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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff beeinflusst die Blutgerinnung. Er verhindert, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenklumpen und verbessert so die Fließfähigkeit des Blutes.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhte Blutungsneigung
- Aktive Blutung

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Magengeschwür
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt, auch in der Vorgeschichte
- Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen in der Hirnregion, auch in der Vorgeschichte (transitorische ischämische Attacke)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bevorstehende Operation
- Kurz zuvor stattgefundene größere Operation

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 75 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Blutungen im Analbereich
- Innere Blutungen
- Zahnfleischbluten
- Blutungen im Auge
- Nasenbluten
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Hautausschlag
- Hautblutungen aufgrund gestörter Blutgerinnung
- Blutergüsse
- Bluthusten
- Ausscheidung von Blutbestandteilen mit dem Urin
- Veränderung des Blutbildes, wie:
 - Anämie (Blutarmut)
- Verlängerung der Blutungszeit

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
- Blutverdünnung (Hemmung der Thrombozytenaggregation, d.h. der Verklebung der Blutplättchen), wenn Folgendes vorliegt:
    - Akutes Koronarsyndrom


Was ist das? - Definition
Bei einem Herzinfarkt stirbt ein Teil des Muskelgewebes des Herzens ab, weil der Muskel nicht mehr ausreichend mit Blut und somit auch mit Sauerstoff versorgt wird. Der Grund ist meistens eine Verstopfung der Herzkranzgefäße. Am häufigsten ist die linke Kammer betroffen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Myokardinfarkt

