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06561946
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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Dabigatran ist ein Arzneistoff zur Hemmung der Blutgerinnung. Der Wirkstoff ist ein direkter Thrombinhemmer. Da Thrombin in der Gerinnungskaskade eine wichtige Rolle spielt, verhindert seine Hemmung die Entstehung von Blutgerinnseln. Darüber hinaus hemmt Dabigatran sowohl freies als auch fibringebundenes Thrombin und die thrombininduzierte Thrombozytenaggregation (Zusammenlagerung bzw. Verklumpung von Blutplättchen).
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Geben Sie vor einer Operation - dazu zählen auch kleinere Eingriffe wie z.B. das Ziehen eines Zahnes - die Einnahme/Anwendung des Arzneimittels an, da die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Aktive Blutungen
- Erhöhte Blutungsneigung
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Bösartige Tumore mit hohem Blutungsrisiko
- Hirn- oder Rückenmarksverletzungen, kürzlich aufgetreten
- Operationen an Gehirn, Rückenmark oder Augen, kürzlich zurückliegend
- Hirnblutungen, kürzlich aufgetreten
- Krampfadern der Speiseröhre
- Gefäßfehlbildungen
- Aneurysmen (Ausbuchtung der Gefäßwände)
- Gefäßfehlbildungen des Rückenmarks oder des Gehirns
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Lebererkrankungen mit Auswirkung auf das Überleben
- Patienten mit künstlichen Herzklappen

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Anämie (Blutarmut)
- Nasenbluten
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Bauchschmerzen
- Durchfälle
- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
- Blutungen im Analbereich
- Hautblutungen
- Blutungen im Urogenitaltrakt
- Ausscheidung von Blutbestandteilen mit dem Urin
- Verminderte Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin)
- Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
- Allergische Reaktionen
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Hirnblutungen
- Blutergüsse
- Blutungen
- Bluthusten
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Geschwüre in der Speiseröhre
- Entzündungen des Magens und der Speiseröhre
- Refluxkrankheit
- Erbrechen
- Schluckstörungen
- Leberfunktionsstörungen
- Abnorme Leberfunktionstests
- Anstieg der Leberwerte
- Bluterguss in einem Gelenk
- Blutungen nach Verletzung

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Vorbeugung von wiederkehrender Lungenembolie
- Behandlung von Lungenembolie
- Vorbeugung von wiederkehrendem Gefäßverschluss tiefer Venen (tiefe Venenthrombose)
- Behandlung von Gefäßverschluss der Venen (tiefe Venenthrombose)
- Vorbeugung von Embolie bei Vorhofflimmern bei weiterer Begleiterkrankung oder Risiko
- Vorbeugung von Schlaganfall bei Vorhofflimmern bei weiterer Begleiterkrankung oder Risiko


Was ist das? - Definition
Verstopfung eines Gefäßes durch mit dem Blut angeschwemmtes Material.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Gefäßverschluss

