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Anwendungsgebiete:
Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer Maldigestion einhergehen.


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Pankreatin, Schweinefleisch oder einen der sonstigen Bestandteile. Das Arzneimittel sollte bei akuter Pankreatitis oder einem akuten Schub einer chronischen Pankreatitis während der floriden Erkrankungsphase nicht angewendet werden. In der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist jedoch gelegentlich die Gabe von Pankreatin bei Hinweisen auf eine noch oder weiterhin bestehende Pankreasinsuffizienz sinnvoll. Schwangerschaft und Stillzeit: Das Arzneimittel kann während der Schwangerschaft und Stillzeit bedenkenlos eingenommen werden.


Anwendung:
Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad der Pankreasinsuffizienz. Als allgemeine Richtdosis wird ein Lipaseanteil von 20000 bis 40000 F.I.P.-Einheiten, entsprechend 2-4 Kapseln, pro Mahlzeit empfohlen. Die erforderliche Dosis kann je nach Schweregrad der Maldigestion aber auch erheblich darüber liegen. Besonders bei Patienten mit Mukoviszidose sollte die Dosis unter Berücksichtigung von Menge und Zusammensetzung der Mahlzeiten die für eine adäquate Fettresorption notwendige Enzymdosis nicht überschreiten. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen und an der Verbesserung der Symptome (z.B. Steatorrhoe, Bauchschmerzen) ausgerichtet sein. Eine tägliche Enzymdosis von 15000 bis 20000 Einheiten Lipase pro kg KG sollte nicht überschritten werden. Art und Dauer der Anwendung: • Die Kapseln sollen unzerkaut während der Mahlzeiten eingenommen werden. • Personen, die die ganzen Kapseln nicht schlucken können, können diese durch Auseinanderziehen öffnen und nur den Inhalt unzerkaut schlucken. • Auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. • Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung. Hinweis: Intestinale Obstruktionen sind bekannte Komplikationen bei Patienten mit Mukoviszidose. Bei Vorliegen einer ileusähnlichen Symptomatik sollte daher auch die Möglichkeit von Darmstrikturen in Betracht gezogen werden.

Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Das Arzneimittel besteht aus Verdauungsenzymen, die aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen werden. Diese sind den natürlich vorkommenden Verdauungsenzymen im menschlichen Magen-Darm-Trakt sehr ähnlich und mischen sich nach Einnahme im Magen und Darm mit dem Speisebrei. Dort helfen sie bei der Zerkleinerung der Nahrung, indem sie die Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate in kleinere Einheiten aufspalten. Auf diese Weise wird die Verdauung der Nahrung unterstützt. Diese werden dann in das Blut oder die Lymphe aufgenommen und über diese Transportwege in die Zellen der einzelnen Gewebe verteilt.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Schweineeiweiß!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, im akuten Zustand

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse und dadurch bedingte Verdauungsprobleme
- Mukoviszidose, bei einer unzureichenden Bauchspeicheldrüsenfunktion
- Erleichterung bildgebender Untersuchungen im Bauchbereich beim Vorliegen von Blähungen infolge von Enzym-bedingten Verdauungsstörungen


Was ist das? - Definition
Ist die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion gestört, dann heißt das, dass zu wenig Verdauungsstoffe, so genannte Verdauungsenzyme gebildet werden.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 -Pankreasinsuffizienz