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Ein Herzinfarkt entwickelt sich in den meisten Fällen, wenn die Herzkranzgefäße, die das Organ ständig mit frischem Blut versorgen, in Folge einer Arterienverkalkung plötzlich verstopfen. Oft lösen eine plötzliche Kraftanstrengung oder Stresssituationen, die mit stärkeren Blutdruckschwankungen einhergehen, das Geschehen aus. Menschen, die an Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck oder erhöhtem Blutzucker leiden, sind dabei besonders gefährdet. Zudem begünstigen entsprechende Erbanlagen, ein höheres Lebensalter und männliches Geschlecht einen Herzinfarkt. Vorsehen muss sich, wer raucht, sich zu wenig bewegt oder übergewichtig ist. 40 Prozent aller Infarkte ereignen sich während der frühen Morgenstunden.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ein Herzinfarkt geht mit bohrenden, dumpfen oder ziehenden, manchmal stechenden Brustschmerzen einher, die meist direkt hinter dem Brustbein oder dem linken Brustkorb sitzen. Die Symptome sind somit ähnlich einer Angina pectoris-Attacke. Jedoch sind sie in der Regel intensiver und verschwinden im Gegensatz zur Angina pectoris-Attacke nicht nach einer gewissen Zeit der Ruhe wieder. Angstgefühle bis hin zur Todesangst begleiten die Schmerzen. Die Patienten fühlen sich beengt und schwach. Puls und Blutdruck können bei einem Herzinfarkt völlig unterschiedlich reagieren. Der Blutdruck kann also sowohl ansteigen als auch abfallen, das Herz kann anfangen zu rasen oder den Schlag stark verlangsamen. Mitunter beginnen die Betroffenen zu schwitzen und leicht zu fiebern. Manche leiden unter Übelkeit und Erbrechen. Ältere Patienten reagieren häufig verwirrt.
Tückischerweise verläuft mancher Herzinfarkt stumm, häufig bei Diabetikern. Hier verspüren die Patienten keinen Schmerz oder die anderen typischen Symptome.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die meisten schweren Komplikationen passieren während der ersten 48 Stunden nach einem Herzinfarkt:
 - Einerseits kann durch das abgestorbene Gewebe die reibungslose Weiterleitung der elektrischen Impulse, die das Herz beständig schlagen lassen, gestört sein. Eine der gefürchtetsten Komplikationen dabei ist das Kammerflimmern, bei dem die einzelnen Herzmuskelzellen so unkoordiniert stimuliert werden, dass keinerlei Pumpleistung mehr zustande kommt.
 - Andererseits kann durch das abgestorbene Muskelgewebe die Pumpleistung so behindert sein, dass die linke Herzkammer nicht mehr in der Lage ist ausreichend Blut auszuwerfen. Am Ende dieser so genannten Linksherzinsuffizienz stehen eine Lungenstauung, ein Lungenödem, also eine Überwässerung der Lunge, oder ein schwerer Schock.
 - Stirbt viel Muskelgewebe ab, können auch Teile einer Herzkammer einreißen, wie zum Beispiel die Wände sowohl zwischen den Kammern als auch nach außen oder die Verankerung der Herzklappen.
Längerfristig kann es zu folgenden Schäden kommen:
 - An der Stelle des abgestorbenen Gewebes kann sich das Herz ausbeulen. Diese Ausbeulung (Aneurysma) kann zum einen die Herzaktion stören, zum anderen können sich darin aber auch gefährliche Blutgerinnsel bilden.
 - Das geschädigte Gewebe und seine Umgebung kann entzünden.
 - Ein Infarkt kann auch steife, manchmal dehnbare Narben am Herzen hinterlassen. Diese Narben behindern einen reibungslosen Pumpvorgang.
 - Beim Dressler Syndrom, das zwei oder mehrere Wochen nach einem Herzinfarkt auftreten kann, bildet der Körper Abwehrstoffe, so genannte Antikörper, gegen das abgestorbene Herzmuskelgewebe. Diese Antikörper lösen jedoch auch am gesunden Herzmuskelgewebe und dessen Umgebung eine Entzündungsreaktion aus.
Die meisten Betroffenen müssen damit rechnen, dass sie ein Infarkt ein zweites Mal ereilt.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Da der Herzinfarkt eine akut lebensbedrohliche Erkrankung ist, die ein schnelles Handeln erfordert, sollte bei jedem geringsten Verdacht sofort ein Notarzt geholt werden. Im Nachhinein kann sich dann herausstellen, dass ein anderes Krankheitsbild hinter den Beschwerden steckt. Die häufigsten davon sind:
 - Eine Angina pectoris-Attacke, die jedoch meist nach wenigen Minuten oder besonders nach Gabe eines Nitropräparates wieder abklingt.
 - Eine Lungenembolie, das heißt ein plötzlicher Gefäßverschluss in der Lunge durch ein Blutgerinnsel. Dieses Krankheitsbild ist nur sehr schwer und meist erst in der Klinik von einem Herzinfarkt zu unterscheiden.
 - Ein Einriss der Aorta (Hauptschlagader, die vom Herzen wegführt) meist an einer vorgeschädigten ausgebeulten Gefäßwand (Aortenaneurysma).
Es gibt Patienten, bei denen sich der Infarkt-Schmerz in den Oberbauch verlagert, insbesondere, wenn das Gewebe an der Herzhinterwand abstirbt. Bei ihnen wird allerdings oft sowieso als erstes an ein Magengeschwür, Gallensteine oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse gedacht, was auch dahinter stecken kann.