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Gefäß bezeichnet. Löst sich der Thrombus und wird mit dem Blutstrom weggeschwemmt, nennt man ihn "Embolus". Verengt dieser Embolus ein Gefäß und stoppt somit die Blutversorgung eines Organs, spricht man von einer Embolie. Meist stammen die Thromben aus Beinvenenthrombosen. Die Thromben können sich lösen, wenn die Thrombose noch ganz frisch ist und sie deshalb noch nicht fest mit der Gefäßwand verwachsen sind. Aber auch im Herzen können sich bei bestimmten Herzrhythmusstörungen kleine Blutgerinnsel bilden, welche mit dem Blutstrom mitgerissen werden können.
Bei einer ausgeprägten Arteriosklerose (Arterienverkalkung) lösen sich gelegentlich Verklumpungen (sog. Cholesterinplaques) von der Gefäßwand und werden fortgeschwemmt.
Sehr selten ist eine Luftembolie: besonders bei großen Knochenbrüchen kann Luft in die Blutbahn gelangen und ebenfalls ein Blutgefäß verschließen.
Bösartige Tumorzellen können sich über die Blutbahn verstreuen und somit ebenfalls Gefäße verstopfen.
Unter einer septischen Embolie versteht man die Streuung von Bakterienherden über die Blutbahn, z.B. im Rahmen einer Blutvergiftung.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Im blockierten Gefäß ist kein Blutfluss mehr möglich. Folge ist eine Minderversorgung des betroffenen Gewebes mit Sauerstoff. Dies verursacht im betroffenen Gebiet erhebliche, plötzlich auftretende Schmerzen.
So führt ein akuter Arterienverschluss zu stärksten Schmerzen im betroffenen Arm oder Bein.
Ist im Bereich des Darmes ein Gefäß nicht mehr durchgängig, können Teile des Darmes absterben.
Die häufigste Ursache einer Embolie ist eine Thrombose der tiefen Bein- oder Beckenvenen. Ein von hier weggeschwemmtes Blutgerinnsel gelangt über den Blutstrom in die Lunge. Folge ist eine Lungenembolie, welche typischerweise zu plötzlicher, schwerer Atemnot führt. Ähnliche Beschwerden macht auch die Luftembolie, denn auch hier gelangen die Luftblasen über Blutgefäße in die Lunge.
Stammt das fortgeschwemmte Blutgerinnsel aus dem linken Herzteil, gelangt es mit dem Blut in das Gehirn. Folge ist ein mehr oder weniger ausgeprägter Schlaganfall.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Insgesamt gesehen hängt der Verlauf einer Embolie von der betroffenen Region, dem Ausmaß der Durchblutungsstörung und von der Schnelligkeit der Therapieeinleitung ab.
Eine Lungenembolie verläuft oft unbemerkt, weil die Symptome so wenig ausgeprägt sind. Ist aber ein großes Lungengefäß verstopft, kann es zu einer Überlastung des rechten Herzens kommen. Denn durch das verstopfte Gefäß, welches nicht durchblutet wird, erhöht sich schlagartig der Blutdruck in der Lunge. Die rechte Herzhälfte, welche das Blut in die Lunge pumpt, kann dadurch so überlastet sein, dass es zu einer akuten Rechtsherzschwäche und im schlimmsten Falle zum plötzlichen Herzversagen kommt.
Wird der Verschluss einer Bein- oder Armarterie rasch entdeckt und behandelt, lassen sich Folgeschäden vermeiden. Ähnliches gilt für den Verschluss einer Darmarterie. Lassen sich die betroffenen Darmabschnitte nicht retten, müssen sie operativ entfernt werden.
Der Verlauf eines Schlaganfalles aufgrund einer Embolie ist neben anderen Faktoren, z.B. Alter des Betroffenen, Ausmaß der Durchblutungsstörung, ebenfalls ganz erheblich davon abhängig, wie lange es dauert, bis erste Therapiemaßnahmen ergriffen werden.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Atemnot, das Leitsymptom der Lungenembolie, ist ein Anzeichen verschiedenster Erkrankungen. So führt eine Lungenentzündung, genauso wie ein Asthmaanfall oder die Hyperventilation (eine Form der beschleunigten Atmung) zur Atemnot.


Verhaltenstipps
 - Bei jeder plötzlich auftretenden Atemnot sollte zum Ausschluss einer Lungenembolie der Arzt verständigt werden!

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Verstopfung eines Gefäßes durch mit dem Blut angeschwemmtes Material.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Gefäßverschluss