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Bauchspeicheldrüse ist ein lang gestrecktes, ca. 100 g schweres Organ. Sie liegt oberhalb des Nabels im mittleren Oberbauch und erstreckt sich vom Zwölffingerdarm bis zur Milz.
Sie produziert Verdauungssäfte, die über einen Gang in der Mitte des Organs in den Zwölffingerdarm abfließen. Der Bauchspeichel enthält Stoffe, so genannte Enzyme, die wir zur Aufspaltung aller Grundnahrungsstoffe, also der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße benötigen.
Wird die Bauchspeicheldrüse dauerhaft geschädigt, lässt die Bildung der Verdauungssekrete nach und es kommt zu Verdauungsstörungen.
Die häufigste Ursache dieser Störung ist die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, meist hervorgerufen durch chronischen Alkoholmissbrauch. Oft aber lässt sich keine Ursache der Funktionsstörung finden.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Der Mangel an Verdauungssäften im Darm äußert sich besonders in einer Fettunverträglichkeit. Fette Speisen führen zu Schmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen. Wird das Fett unverdaut ausgeschieden, bildet sich fetthaltiger Stuhlgang. Er ist auf Grund des hohen Fettgehalts zäh, dünnflüssig und grau.
Da die Grundnahrungsstoffe nicht mehr ausreichend verdaut werden können, nehmen die Erkrankten an Gewicht ab.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Wir brauchen Fett nicht nur als Energielieferant, sondern auch um bestimmte fettlösliche Vitamine aus der Nahrung aufnehmen zu können. Bei einer schwerwiegenden und lang andauernden Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse kann es somit neben dem teils erheblichen Gewichtsverlust zu Vitaminmangelerscheinungen kommen.
Da man die fehlenden Verdauungssäfte heute aber in Tablettenform ersetzen kann, sind diese Komplikationen eher eine Seltenheit geworden.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei der Mukoviszidose, einer angeborenen Krankheit, produzieren die schleimbildenden Zellen ein sehr zähes Sekret, welches die Ausführungsgänge der Organe verstopft. Es kommt neben Störungen der Lunge durch das zähe Sekret der Lungenschleimhaut auch zu Fettverdauungsstörungen, weil der Bauchspeicheldrüsengang durch das zähe Verdauungssekret verstopft.

Verhaltenstipps
 - Die Nahrung sollte sehr fettarm und kohlenhydratreich zusammengesetzt sein.
 - Um eine zusätzliche Schädigung der Bauchspeicheldrüse zu vermeiden gilt ein striktes Alkoholverbot.
 - Bei einer sehr schweren Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse müssen die fettlöslichen Vitamine im Rahmen einer Spritzentherapie zugesetzt werden.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Entzündet die Bauchspeicheldrüse unterscheidet man zwischen einer chronischen mit einem andauernden oder schubförmigen Verlauf und einer akuten Entzündung, deren Symptome sehr pötzlich auftreten. Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung lassen allmählich die Funktionen der Bauchspeicheldrüse nach.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - chronische Pankreatitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Bauchspeicheldrüse ist ein lang gestrecktes, ca. 100 g schweres Organ. Sie liegt oberhalb des Nabels im mittleren Oberbauch und erstreckt sich vom Zwölffingerdarm bis zur Milz. Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungssäfte, die über einen Gang in der Mitte des Organs in den Zwölffingerdarm abfließen. Im Schwanz der Bauchspeicheldrüse finden sich spezielle Drüsenzellen, die das Insulin bilden, ein Hormon, das wir zur Regulation unseres Zuckerspiegels im Blut brauchen. Das Insulin wird nicht über den Bauchspeicheldrüsengang abtransportiert, sondern gelangt direkt ins Blut.