Verhaltenstipps
Jeder Patient, der die geringsten Anzeichen eines Infarktes verspürt, muss sich sofort von einem Krankenwagen in die Klinik fahren lassen. Dabei sollte ein Notarzt anwesend sein.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Mit Angina wird in der Medizin etwas ausgedrückt, was mit einem Gefühl der Enge einhergeht. Bei einer Angina pectoris handelt es sich um ein Engegefühl in der Brust (pectoralis = zur Brust gehörend). Das Gefühl entsteht, wenn der Herzmuskel nicht mit genügend Sauerstoff versorgt wird. Bei einer Angina pectoris-Attacke läßt das Engegefühl nach einer gewissen Zeit wieder nach.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Stenokardie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Hauptursache für das Auftreten einer Angina pectoris-Attacke ist eine koronare Herzkrankheit. Bei diesem Krankheitsbild werden die Arterien, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen, im Rahmen einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) eingeengt. In Ruhe reicht die Durchblutung des Muskels meist aus. In Situationen aber, in denen das Herz vermehrt arbeiten muss, zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung, Aufregung und Stress, bei schweren Mahlzeiten, Fieber oder auch Kälte, kann der benötigte Sauerstoff nicht mehr ausreichend angeliefert werden.
Gefährdet sind vor allem Menschen, die an Bluthochdruck, zu hohen Blutfettwerten oder der Zuckerkrankheit leiden, aber auch Raucher und Übergewichtige. Gesellen sich noch Kreislaufbelastungen hinzu, beispielsweise im Rahmen einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer schweren Blutarmut (Anämie), oder schlägt das Herz zu rasch, reichen schon minimale Verkalkungen der Herzkranzgefäße, damit sich ein anginöser Schmerz einstellt.
Eine Sonderform der Angina pectoris ist die so genannte Prinzmetal-Angina. Bei ihr wird die Durchblutung des Herzmuskels zusätzlich zur Gefäßverkalkung durch ein krampfartiges Zusammenziehen des betroffenen Gefäßes behindert. In ganz wenigen Fällen liegt nicht einmal eine Gefäßverkalkung vor.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Patienten verspüren ein Bohren oder Stechen direkt hinter dem Brustbein. Häufig strahlt der Schmerz in die linke Achsel aus, manchmal sogar bis unter die Elle des linken Arms, seltener in den Hals oder in den rechten Arm. Die Symptome sind meist begleitet von einem Angstgefühl oder Atemnot. Manchmal klagen die Betroffenen auch über ein Druckgefühl im Oberbauch.
Wenn die Betroffenen zur Ruhe kommen, verschwinden die Schmerzen in der Regel von allein. Eine Attacke dauert meist weniger als fünf Minuten an.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Unterschieden wird im Verlauf vor allem zwischen der so genannten stabilen und der instabilen Angina pectoris.
Bei der stabilen Angina pectoris ereignen sich die Attacken, wenn der Herzmuskel stark beansprucht wird, wie bei körperlicher Belastung, Aufregung, Kälte oder beim Verdauen einer schweren Mahlzeit. Das Auftreten eines Anfalls ist kalkulierbar, der Betroffen kann nach einer gewissen Zeit herausfinden, bei welcher Art und welcher Stärke der Belastung er mit einer Attacke zu rechnen hat. Und er kann in der Regel damit auch gut umgehen, weil der Anfall auf so genannte Nitropräparate anspricht.
Die instabile Angina pectoris ist unberechenbar. Entweder weil sie zum erstenmal bei jemand aufgetreten ist und man noch keine Erfahrung hat, ob sie regelmäßig und bei gleichen Belastungen zu erwarten ist. Oder weil der Anfall durch immer geringere Belastungen ausgelöst wird, die Attacken immer häufiger vorkommen, die Dauer und/oder die Heftigkeit der Anfälle zunehmen oder die Medikamente immer schlechter wirken. Im Extremfall treten die Anfälle schon bei Ruhe auf.
Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, ist bei einer instabilen Angina pectoris sehr hoch einzuschätzen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Ein Angina pectoris-Anfall ist das Symptom für eine Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff, also einer koronaren Herzkrankheit. Lassen die Beschwerden jedoch nicht innerhalb kürzester Zeit nach, kann es sich auch um einen Herzinfarkt handeln. Dasselbe gilt, wenn Nitropräparate, die ein bereits erfahrener Angina pectoris-Patient in der Regel immer bei sich hat, nicht mehr ansprechen. Im Zweifelsfalle sollte immer sofort ein Notarzt geholt werden.
Brustschmerzen können auch bei anderen Krankheiten auftreten, doch haben sie in der Regel nicht den anfallsartigen Charakter einer Angina-Attacke und haben andere Auslöser. So treten beispielsweise Schmerzen hinter dem Brustbein auch bei einer Refluxkrankheit auf, doch meist zusammen mit Sodbrennen und nach dem Essen. Bestimmte Bewegungen können Burstschmerzen auslösen, wenn knöcherne Veränderungen oder Entzündungen im Rahmen einer Arthrose oder rheumatischen Erkrankung zu Grunde liegen.