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Gefäß bezeichnet. Löst sich der Thrombus und wird mit dem Blutstrom weggeschwemmt, nennt man ihn "Embolus". Verengt dieser Embolus ein Gefäß und stoppt somit die Blutversorgung eines Organs, spricht man von einer Embolie. Meist stammen die Thromben aus Beinvenenthrombosen. Die Thromben können sich lösen, wenn die Thrombose noch ganz frisch ist und sie deshalb noch nicht fest mit der Gefäßwand verwachsen sind. Aber auch im Herzen können sich bei bestimmten Herzrhythmusstörungen kleine Blutgerinnsel bilden, welche mit dem Blutstrom mitgerissen werden können.
Bei einer ausgeprägten Arteriosklerose (Arterienverkalkung) lösen sich gelegentlich Verklumpungen (sog. Cholesterinplaques) von der Gefäßwand und werden fortgeschwemmt.
Sehr selten ist eine Luftembolie: besonders bei großen Knochenbrüchen kann Luft in die Blutbahn gelangen und ebenfalls ein Blutgefäß verschließen.
Bösartige Tumorzellen können sich über die Blutbahn verstreuen und somit ebenfalls Gefäße verstopfen.
Unter einer septischen Embolie versteht man die Streuung von Bakterienherden über die Blutbahn, z.B. im Rahmen einer Blutvergiftung.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Im blockierten Gefäß ist kein Blutfluss mehr möglich. Folge ist eine Minderversorgung des betroffenen Gewebes mit Sauerstoff. Dies verursacht im betroffenen Gebiet erhebliche, plötzlich auftretende Schmerzen.
So führt ein akuter Arterienverschluss zu stärksten Schmerzen im betroffenen Arm oder Bein.
Ist im Bereich des Darmes ein Gefäß nicht mehr durchgängig, können Teile des Darmes absterben.
Die häufigste Ursache einer Embolie ist eine Thrombose der tiefen Bein- oder Beckenvenen. Ein von hier weggeschwemmtes Blutgerinnsel gelangt über den Blutstrom in die Lunge. Folge ist eine Lungenembolie, welche typischerweise zu plötzlicher, schwerer Atemnot führt. Ähnliche Beschwerden macht auch die Luftembolie, denn auch hier gelangen die Luftblasen über Blutgefäße in die Lunge.
Stammt das fortgeschwemmte Blutgerinnsel aus dem linken Herzteil, gelangt es mit dem Blut in das Gehirn. Folge ist ein mehr oder weniger ausgeprägter Schlaganfall.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Insgesamt gesehen hängt der Verlauf einer Embolie von der betroffenen Region, dem Ausmaß der Durchblutungsstörung und von der Schnelligkeit der Therapieeinleitung ab.
Eine Lungenembolie verläuft oft unbemerkt, weil die Symptome so wenig ausgeprägt sind. Ist aber ein großes Lungengefäß verstopft, kann es zu einer Überlastung des rechten Herzens kommen. Denn durch das verstopfte Gefäß, welches nicht durchblutet wird, erhöht sich schlagartig der Blutdruck in der Lunge. Die rechte Herzhälfte, welche das Blut in die Lunge pumpt, kann dadurch so überlastet sein, dass es zu einer akuten Rechtsherzschwäche und im schlimmsten Falle zum plötzlichen Herzversagen kommt.
Wird der Verschluss einer Bein- oder Armarterie rasch entdeckt und behandelt, lassen sich Folgeschäden vermeiden. Ähnliches gilt für den Verschluss einer Darmarterie. Lassen sich die betroffenen Darmabschnitte nicht retten, müssen sie operativ entfernt werden.
Der Verlauf eines Schlaganfalles aufgrund einer Embolie ist neben anderen Faktoren, z.B. Alter des Betroffenen, Ausmaß der Durchblutungsstörung, ebenfalls ganz erheblich davon abhängig, wie lange es dauert, bis erste Therapiemaßnahmen ergriffen werden.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Atemnot, das Leitsymptom der Lungenembolie, ist ein Anzeichen verschiedenster Erkrankungen. So führt eine Lungenentzündung, genauso wie ein Asthmaanfall oder die Hyperventilation (eine Form der beschleunigten Atmung) zur Atemnot.


Verhaltenstipps
 - Bei jeder plötzlich auftretenden Atemnot sollte zum Ausschluss einer Lungenembolie der Arzt verständigt werden!