Alkoholmissbrauch ist neben Gallensteinen eine der häufigsten Ursachen der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung. Bei fortdauerndem Alkoholmissbrauch kann sich infolge der dauerhaften Schädigung des Organs eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung entwickeln, andere Ursachen sind selten.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Typisch sind starke Oberbauchschmerzen, die gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen. Sie können Stunden bis Tage anhalten. Die Schmerzen werden oft durch Alkohol oder fette Speisen ausgelöst.
Da die Funktion der Bauchspeicheldrüse langsam nachlässt, werden auch nicht mehr ausreichend Verdauungssäfte gebildet. Die Folge sind Verdauungsstörungen. Diese äußern sich besonders in einer Fettunverträglichkeit. Fette Speisen führen zu Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Wird das Fett unverdaut ausgeschieden, bildet sich fetthaltiger Stuhlgang.
Da die Grundbaustoffe unserer Nahrung nicht mehr ausreichend verdaut werden können, nehmen die Erkrankten an Gewicht ab.
In schweren Fällen kann auch nicht mehr ausreichend Insulin, ein wichtiges Hormon zur Senkung des Blutzuckerspiegels gebildet werden. Die Betroffenen werden zuckerkrank, sie leiden an einem insulinpflichtigen Diabetes mellitus.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Durch die wiederkehrende Entzündung können sich Verengungen im Bauchspeichelgang bilden. Der Bauchspeichelsaft kann nicht mehr abfließen sondern staut sich in so genannten Zysten, das sind Hohlräumen im Organ. Diese Zysten müssen nicht selten operativ entfernt oder abgeleitet werden um weitere Komplikationen zu verhindern.
Infolge der chronischen Entzündung kann sich lokal ein Eiterherd, ein Abszess, bilden.
Wird ein striktes Alkoholverbot und eine fettarme Diät zur Entlastung des Organs eingehalten, kann der Krankheitsverlauf gemildert werden. Allerdings ist nicht selten die lebenslange Einnahme von Verdauungsstoffen zur Sicherung der Verdauungsvorgänge nötig.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei gürtelförmigen Oberbauchschmerzen muss man immer auch an eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung denken.
Oberbauchschmerzen können aber insgesamt viele Ursachen haben. Hier sind einige Beispiele genannt:
 - Leichte Schmerzen, die sich bei körperlicher oder psychischer Belastung verstärken, sprechen für eine Magenschleimhautentzündung.
 - Werden die Schmerzen stärker und treten im Zusammenhang mit Essen oder im Nüchternzustand auf, können ein Magengeschwür oder ein Zwölffingerdarmgeschwür die Ursache sein.
 - Starke, kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch mit Ausstrahlung in den Rücken bzw. in die Leistengegend können Anzeichen einer Gallen- oder Nierenkolik sein.
 - Schmerzen im gesamten Bauch verbunden mit Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung sprechen für einen Darmverschluss.
Doch auch ein Herzinfarkt, oder eine schwere Lungenentzündung können hinter Oberbauchschmerzen stecken.

