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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff beeinflusst die Blutgerinnung. Er verhindert, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenklumpen und verbessert so die Fließfähigkeit des Blutes. Außerdem führt der Wirkstoff zu einer Erweiterung der Blutgefäße.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt, die akut Beschwerden machen
- Erhöhte Blutungsneigung
- Bluthochdruck
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörungen
- Herzinfarkt
- Anfallsartige Schmerzen in der Herzgegend
- Schlaganfall, der erst kurze Zeit zurückliegt (etwa 6 Monate)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bevorstehende Operation
- Diabetische Retinopathie (Netzhauterkrankung der Augen durch Diabetes)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Durchfälle
 - Blähungen
 - Bauchschmerzen
- Magenschleimhautentzündung
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schlafstörungen, wie:
 - Schlaflosigkeit
 - Ungewöhnliche Träume
- Angstzustände
- Blutungen im Auge
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Hautausschlag
 - Juckreiz
- Allergische Reaktionen
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
- Herzklopfen
- Angina pectoris
- Herzinfarkt
- Herzschwäche
- Herzrhythmusstörungen, wie:
 - Rhythmusstörungen der Herzkammern
 - Vorhofflimmern (Rhythmusstörung des Herzvorhofes)
 - Pulsbeschleunigung
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Veränderung des Blutbildes, wie:
 - Anämie (Blutarmut)
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Nasenbluten
- Schnupfen
- Rachenentzündung
- Anfälle von Atemnot
- Lungenentzündung
- Husten
- Anstieg des Blutzuckers
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Muskelschmerzen
- Brustschmerzen
- Allgemeine Schwäche
- Schüttelfrost

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Durchblutungsstörungen, vor allem der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit)


Was ist das? - Definition
Durch Arteriosklerose (Arterienverkalkung) bedingte Einengungen und Verschlüsse der Gliedmaßenarterien.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 -pAVK