Verhaltenstipps
 - Bestehende Blutgefäßveränderungen bilden sich nur selten zurück. Die einzige Chance, den Krankheitsprozess abzubremsen, ist die konsequente Einschränkung der Risikofaktoren. Das bedeutet, dass ein hoher Blutdruck, eine Zuckerkrankheit und erhöhte Bluttfette behandelt werden müssen. Auf Nikotin ist zu verzichten. Übergewicht ist abzubauen.
 - Zur Vorbeugung der Arterienverkalkung sind eine ausgewogene und fettarme Ernährung sowie regelmäßige Bewegung wichtig.
 - Treten bei körperlicher Belastung Schmerzen in der Herzgegend auf, sollte zum Ausschluss einer Verengung der Herzkranzgefäße ein Arzt aufgesucht werden.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von einer koronaren Herzkrankheit spricht man bei einer Verengung der Herzkranzgefäße.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Koronarsklerose
 - KHK (Abkürzung für Koronare Herzkrankheit)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Wie jedes andere Organ muss auch der Herzmuskel mit Blut versorgt werden. Die dafür nötigen zwei Arterien ziehen auf der Außenseite des Herzens kranzförmig um den Herzmuskel herum, daher der Name "Herzkranzgefäße".
Wird einer dieser Äste durch Ablagerungen in der Gefäßwand im Rahmen einer Gefäßverkalkung, der Arteriosklerose, eingeengt, so gelangt nicht mehr genug Sauerstoff in das von diesem Gefäß versorgte Herzmuskelgewebe.
Viele Faktoren begünstigen die Entwicklung einer Gefäßverkalkung und damit die der koronaren Herzerkrankung:
 - Ein lange Jahre erhöhter Blutdruck ist eine der häufigsten Ursachen einer Arteriosklerose, denn es kann zu Verletzungen der Arterienwand kommen.
 - Beim Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit, kommt es nicht selten schon in recht jungen Jahren zu Gefäßeinengungen.
 - Das Alter spielt eine große Rolle. Denn mit dem Alter kommt es zum Elastizitätsverlust der Gefäße, da die elastischen Fasern verschwinden und durch "starres" Bindegewebe ersetzt werden.
 - Erhöhte Blutfette stellen ein Risiko für eine Arterienverkalkung dar, weil sich das Fett in den Gefäßen ablagert.
 - Auch Rauchen schädigt auf lange Sicht die Gefäße.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die meisten Betroffenen haben in Ruhe keinerlei Beschwerden, da die Durchblutung des Herzmuskels ausreicht. In Situationen aber, in denen das Herz vermehrt arbeiten muss, beispielsweise körperliche Anstrengung, Aufregung, psychischer Stress, schwere Mahlzeiten, Fieber oder auch Kälte, benötigt der Herzmuskel mehr Sauerstoff, der durch die verengten Gefäße nicht ausreichend angeliefert werden kann. Die Patienten bemerken plötzliche einsetzende Beschwerden im Brustkorb, die so genannte Angina pectoris. Übersetzt heißt dies "Enge in der Brust". Sie klagen dabei über krampfartige, starke Schmerzen in der Herzgegend, die in den linken Arm, Rücken oder Hals ausstrahlen können, begleitet von einem Enge- oder Beklemmungsgefühl in der Brust. Oft empfinden die Betroffenen Angst oder Atemnot. Wenn sie zur Ruhe kommen verschwinden die Schmerzen in der Regel von selbst wieder.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Eine sehr häufige Folge der Arteriosklerose der Herzgefäße ist die Herzschwäche. Denn wenn das Herz lange Zeit nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, nimmt die Herzleistung ab. Es kommt zur Rechts- oder Linksherzschwäche. Sind beide Herzhälften schwach, so spricht man von einer globalen Herzschwäche.
Die Verengung der Herzkranzgefäße kann Herzrhythmusstörungen verursachen.
Wenn eines der Herzkranzgefäße plötzlich vollständig verschlossen ist, kommt es zu einem Herzinfarkt.
In 25% der Fälle führt die Koronarsklerose zum "plötzlichen Herztod", ohne dass zuvor Beschwerden aufgetreten sind.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Brustschmerzen bei Belastung sprechen in der Regel für eine koronare Herzerkrankung. Doch auch eine ausgeprägte Refluxkrankheit mit Sodbrennen verursacht Schmerzen hinter dem Brustbein. Diese treten allerdings meist nach dem Essen auf. Brustschmerzen, die durch knöcherne Veränderungen, eine Entzündung im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung oder einer Arthrose bedingt sind, werden meist durch Bewegungen des Brustkorbs ausgelöst.