Verhaltenstipps
 - Plötzlich einsetzende Oberbauchschmerzen sollten immer von einem Arzt beurteilt werden.
 - Nach einer überstandenen Bauchspeicheldrüsenentzündung gilt striktes Alkoholverbot um das Organ nicht zu schädigen.
 - Um die Bauchspeicheldrüse nicht zusätzlich zu belasten, ist auf eine streng fettarme Diät zu achten.

Bearbeitungsstand: 09.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Entzündet sich die Bauchspeicheldrüse unterscheidet man zwischen einer chronischen mit einem andauernden oder schubförmigen Verlauf und einer akuten Entzündung, deren Symptome sehr plötzlich auftreten. Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung wird meist durch Alkoholmissbrauch oder Gallensteine ausgelöst.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - akute Pankreatitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Bauchspeicheldrüse ist ein lang gestrecktes, ca. 100 g schweres Organ. Sie liegt oberhalb des Nabels im mittleren Oberbauch und erstreckt sich vom Zwölffingerdarm bis zur Milz. Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungssäfte, die über einen Gang in der Mitte des Organs in den Zwölffingerdarm abfließen. Im Schwanz der Bauchspeicheldrüse finden sich spezielle Drüsenzellen, die das Insulin bilden, ein Hormon, das wir zur Regulation unseres Zuckerspiegels im Blut brauchen. Das Insulin wird nicht über den Bauchspeicheldrüsengang abtransportiert, sondern gelangt direkt ins Blut.
Die häufigsten Ursachen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung sind chronischer Alkoholkonsum oder Gallensteine:
 - Der Alkohol wirkt direkt schädigend auf das Gewebe.
 - Gallensteine können die gemeinsame Mündungsstelle des Gallen- und Bauchspeicheldrüsenganges in den Zwöffingerdarm blockieren. Dadurch staut sich der Bauchspeichel, was zu einer Entzündung des Organs führt.
Neben den genannten Ursachen können auch Viruserkrankungen wie z.B. Mumps, Verletzungen oder Medikamente zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Ärzte keine Ursache finden können.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Krankheit setzt "aus heiterem Himmel" ein, Vorboten gibt es keine. Folgende Beschwerden sind typisch:
 - Starke, in den Rücken ausstrahlende Oberbauchschmerzen
 - Übelkeit und Erbrechen, verursacht durch die starken Schmerzen
 - Starke Blähungen: Der Bauch ist oft von einer gummiartigen Konsistenz
 - Gelbsucht, vor allem wenn die Entzündung durch einen eingeklemmten Gallenstein verursacht ist.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
In den meisten Fällen heilt eine Bauspeicheldrüsenentzündung folgenlos aus. Doch es kann auch zu teils lebensbedrohlichen Komplikationen kommen:
 - Durch die Entzündung des Gewebes kommt es zur Organschwellung sowie zur Erweiterung der Umgebungsgefäße. Das bindet große Mengen Flüssigkeit, die dem Körper fehlen. Deshalb kann sich ein Kreislaufschock infolge Flüssigkeitsmangel entwickeln.
 - Die eiweißspaltenden Verdauungsstoffe im Bauchspeichel werden in einer inaktiven Vorstufe gebildet und erst im Zwölffingerdarm aktiviert. Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung kann es zur vorzeitigen Aktivierung der Stoffe noch im Pankreasgang kommen. Da die Bauchspeicheldrüse aus Eiweiß aufgebaut ist, kommt es zu einer Selbstandauung des Organs mit der Gefahr einer Organzerstörung.
 - Kommt es im Rahmen der Entzündung zu einer Ausschwemmung von Bakterien in die Blutbahn kann es zur gefährlichen Blutvergiftung kommen.
Besonders bei chronischem Alkoholmissbrauch kann sich nach wiederholten Entzündungen eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung entwickeln. Es kommt zum fortschreitenden Funktionsverlust der Drüse mit Nahrungsunverträglichkeiten, zunehmender Gewichtsabnahme auf Grund einer gestörten Nährstoffaufnahme und wiederkehrenden starken Bauchschmerzen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Oberbauchschmerzen können viele Ursachen haben. Hier sind einige Beispiele genannt:
 - Leichte Schmerzen, die sich bei körperlicher oder psychischer Belastung verstärken, sprechen für eine Magenschleimhautentzündung.
 - Werden die Schmerzen stärker und treten im Zusammenhang mit Essen oder im Nüchternzustand auf, können ein Magengeschwür oder ein Zwölffingerdarmgeschwür die Ursachesein.
 - Starke, kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch mit Ausstrahlung in den Rücken bzw. in die Leistengegend können Anzeichen einer Gallen- oder Nierenkolik sein.
 - Schmerzen im gesamten Bauch verbunden mit Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung sprechen für einen Darmverschluss.
 - Auch ein Herzinfarkt, oder eine schwere Lungenentzündung können hinter Oberbauchschmerzen stecken.

Verhaltenstipps
 - Plötzlich einsetzende Oberbauchschmerzen sollten immer von einem Arzt beurteilt werden.
 - Nach einer überstandenen Bauchspeicheldrüsenentzündung gilt striktes Alkoholverbot um das Organ nicht zu schädigen.
 - Sind Gallensteine die Ursache einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, so sollte die Gallenblase entfernt werden um einer erneuten Entzündung vorzubeugen.

Bearbeitungsstand: 31.07.2012

Quellenangabe:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Mukoviszidose ist die häufigste Erbkrankheit. Der Erkrankung liegt eine fehlerhafte Funktion der schleimproduzierenden Zellen zu Grunde. Betroffen sind vor allem die Organe Lunge, Bauchspeicheldrüse und Darm.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Zystische Fibrose