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Arterienverkalkung beginnt mit kleinen Verletzungen der innersten Arterienschicht. Im Bereich der Schädigung lagern sich verschiedene Stoffe ab. Diese Ablagerung führt langfristig zur Gefäßeinengung bis zum Verschluss von Blutgefäßen.
Viele Faktoren begünstigen die Entwicklung einer Gefäßverkalkung:
 - Ein lange Jahre erhöhter Blutdruck ist eine der häufigsten Ursachen einer Arteriosklerose, denn es kann zu Verletzungen der Arterienwand kommen.
 - Beim Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit kommt es nicht selten schon in recht jungen Jahren zu Gefäßeinengungen.
 - Das Alter spielt eine große Rolle. Denn mit dem Alter kommt es zum Elastizitätsverlust der Gefäße, da die elastischen Fasern verschwinden und durch "starres" Bindegewebe ersetzt werden.
 - Erhöhte Blutfette steigern das Risiko einer Arterienverkalkung, weil sich das Fett in den Gefäßen ablagert.
 - Auch Rauchen schädigt auf lange Sicht die Gefäße.
Alle Arterien des Körpers können durch arteriosklerotische Veränderungen eingeengt sein. Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind meist die Becken- und Beinarterien betroffen. Eine Einengung der Armarterien ist eine absolute Seltenheit.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Das typische Symptom ist die sogenannte "Schaufensterkrankheit": die Betroffenen bemerken ab einer bestimmten Gehstrecke Schmerzen in den Beinen (meist in den Waden), welche sie zwingt, stehen zu bleiben. Nach einer kurzen Pause lassen die Beschwerden nach und der Betroffene läuft weiter. Damit dieser merkwürdige Gehrhythmus nicht zu sehr auffällt, bleiben die Personen gerne vor Schaufenstern stehen.
Der Grund für diese Beschwerden ist ein Sauerstoffmangel im Muskel infolge der schlechten Durchblutung. Während in Ruhe die Muskeldurchblutung ausreicht, genügt diese bei Betätigung der Muskeln rasch nicht mehr und führt zu Muskelschmerzen.
Die Schmerzangabe richtet sich nach der Lokalisation der Gefäßverengung. Generell sind die Beschwerden immer unterhalb der betroffenen Arterie zu spüren.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Schreitet die Erkrankung fort, treten auch in Ruhe Beinschmerzen auf. Ist die Arterie vollständig verschlossen, kommt es zum Absterben des mangelversorgten Gewebes. Häufigste Lokalisation dieser abgestorbenen Gewebsbezirke sind die Zehen. Man spricht von einer Nekrose oder einer Gangrän. Bei der trockenen Gangrän ist der Bereich schwarz und hat ein mumifiziertes Aussehen, bei der feuchten Gangrän dagegen hat ein Gewebszerfall durch Bakterienbesiedlung eingesetzt, typisch ist der üble Geruch.
Besonders in der Aorta, der größten Arterien unseres Körpers, kann sich im Laufe der Jahre eine Aussackung der Arterienwände, ein sogenanntes Aneurysma, bilden. Nimmt die Größe dieser Aussackung zu, besteht die Gefahr, dass es platzt.
Gefürchtet ist der akute Arterienverschluß durch losgelöste Teile der Gefäßablagerungen. Diese werden mit dem Blut weitertransportiert bis sie in kleineren Gefäßen hängen bleiben und diese vollständig verstopfen.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Zu Beschwerden in den Beinen - vor allem den Waden - kommt es auch bei einer chronischen Venenschwäche, oder ihrer Folge, den Krampfadern. Hierbei sind jedoch die Venen betroffen, also die Blutgefäße, die das verbrauchte Blut zum Herzen zurücktransportieren. Bei der arteriellen Verschlusskrankheit sind die Blutgefäße betroffen, die das sauerstoffreiche Blut in die Beine transportieren.
Beinschmerzen, welche bei Belastung auftreten, können auch ein Hinweis auf einen Bandscheibenschaden sein.
Im Rahmen einer Nervenschädigung, der Polyneuropathie, kommt es nicht selten zu Ruheschmerzen im betroffenen Bein.
Bei starken Schmerzen, besonders im Großzeh sollte man an einen akuten Gichtanfall denken.


Verhaltenstipps
 - An erster Stelle steht die Vermeidung der Risikofaktoren, um ein Fortschreiten der arteriellen Verschlusskrankheit zu verhindern. Das bedeutet, dass ein hoher Blutdruck, eine Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfette behandelt werden müssen. Auf Nikotin ist zu verzichten.
 - Zur Vorbeugung der Arterienverkalkung sind eine ausgewogene und fettarme Ernährung sowie regelmäßige Bewegung wichtig.
 - Im Anfangsstadium der peripheren AVK ist das Gehtraining eine wichtige Maßnahme: der Betroffene soll immer wieder soweit gehen, bis Schmerzen auftreten, dann bis zur Besserung der Beschwerden pausieren und weiterlaufen. Ziel dieser Therapie ist die Förderung von Umgehungskreisläufen im Bereich der verengten Blutgefäße. Erfolge lassen sich durch ein tägliches Training von 1-2 Stunden erreichen.
 - Wichtig sind gut sitzende und bequeme Schuhe und eine sorgfältige Fußpflege. So können Verletzungen vermieden werden, die bei schlechter Durchblutung nur sehr langsam heilen.
 - Durch Wechselfußbäder mit kaltem und warmem Wasser kann man die Durchblutung anregen.


Bearbeitungsstand: 16.07.2012

Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Allgemeine Dosierungsempfehlung:
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Tablette2-mal täglichmorgens und abends, vor der Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu Kopfschmerzen, Durchfall, erhöhter Herzfrequenz und Herzrhythmusstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 100 mg Cilostazol
Hilfstoff + Maisstärke
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Carmellose calcium
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Magnesium stearat
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.