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bei einer Thrombose rotten sich Blutbestandteile in Form eines Blutgerinnsels in der Ader zusammen und bilden einen Pfropf, der das Gefäß im schlimmsten Fall vollständig verstopft. Dadurch kommt der lebenserhaltende Blutfluss in der betroffenen Ader zum Erliegen. Ein Gerinnsel kann sich in den Arterien und den Venen, bis hin zu ihren kleinsten Ausläufern (Kapillaren) und den Blutgefäßen im Herzen entwickeln.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Wenn sich eine Thrombose entwickelt, treffen meist drei entscheidende Faktoren aufeinander:
 - Die Wand eines Blutgefäßes verändert sich, weil sie sich entzündet oder sich minimale Verletzungen ausbilden.
 - Der Blutstrom verlangsamt sich, beispielsweise im Zuge einer längeren Bettlägerigkeit oder unter einem Gipsverband. Auch ein genereller Blutstau im Rahmen einer Herzschwäche hindert das Blut daran, schnell genug durch die Adern zu strömen. In Krampfadern kommt es zusätzlich zu Verwirbelungen.
 - Faktoren, die die Blutgerinnung fördern, gewinnen die Oberhand und ihre Gegenspieler schaffen es nicht mehr, gebildete Gerinnsel wieder aufzulösen.
Fachleute unterscheiden je nach Aussehen und Zusammensetzung zwei unterschiedliche Arten von Gerinnseln. Wenn sich vor allem Blutplättchen zusammenballen und an einer defekten Stelle der Gefäßwand hängen bleiben, entsteht ein so genannter Abscheidungs-Plättchenthrombus. Er haftet fest an der Gefäßwand, füllt aber die betroffene Ader nicht vollkommen aus. Man erkennt einen solchen Pfropf an seiner weißen Farbe. Seine Oberfläche ist leicht geriffelt. Meistens kommt er in schmalen Blutgefäßen vor, in denen das Blut relativ rasch fließt, also hauptsächlich in den Adern des arteriellen Strombettes. Bei einem Gerinnungsthrombus vernetzen sich hingegen lange Blutfaserstoffe und schließen in ihren Zwischenräumen viele rote Blutkörperchen, aber auch andere Blutzellen ein. Gerinnungsthromben verstopfen eine Ader komplett, haften allerdings nicht fest an der Gefäßwand. Diese Gerinnsel sind rot gefärbt und zeichnen sich durch ihre glatte Oberfläche aus. Man findet sie hauptsächlich in den Venen.
Weit verbreitet sind Thrombosen in den Bein- oder Beckenvenen. Seltener sind Venen im Bereich des Schlüsselbeins oder der Schulter betroffen. Meistens entstehen Thrombosen im oberen Bereich des Körpers dadurch, dass die betroffenen Venen beispielsweise im Rahmen einer Daueranstrengung beim Krafttraining oder angestrengtem Holzhacken, aber auch durch das lange Tragen eines schweren Rucksacks dauerhaft zusammengepresst werden. Manchmal steckt auch ein zentraler Katheter, der über eine lange Zeitspanne hinweg in der Vene bleibt, hinter einer solchen Thrombose.
Risikofaktoren für Thrombosen sind insbesondere:
 - Übergewicht
 - höheres Alter
 - erbliche Veranlagung mit Störungen der Gerinnungsfaktoren
 - Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzschwäche, Leberzirrhose, Herzinfarkt, Kreislaufschock
 - Therapie mit Ovulationshemmern ("Antibabypille"), Östrogenen, Neuroleptika
 - bösartige Geschwüre im Bereich des Bauches
 - Operationen (besonders nach Becken-, Kniegelenk- und Hüftoperationen)
 - langes Sitzen im Flugzeug oder Auto, Bettlägerigkeit


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Thrombosen gehen meist mit Schmerzen und Schwellungen einher. Zusätzlich färbt sich die Haut bläulich. Eventuell treten seitliche Nebenäste, die von den Hauptgefäßen abzweigen, sichtbar hervor.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im Zuge einer Thrombose kann es zur schlimmstenfalls Lungenembolie kommen. Besonders hoch ist das Risiko, eine Embolie zu entwickeln, bei Thrombosen der Beckenvene. Jeder abgeheilten Thrombose kann nach einiger Zeit ein neues Gerinnsel nachfolgen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Bei einer Thrombose ohne erkennbare Ursache, insbesondere wenn sie die Venen des Achsel- oder Schulterbereiches verstopft, muss der Arzt ausschließen, dass sich keine Geschwulst im Brustkorb, am Schultergürtel oder am Schlüsselbein breitmacht.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Auf längeren Reisen mit dem Auto, Reisebus oder Flugzeug sollte für einen ungehinderten Blutfluss gesorgt werden. Um den Blutstrom von den Füßen zurück zum Herzen zu unterstützen, sollte ausreichend Flüssigkeit zugeführt (viel trinken), spezielle Gymnastikübungen für Füße und Beine durchgeführt und bei Bedarf Stütz- oder Reisestrümpfe getragen werden. Auch Massagen unterstützen den Blutfluss.
 - Um den Bluttransport mit Hilfe der Muskulatur zu unterstützen, kann man eine geeignete Sportart wählen, die vor allem die Waden trainiert wie Rad fahren oder wandern.
 - Zusätzliche Risikofaktoren, die zur Gefäßverengung führen können, wie Rauchen, sollte generell vermieden werden.
 - Bei Auftreten von Symptomen sollte direkt ein Arzt aufgesucht werden, um eine geeignete Therapie einzuleiten und Verhaltensregeln abzusprechen.


Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bei einer Thrombose rotten sich Blutbestandteile in Form eines Blutgerinnsels in der Ader zusammen und bilden einen Pfropf, der das Gefäß im schlimmsten Fall vollständig verstopft. Dadurch kommt der lebenserhaltende Blutfluss in der betroffenen Ader zum Erliegen. Ein Gerinnsel kann sich in den Arterien und den Venen, bis hin zu ihren kleinsten Ausläufern (Kapillaren) und den Blutgefäßen im Herzen entwickeln.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Wenn sich eine Thrombose entwickelt, treffen meist drei entscheidende Faktoren aufeinander:
 - Die Wand eines Blutgefäßes verändert sich, weil sie sich entzündet oder sich minimale Verletzungen ausbilden.
 - Der Blutstrom verlangsamt sich, beispielsweise im Zuge einer längeren Bettlägerigkeit oder unter einem Gipsverband. Auch ein genereller Blutstau im Rahmen einer Herzschwäche hindert das Blut daran, schnell genug durch die Adern zu strömen. In Krampfadern kommt es zusätzlich zu Verwirbelungen.
 - Faktoren, die die Blutgerinnung fördern, gewinnen die Oberhand und ihre Gegenspieler schaffen es nicht mehr, gebildete Gerinnsel wieder aufzulösen.
Fachleute unterscheiden je nach Aussehen und Zusammensetzung zwei unterschiedliche Arten von Gerinnseln. Wenn sich vor allem Blutplättchen zusammenballen und an einer defekten Stelle der Gefäßwand hängen bleiben, entsteht ein so genannter Abscheidungs-Plättchenthrombus. Er haftet fest an der Gefäßwand, füllt aber die betroffene Ader nicht vollkommen aus. Man erkennt einen solchen Pfropf an seiner weißen Farbe. Seine Oberfläche ist leicht geriffelt. Meistens kommt er in schmalen Blutgefäßen vor, in denen das Blut relativ rasch fließt, also hauptsächlich in den Adern des arteriellen Strombettes. Bei einem Gerinnungsthrombus vernetzen sich hingegen lange Blutfaserstoffe und schließen in ihren Zwischenräumen viele rote Blutkörperchen, aber auch andere Blutzellen ein. Gerinnungsthromben verstopfen eine Ader komplett, haften allerdings nicht fest an der Gefäßwand. Diese Gerinnsel sind rot gefärbt und zeichnen sich durch ihre glatte Oberfläche aus. Man findet sie hauptsächlich in den Venen.
Weit verbreitet sind Thrombosen in den Bein- oder Beckenvenen. Seltener sind Venen im Bereich des Schlüsselbeins oder der Schulter betroffen. Meistens entstehen Thrombosen im oberen Bereich des Körpers dadurch, dass die betroffenen Venen beispielsweise im Rahmen einer Daueranstrengung beim Krafttraining oder angestrengtem Holzhacken, aber auch durch das lange Tragen eines schweren Rucksacks dauerhaft zusammengepresst werden. Manchmal steckt auch ein zentraler Katheter, der über eine lange Zeitspanne hinweg in der Vene bleibt, hinter einer solchen Thrombose.
Risikofaktoren für Thrombosen sind insbesondere:
 - Übergewicht
 - höheres Alter
 - erbliche Veranlagung mit Störungen der Gerinnungsfaktoren
 - Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzschwäche, Leberzirrhose, Herzinfarkt, Kreislaufschock
 - Therapie mit Ovulationshemmern ("Antibabypille"), Östrogenen, Neuroleptika
 - bösartige Geschwüre im Bereich des Bauches
 - Operationen (besonders nach Becken-, Kniegelenk- und Hüftoperationen)
 - langes Sitzen im Flugzeug oder Auto, Bettlägerigkeit


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Thrombosen gehen meist mit Schmerzen und Schwellungen einher. Zusätzlich färbt sich die Haut bläulich. Eventuell treten seitliche Nebenäste, die von den Hauptgefäßen abzweigen, sichtbar hervor.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im Zuge einer Thrombose kann es zur schlimmstenfalls Lungenembolie kommen. Besonders hoch ist das Risiko, eine Embolie zu entwickeln, bei Thrombosen der Beckenvene. Jeder abgeheilten Thrombose kann nach einiger Zeit ein neues Gerinnsel nachfolgen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Bei einer Thrombose ohne erkennbare Ursache, insbesondere wenn sie die Venen des Achsel- oder Schulterbereiches verstopft, muss der Arzt ausschließen, dass sich keine Geschwulst im Brustkorb, am Schultergürtel oder am Schlüsselbein breitmacht.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Auf längeren Reisen mit dem Auto, Reisebus oder Flugzeug sollte für einen ungehinderten Blutfluss gesorgt werden. Um den Blutstrom von den Füßen zurück zum Herzen zu unterstützen, sollte ausreichend Flüssigkeit zugeführt (viel trinken), spezielle Gymnastikübungen für Füße und Beine durchgeführt und bei Bedarf Stütz- oder Reisestrümpfe getragen werden. Auch Massagen unterstützen den Blutfluss.
 - Um den Bluttransport mit Hilfe der Muskulatur zu unterstützen, kann man eine geeignete Sportart wählen, die vor allem die Waden trainiert wie Rad fahren oder wandern.
 - Zusätzliche Risikofaktoren, die zur Gefäßverengung führen können, wie Rauchen, sollte generell vermieden werden.
 - Bei Auftreten von Symptomen sollte direkt ein Arzt aufgesucht werden, um eine geeignete Therapie einzuleiten und Verhaltensregeln abzusprechen.


Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Verstopfung eines Gefäßes durch mit dem Blut angeschwemmtes Material.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Gefäßverschluss

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Gefäß bezeichnet. Löst sich der Thrombus und wird mit dem Blutstrom weggeschwemmt, nennt man ihn "Embolus". Verengt dieser Embolus ein Gefäß und stoppt somit die Blutversorgung eines Organs, spricht man von einer Embolie. Meist stammen die Thromben aus Beinvenenthrombosen. Die Thromben können sich lösen, wenn die Thrombose noch ganz frisch ist und sie deshalb noch nicht fest mit der Gefäßwand verwachsen sind. Aber auch im Herzen können sich bei bestimmten Herzrhythmusstörungen kleine Blutgerinnsel bilden, welche mit dem Blutstrom mitgerissen werden können.
Bei einer ausgeprägten Arteriosklerose (Arterienverkalkung) lösen sich gelegentlich Verklumpungen (sog. Cholesterinplaques) von der Gefäßwand und werden fortgeschwemmt.
Sehr selten ist eine Luftembolie: besonders bei großen Knochenbrüchen kann Luft in die Blutbahn gelangen und ebenfalls ein Blutgefäß verschließen.
Bösartige Tumorzellen können sich über die Blutbahn verstreuen und somit ebenfalls Gefäße verstopfen.
Unter einer septischen Embolie versteht man die Streuung von Bakterienherden über die Blutbahn, z.B. im Rahmen einer Blutvergiftung.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Im blockierten Gefäß ist kein Blutfluss mehr möglich. Folge ist eine Minderversorgung des betroffenen Gewebes mit Sauerstoff. Dies verursacht im betroffenen Gebiet erhebliche, plötzlich auftretende Schmerzen.
So führt ein akuter Arterienverschluss zu stärksten Schmerzen im betroffenen Arm oder Bein.
Ist im Bereich des Darmes ein Gefäß nicht mehr durchgängig, können Teile des Darmes absterben.
Die häufigste Ursache einer Embolie ist eine Thrombose der tiefen Bein- oder Beckenvenen. Ein von hier weggeschwemmtes Blutgerinnsel gelangt über den Blutstrom in die Lunge. Folge ist eine Lungenembolie, welche typischerweise zu plötzlicher, schwerer Atemnot führt. Ähnliche Beschwerden macht auch die Luftembolie, denn auch hier gelangen die Luftblasen über Blutgefäße in die Lunge.
Stammt das fortgeschwemmte Blutgerinnsel aus dem linken Herzteil, gelangt es mit dem Blut in das Gehirn. Folge ist ein mehr oder weniger ausgeprägter Schlaganfall.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Insgesamt gesehen hängt der Verlauf einer Embolie von der betroffenen Region, dem Ausmaß der Durchblutungsstörung und von der Schnelligkeit der Therapieeinleitung ab.
Eine Lungenembolie verläuft oft unbemerkt, weil die Symptome so wenig ausgeprägt sind. Ist aber ein großes Lungengefäß verstopft, kann es zu einer Überlastung des rechten Herzens kommen. Denn durch das verstopfte Gefäß, welches nicht durchblutet wird, erhöht sich schlagartig der Blutdruck in der Lunge. Die rechte Herzhälfte, welche das Blut in die Lunge pumpt, kann dadurch so überlastet sein, dass es zu einer akuten Rechtsherzschwäche und im schlimmsten Falle zum plötzlichen Herzversagen kommt.
Wird der Verschluss einer Bein- oder Armarterie rasch entdeckt und behandelt, lassen sich Folgeschäden vermeiden. Ähnliches gilt für den Verschluss einer Darmarterie. Lassen sich die betroffenen Darmabschnitte nicht retten, müssen sie operativ entfernt werden.
Der Verlauf eines Schlaganfalles aufgrund einer Embolie ist neben anderen Faktoren, z.B. Alter des Betroffenen, Ausmaß der Durchblutungsstörung, ebenfalls ganz erheblich davon abhängig, wie lange es dauert, bis erste Therapiemaßnahmen ergriffen werden.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Atemnot, das Leitsymptom der Lungenembolie, ist ein Anzeichen verschiedenster Erkrankungen. So führt eine Lungenentzündung, genauso wie ein Asthmaanfall oder die Hyperventilation (eine Form der beschleunigten Atmung) zur Atemnot.