Verhaltenstipps
 - Bestehende Blutgefäßveränderungen bilden sich nur selten zurück. Die einzige Chance, den Krankheitsprozess abzubremsen, ist die konsequente Einschränkung der Risikofaktoren. Das bedeutet, dass ein hoher Blutdruck, eine Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfette behandelt werden müssen. Auf Nikotin ist zu verzichten. Übergewicht muss reduziert werden.
 - Zur Vorbeugung der Arterienverkalkung sind eine ausgewogene und fettarme Ernährung sowie regelmäßige Bewegung wichtig.
 - Treten bei körperlicher Belastung Schmerzen in der Herzgegend auf, sollte zum Ausschluss einer Verengung der Herzkranzarterien ein Arzt aufgesucht werden.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Durchblutungsstörungen der Herzkranzarterien.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Ursache ist die Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Hierbei kommt es zu kleinen Einrissen in der Gefäßwand, in denen sich Fette und Kalk ablagern. Langfristig führt dies zur Gefäßeinengung.
In Ruhe reicht der Sauerstoff, welcher mit dem Blut durch die verengten Gefäße transportiert werden kann zur Durchblutung des Herzmuskels aus. Bei Anstrengung dagegen wird der Muskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Folge sind Schmerzen in der Herzgegend infolge einer Sauerstoffunterversorgung des Herzmuskels.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Mit der Bezeichnung akutes Koronarsyndrom werden die instabile Angina pectoris und der Herzinfarkt zusammengefasst. Beiden gemeinsam sind plötzlich auftretende brennende oder drückende Schmerzen im Brustraum, welche in verschiedene Bereiche des Oberkörpers, z.B. in den linken Arm, ausstrahlen können. Im Gegensatz zur stabilen Angina pectoris bessern sich die Beschwerden nach Gabe eines gefäßerweiternden Arzneimittels nicht.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Verlauf und eventuelle Komplikationen sind vom Ausmaß der Gefäßverengung abhängig. Während bei einer instabilen Angina pectoris das Gefäß stark verengt, aber noch durchlässig ist, ist es beim Herzinfarkt komplett verschlossen. Letzteres kann daher zu größeren Schäden am Herzmuskel führen, welches beispielsweise eine Herzschwäche zur Folge haben kann.
Doch dank einer Therapiekombination aus Medikamenten und einer Erweiterung des verengten oder verstopften Gefäßes kann die Erkrankung meist beseitigt werden, so dass Spätfolgen und schwerwiegende Komplikationen wie gefährliche Herzrhythmusstörungen heute zunehmend seltener auftreten.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Eine ganze Reihe von Erkrankungen kann zu Brustschmerzen führen. So könnte eine Lungenembolie diese verursachen, aber auch sehr hohe Blutdruckwerte im Rahmen einer Hypertonie. Häufig aber sind die Beschwerden durch Veränderungen in der Brustwirbelsäule verursacht. Ebenso können die Symptome einer Refluxkrankheit denen des akuten Koronarsyndroms ähneln.


Verhaltenstipps
 - bei plötzlich auftretenden Schmerzen im Brustkorb muss immer sofort ein Arzt aufgesucht oder der Notarzt alarmiert werden!

Bearbeitungsstand: 15.08.2011

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Erstdosis - einmalige Gabe: Folgebehandlung: Erwachsene unter 60 kg Körpergewicht: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung. Folgebehandlung: Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene6 Tabletten6 Tablettenvor der ersten Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einer verlängerten Blutungszeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 10,98 mg Prasugrel hydrochlorid
entspricht 10 mg Prasugrel
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Mannitol
Hilfstoff + Croscarmellose natrium
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Magnesium stearat
Hilfstoff + Lactose-1-Wasser
entspricht 2,1 mg Lactose
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Triacetin
Hilfstoff + Eisen(III)-oxid
Hilfstoff + Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
Hilfstoff + Talkum
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.