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Bei dieser angeborenen Krankheit produzieren die schleimbildenden Zellen ein sehr zähes Sekret. Dieses Sekret verstopft die Ausführungsgänge der Organe. Das sind zum Beispiel die Bronchien der Lunge, in denen der Schleim Richtung Mund und Nase transportiert wird, die Gänge der Bauchspeicheldrüse, die Stoffe zur Verdauung (Enzyme) in den Darm transportieren oder der Darm. Es kommt zu lokalen Entzündungen, welche die Organe zerstören. Langfristig führt dies zum Funktionsverlust der betroffenen Organe.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Bei der Mukoviszidose handelt es sich um eine Multiorganerkrankung, das heißt, fast jedes Organ kann befallen sein. Besonders betroffen sind die Lunge, die Bauchspeicheldrüse und die Schweißdrüsen.
Je nach Organbefall kommt es zu unterschiedlichen Symptomen:
 - Meist tritt die Erkrankung schon kurz nach der Geburt in Erscheinung. Durch das zähe Sekret der Darmschleimhaut ist der Darminhalt weniger weich und flüssig. So kann der erste Hinweise auf Mukoviszidose ein Darmverschluss schon vor der ersten Stuhlentleerung des Neugeborenen sein, ein so genannter Mekoniumileus (Mekonium nennt man den ersten Stuhlgang eines Säuglings).
 - Da die Schweiß- und Tränendrüsen ein sehr salzhaltiges Sekret bilden, fällt den Müttern manchmal auf, dass ihr Säugling "salzig" schmeckt.
 - Sind die Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse verstopft, fehlen wichtige Stoffe, die zur Aufspaltung der Nahrungsbestandteile im Darm nötig sind. Diese können somit nicht verwertet werden sondern werden mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Die Kinder sind deshalb meist untergewichtig, schwächlich und leiden unter häufigen Blähungen. Der Stuhlgang ist durch den hohen Fettgehalt gräulich und zäh.
 - Am meisten leiden die Kinder unter dem zähen Sekret der Lungenschleimhaut. Es kommt zu einer Störung des Reinigungsmechanismus in der Lunge. Folge ist eine Ansammlung von Schleim in den Atemwegen und es entsteht ein chronischer, keuchhustenähnlicher Husten. Das gestaute Lungensekret ist ein guter Nährboden für eingeatmete Bakterien. Deshalb kommt es oft zu Lungeninfekten.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Mukoviszidose ist eine nicht heilbare Erkrankung die mit einer zunehmenden Funktionseinschränkung der Lunge einhergeht. Bei schweren Fällen wird daher eine Lungentransplantation empfohlen.
In der Lunge bilden sich in Folge einer chronischen Entzündung Aussackungen der Bronchien, die so genannten Bronchiektasen. Im Laufe der Jahre können sich alle daraus ergebenden Komplikationen bis hin zur Herzschwäche entwickeln. Kommt es zum chronischen Sauerstoffmangel, müssen die Patienten mit einer Sauerstoffflasche versorgt werden.
Durch die häufigen Lungeninfekte ist oft eine frühzeitige oder sogar eine dauerhafte Antibiotikagabe nötig.
Bei zunehmender Funktionseinschränkung der Bauchspeicheldrüse entwickelt sich eine Zuckerkrankheit, da auch die zuckersenkenden Hormone der Bauchspeicheldrüse nicht mehr abgegeben werden können.
Sind die Geschlechtsdrüsen befallen, verstopft der zähe Schleim die Samenleiter bzw. die Eileiter. Folge ist der teilweise oder vollständige Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit.

Verhaltenstipps
 - Wie bei allen chronischen Lungenerkrankungen gilt auch hier, dass zusätzlich schädigende Einflüsse vermieden werden müssen. Deshalb sollte in Anwesenheit Betroffener nicht geraucht werden.
 - Um eine vollständige Entfernung des Sekrets zu ermöglichen, ist besonders morgendliches Abhusten sehr wichtig. Am besten gelingt dies, wenn der Betroffene mit dem Kopf nach unten gelagert wird und man durch Abklopfen der Lunge die Schleimlockerung fördert.
 - Die Schleimlösung lässt sich durch regelmäßige Inhalationen (z.B. mit Kamille) und Trinken warmer Tees verbessern.
 - Da die Patienten mit dem Schweiß viel Salz verlieren, sollte die Nahrung recht salzhaltig sein um den Verlust auszugleichen.
 - Kommt es zu Fieber oder anderen Entzündungszeichen, z.B. einer Verschlechterung der Atmung, muss ein Arzt aufgesucht werden, denn dies sind Zeichen einer zusätzlichen Entzündung der Lunge. Sie muss bei einer chronischen Lungenerkrankung frühzeitig behandelt werden.
 - Damit es nicht im Rahmen anderer Infektionen zu einer Lungenentzündung kommt, sollten betroffene Kinder alle Kinderschutzimpfungen erhalten. Erwachsenen wird zur regelmäßigen Impfung gegen Grippe und Pneumokokken geraten.