Verhaltenstipps
 - Bei jeder plötzlich auftretenden Atemnot sollte zum Ausschluss einer Lungenembolie der Arzt verständigt werden!

Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Ein Schlaganfall ist ein komplexes Krankheitsbild, das mit Bewusstlosigkeit, Sprechstörungen und Lähmungen einhergeht. Ausgelöst werden die Störungen bei einem unblutigen Gehirnschlag, einem Hirninfarkt, durch eine mangelnde Durchblutung bestimmter Hirnregionen. Bei einem so genannten blutigen Schlaganfall führen starke Einblutungen in einer Hirnregion zu den Störungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Apoplex
 - Hirninfarkt
 - Stroke
 - Gehirnschlag

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Bei einem unblutigen Schlaganfall versperrt ein Hindernis dem Blut die Bahn durch bestimmte Bereiche des Gehirns. Dem von dem Gefäß versorgten Areal mangelt es rasch an Sauerstoff und damit an Energie, die das Gewebe benötigt, um seine vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können. Häufig verstopft ein Gerinnsel, das sich aus der Wand einer verkalkten Arterie löst und ins Gehirn geschwemmt wird, ein wichtiges Gefäß. Manchmal verdicken Ablagerungen oder Entzündungen die Wand eines Blutgefäßes, bis schließlich kein Blut mehr hindurchkommt.
Einem blutigen Schlaganfall liegt ein Bluthochdruck und meist zusätzlich eine Verkalkung der Gehirnarterien zu Grunde. Durch die oft jahrelange Belastung und die spröde gewordene Arterienwand, kann es irgendwann zu einer Gefäßzerreissung kommen, eine Massenblutung tritt aus ins Gehirngewebe und schädigt es.
Es gibt viele Risikofaktoren für einen Schlaganfall:
 - Hoher Blutdruck: Die Gefahr einen Gehirnschlag zu erleiden steigt gegenüber jemand mit normalen Blutdruckwerten um den Faktor 4.
 - Familiäre Vorbelastung
 - Zunehmendes Lebenalter
 - Koronare Herzerkrankung, also eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße
 - Übermäßiger Alkoholkonsum
 - Rauchen
 - Die Einnahme der Anti-Baby-Pille
 - Bei Frauen: Migräne vor den Wechseljahren
 - Übergewicht
 - Störungen des Fettstoffwechsels
Männer werden von einem Gehirnschlag häufiger betroffen als Frauen, wobei sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern mit zunehmendem Lebensalter verringert.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Symptome eines unblutigen oder eines blutigen Schlaganfalls sind sehr ähnlich. Erst im Krankenhaus kann nach diversen Untersuchungen wie zum Beispiel einem Computertomogramm ein unblutiger Gehirnschlag von einem blutigen unterschieden werden.
Kurz vor einem Schlaganfall treibt oft eine innere Unruhe die Menschen um, manche werden in der Nacht plötzlich sehr aktiv. Sie fühlen sich deprimiert und leicht reizbar; ihre Konzentration lässt nach. Alarmierende Vorboten sind Kopfschmerzen und Schwindel. Häufig ereignet sich ein Apoplex in einer Ruhephase, etwa am frühen Morgen. Kommt es schließlich zum Infarkt, verlieren manche Betroffenen das Bewusstsein. Strömt sieben bis zehn Minuten lang kein Sauerstoff durch das Gewebe des Gehirns, trägt es unwiderrufliche Schäden davon.
Das Ausmaß der Störungen hängt unter anderem davon ab, wie groß das Versorgungsgebiet des Gefäßes ist, das betroffen ist, ob sich das Blut eventuell einen Ersatzweg bahnen kann und ob es besonders zähflüssig ist. Wenn nur ein sehr kleines Gefäß verstopft ist, dann verliert der Patient sehr spezielle Fähigkeiten, zum Beispiel wird er nicht komplett blind, sondern kann eventuell nur Gesichter nicht mehr erkennen und sie Personen zuordnen. Ist dagegen ein großes Gefäß betroffen, kann es beispielsweise zu einer kompletten Lähmung einer Körperhälfte kommen.
Neben der Größe des betroffenen Versorgungsgebietes bestimmt jedoch vor allem die Lokalisation des geschädigten Areals die Ausfälle:
Ein Großhirninfarkt endet häufig mit einer halbseitigen Lähmung, gekoppelt mit dem Unvermögen, die Gesichtsmuskeln zu bewegen. Ein Infarkt im Hirnstamm zieht eine vollkommene Lähmung aller Gliedmaßen mit sich; selbst die Augäpfel reagieren nicht mehr. Liegt die Durchblutungsstörung im Kleinhirn, kann sich der Patient mit einer Körperhälfte nur noch unkontrolliert bewegen. Verliert ein Schlaganfallpatient die Fähigkeit zu sprechen, kann das geschädigte Gebiet sowohl im Klein- als auch im Großhirn liegen. Der Unterschied besteht darin, dass er sich bei einem Infarkt im Kleinhirn mit dem Sprechen schwer tut, während die Sprache teilweise oder ganz verloren gehen kann (z.B. mit Wortfindungsstörungen, Unfähigkeit richtige Sätze zu bilden etc.), wenn das Großhirn betroffen ist.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Ein Drittel der Schlaganfallpatienten kann hinterher wieder eine geregelte Tätigkeit aufnehmen. Etwa ein Drittel muss jedoch nach einem Apoplex sogar in ein Pflegeheim. Statistisch stirbt jeder zweite Schlaganfallpatient innerhalb von fünf Jahren. Dabei hängt die Sterblichkeit im Wesentlichen davon ab, ob andere Erkrankungen im Herz und Kreislaufbereich existieren, wie ein Bluthochdruck oder ein Thromboserisiko.
Störungen an den Nervenbahnen bilden sich normalerweise vollständig zurück; Motorik, also die Fähigkeit sich zu bewegen und Sprachfähigkeit bleiben jedoch meist angeschlagen. Mit einer Rehabilitation sollten die Patienten möglichst frühzeitig beginnen. Je früher, umso besser sind die Chancen möglichst viele verlorengegangene Fähigkeiten wieder zu erlangen. Spezielle Krankengymnastik verhindert Geschwüre auf der Haut und Knochenbrüche, die sich die Betroffenen durch unkontrollierte, spastische Bewegungen zuziehen. Geht die Fähigkeit zu sprechen verloren, hilft ein Logopäde.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Ein Bluterguss im Bereich der äußeren straffen Hülle des zentralen Nervensystems, eine Thrombose in einer Hirnvene oder eine Verletzung des Schädels und somit oft auch des Gehirns nach einem Sturz haben ähnliche Störungen zur Folge wie ein Schlaganfall. Genauso können Tumore im Kopf oder Metastasen (Tochtergeschwulste bei Krebserkrankungen), die sich im Gehirn breit machen, vergleichbare Symptome wie ein Schlaganfall hervorrufen. Auch eine Hirnhautentzündung oder ein Koma im Rahmen einer Zuckerkrankheit können mit einem Hirnschlag verwechselt werden.

Verhaltenstipps
Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Die Patienten müssen sofort im Beisein eines Arztes in die Klinik transportiert werden. Während der Fahrt sollte der Oberkörper leicht hochliegen. Bei Erbrechen empfiehlt sich Seitenlage.
Menschen mit Bluthochdruck sind besonders gefährdet. Es obliegt ihnen, sich bezüglich Lebensweise und Essgewohnheiten strikt an die Anweisungen des Arztes zu halten, um ihr Risiko möglichst zu minimieren.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Ältere Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Vorbeugung von wiederkehrendem Gefäßverschluss tiefer Venen und wiederkehrender Lungenembolie: Folgebehandlung: Folgebehandlung: Vorbeugung von Schlaganfall und Embolie bei Vorhofflimmern: Behandlung von Gefäßverschluss der Venen und Lungenembolie: Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Kapsel2-mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Erwachsene1 Kapsel2-mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Erwachsene1 Kapsel2-mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Zur Einnahme sollten Sie die Kapseln nicht öffnen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: Vorbeugung von Schlaganfall und Embolie bei Vorhofflimmern: Das Arzneimittel sollte langfristig angewendet werden.

Überdosierung?
Es kann zu Überdosierungserscheinungen wie einem erhöhten Blutungsrisiko kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Kapsel.

Hilfstoff + Drucktinte schwarz
Hilfstoff + Indigocarmin
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Kaliumchlorid
Hilfstoff + Carrageenan
Hilfstoff + Hyprolose (53,4-80,5% Hydroxygruppen)
Hilfstoff + Talkum
Hilfstoff + Dimeticon 350
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Arabisches Gummi
Hilfstoff + Weinsäure
entspricht 112,67 mg Dabigatran
entspricht 150 mg Dabigatran etexilat
Wirkstoffstoff 172,96 mg Dabigatran etexilat mesilat
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.