entwickeln.
 - Das Risiko an Krebs zu erkranken ist deutlich erhöht.
 - Rauchen während der Schwangerschaft erhöht die Gefahr einer Frühgeburt und führt zu einem verminderten Geburtsgewicht.
 - Raucherinnen die die Pille nehmen, neigen verstärkt zu Thrombosen und Herzinfarkten.
Je stärker geraucht wird, desto deutlicher ist die Lebenserwartung des Rauchers herabgesetzt.
Durch das Passivrauchen haben auch andere Personen und insbesondere Kinder unter ähnlichen Folgeschäden zu leiden.

Welche Schäden sind rückgängig zu machen? - Positive Folgen des Rauchverzichts
Die positiven Effekte eines Rauchverzichts sind vielfältig:
 - Herzfrequenz und Körpertemperatur normalisieren sich innerhalb von 20 Minuten, nach 8 Stunden ist der Sauerstoffgehalt des Blutes deutlich erhöht.
 - Nach einem Tag wird das Herzinfarktrisiko bereits etwas kleiner.
 - Nach zwei Tagen verbessert sich der Geruchs- und Geschmackssinn, nach drei Tagen die Atmung.
 - Nach 3 Monaten erhöht sich die körperliche Leistungsfähigkeit deutlich.
 - Ein Jahr nach dem Rauchstopp ist das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße halbiert.
 - Nach zehn Jahren ist das Lungenkrebsrisiko nur noch halb so hoch wie bei aktiven Rauchern
 - 15 Jahre nach dem Rauchstopp ist das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wieder so, als hätte man nie geraucht.
Je eher man also zu Rauchen aufhört, desto besser ist es. Unterstützung können dabei sowohl der Arzt als auch der Apotheker geben.

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - N.N., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, (2004), Aufl. 260 - American Cancer Society, www.cancer.org, (2011), Guide to Quitting Smoking

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Höchstdosis: Eine Dosis von 16 Kaugummis pro Tag sollte nicht überschritten werden. Es kann sinnvoll sein, im Laufe der Behandlung die Dosis zu reduzieren. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Kaugummi8-12 mal täglichstündlich
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Kauen Sie das Arzneimittel und lassen Sie es im Mund einwirken. Um eine zu schnelle Freisetzung des Arzneistoffes zu verhindern, sollten Sie langsam (etwa 30 Minuten) und mit Pausen kauen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden. Allgemeine Behandlungsdauer: 3-6 Monate. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Bauchschmerzen, Durchfall, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Schwindel, Hör- und Sehstörungen, Blutdruckabfall, Atemschwierigkeiten sowie zum Kreislaufkollaps kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Kaugummi.

Wirkstoffstoff 10 mg Nicotin-Polacrilin (1:4)
entspricht 2 mg Nicotin
entspricht 8 mg Polacrilin
Hilfstoff + Kaugummigrundmasse
entspricht + Butylhydroxytoluol
Hilfstoff + Acesulfam kalium
Hilfstoff + Arabisches Gummi
Hilfstoff + Carnaubawachs
Hilfstoff + Magnesiumoxid, leichtes
Hilfstoff + Levomenthol
Hilfstoff + Natriumcarbonat
Hilfstoff + Natriumhydrogencarbonat
Hilfstoff + Pfefferminzöl
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Xylitol

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