Bearbeitungsstand: 23.11.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Ist die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion gestört, dann heißt das, dass zu wenig Verdauungsstoffe, so genannte Verdauungsenzyme gebildet werden.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 -Pankreasinsuffizienz

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Bauchspeicheldrüse ist ein lang gestrecktes, ca. 100 g schweres Organ. Sie liegt oberhalb des Nabels im mittleren Oberbauch und erstreckt sich vom Zwölffingerdarm bis zur Milz.
Sie produziert Verdauungssäfte, die über einen Gang in der Mitte des Organs in den Zwölffingerdarm abfließen. Der Bauchspeichel enthält Stoffe, so genannte Enzyme, die wir zur Aufspaltung aller Grundnahrungsstoffe, also der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße benötigen.
Wird die Bauchspeicheldrüse dauerhaft geschädigt, lässt die Bildung der Verdauungssekrete nach und es kommt zu Verdauungsstörungen.
Die häufigste Ursache dieser Störung ist die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, meist hervorgerufen durch chronischen Alkoholmissbrauch. Oft aber lässt sich keine Ursache der Funktionsstörung finden.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Der Mangel an Verdauungssäften im Darm äußert sich besonders in einer Fettunverträglichkeit. Fette Speisen führen zu Schmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen. Wird das Fett unverdaut ausgeschieden, bildet sich fetthaltiger Stuhlgang. Er ist auf Grund des hohen Fettgehalts zäh, dünnflüssig und grau.
Da die Grundnahrungsstoffe nicht mehr ausreichend verdaut werden können, nehmen die Erkrankten an Gewicht ab.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Wir brauchen Fett nicht nur als Energielieferant, sondern auch um bestimmte fettlösliche Vitamine aus der Nahrung aufnehmen zu können. Bei einer schwerwiegenden und lang andauernden Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse kann es somit neben dem teils erheblichen Gewichtsverlust zu Vitaminmangelerscheinungen kommen.
Da man die fehlenden Verdauungssäfte heute aber in Tablettenform ersetzen kann, sind diese Komplikationen eher eine Seltenheit geworden.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei der Mukoviszidose, einer angeborenen Krankheit, produzieren die schleimbildenden Zellen ein sehr zähes Sekret, welches die Ausführungsgänge der Organe verstopft. Es kommt neben Störungen der Lunge durch das zähe Sekret der Lungenschleimhaut auch zu Fettverdauungsstörungen, weil der Bauchspeicheldrüsengang durch das zähe Verdauungssekret verstopft.

Verhaltenstipps
 - Die Nahrung sollte sehr fettarm und kohlenhydratreich zusammengesetzt sein.
 - Um eine zusätzliche Schädigung der Bauchspeicheldrüse zu vermeiden gilt ein striktes Alkoholverbot.
 - Bei einer sehr schweren Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse müssen die fettlöslichen Vitamine im Rahmen einer Spritzentherapie zugesetzt werden.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Da sich die Dosierung nach dem Schweregrad der Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse richtet, kann sie erheblich von der genannten Richtdosierung abweichen.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Alle Altersgruppen2-4 Kapseln3-5 mal täglichzu der Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie die Kapsel öffnen und nur den Inhalt schlucken. Achten Sie auf die unzerkaute Einnahme und auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr.

Dauer der Anwendung?
Sie richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.

Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Kapsel.

Wirkstoffstoff 75,6-137,4 mg Pankreas-Pulver vom Schwein
entspricht 10000 PhEur.-Einheiten Triacylglycerollipase
entspricht mindestens 9000 PhEur.-Einheiten Amylase
entspricht mindestens 500 PhEur.-Einheiten Proteasen
Hilfstoff + Rizinusöl, hydriertes
Hilfstoff + Siliciumdioxid, hochdisperses
Hilfstoff + Magnesium stearat (pflanzlich)
Hilfstoff + Croscarmellose natrium
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) Dispersion 30%
Hilfstoff + Talkum
Hilfstoff + Triethylcitrat
Hilfstoff + Simeticon-Emulsion 30%
Hilfstoff + Eisen(III)-oxid
Hilfstoff + Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
Hilfstoff + Indigocarmin
Hilfstoff + Chinolingelb
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Gelatine
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist