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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff bekämpft bestimmte Viren, indem er ihr Erbgut schädigt und somit ihre Vervielfältigung behindert. Er wirkt vor allem gegen Herpes-Viren, somit kann eine Herpesinfektion gestoppt werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Abwehrschwäche, z.B. HIV-Infektionen, Organtransplantationen, langzeitig hochdosierte Kortisonbehandlung

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Durchfälle
 - Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Halluzinationen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Hautausschlag
 - Juckreiz
 - Nesselausschlag
 - Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
 - Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
- Anfälle von Atemnot
- Anstieg der Nierenwerte (Kreatinin und Harnstoff)
- Anstieg der Leberwerte
- Leberentzündung
- Veränderung des Blutbildes, wie:
 - Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
 - Anämie (Blutarmut)
 - Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
- Fieber
- Allgemeine Schwäche

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Virusinfektionen mit Herpesviren, wie:
    - Gürtelrose (Herpes zoster)
    - Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
    - Wiederauftreten einer Herpesinfektion im Geschlechtsbereich
- Vorbeugung von Virusinfektion mit Cytomegalie-Virus


Was ist das? - Definition
Bei Herpes zoster handelt es sich um eine Virus-Erkrankung. Sie bricht häufig bei älteren oder immungeschwächten Menschen aus und äußert sich durch Hautbläschen, die bevorzugt am Rumpf, aber auch an Armen und Beinen sowie am Kopf auftreten.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Gürtelrose
 - Gesichtsrose
 - Zona
 - Shingles

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Herpes zoster wird durch das Varizellen-Zoster-Virus ausgelöst. Der zu den Herpesviren zählende Erreger verursacht bei der ersten Infektion, die fast immer im Kindesalter erfolgt, Windpocken (Varizellen). Nach der Erkrankung verbleibt das Virus lebenslang in den Nervenzellen der Patienten. In fortgeschrittenem Alter, meist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, oder bei einem geschwächten Immunsystem kann es zu einer Reaktivierung des Erregers kommen. Diese Reaktivierung äußert sich als Herpes zoster. Auch Sonneneinwirkung und Stress können die Reaktivierung des Virus begünstigen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Uncharakteristische Symptome wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind oft Vorboten der Erkrankung. Auf begrenzten geröteten Hautbereichen entwickeln sich windpockenartige Bläschen, die in Streifen angeordnet sind. Oft ist der Gürtelbereich des Rumpfes betroffen, doch können auch Arme und Beine sowie das Gesicht befallen sein. Starke Nervenschmerzen (Neuralgien) stellen sich häufig ein. Bei manchen Patienten schwellen zudem die Lymphknoten an.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Nach zwei bis drei Tagen sind die stecknadelkopfgroßen und prall gespannten Bläschen voll entwickelt. In den darauffolgenden Tagen trübt sich ihr Inhalt gelblich ein; die Rötung der umliegenden Haut wird schwächer. Schließlich beginnen die Bläschen auszutrocknen, wobei sich eine bräunlichgelbe Borke bildet. Nach zwei bis drei Wochen sind sie im allgemeinen abgeheilt. Narben bilden sich öfters aus, besonders dann, wenn die Bläschen zusätzlich mit Bakterien infiziert wurden. Als Komplikation gefürchtet sind die in vielen Fällen auftretenden, mitunter starken Nervenschmerzen. Sie können noch Monate bis Jahre nach Auftreten des Herpes zoster anhalten. Bilden sich die Bläschen im Gesicht aus, besteht die Gefahr, dass auch die Bindehaut und Hornhaut des Auges befallen werden. In seltenen Fällen kommt es zu einer Gehirnentzündung (Zoster-Enzephalitis). Bei immungeschwächten Patienten kann sich die Erkrankung über den gesamten Körper ausbreiteten. Im allgemeinen empfiehlt es sich, beim Auftreten von Herpes Zoster einen Arzt aufzusuchen.

Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Das Immunsystem durch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Bewegung an der frischen Luft und eventuell durch die zusätzliche Einnahme von immunstimulierenden Pflanzenpräparaten aus der Apotheke stärken.
 - Zur Linderung der Schmerzen die Bläschen örtlich mit Cremes und Salben behandeln, die Hautreizstoffe (Capsicain) oder ätherische Öle enthalten.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Herpes-Bläschen an den Geschlechtsorganen (Genitalien) sind die Folge einer Infektion mit Viren. Für gewöhnlich heilen sie nach ein bis zwei Wochen komplikationslos ab. Da der Erreger aber lebenslang im Körper des Patienten verweilt, kehren die Bläschen in regelmäßigen Abständen wieder.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Geschlechtsherpes

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Herpes genitalis wird durch Herpes-simplex-Viren (vor allem Typ 2) verursacht. Die Übertragung des Erregers erfolgt durch den Kontakt mit der hochansteckenden Flüssigkeit aus den Bläschen (Schmierinfektion). Durch kleinste Verletzungen der Schleimhaut gelangen die Viren in den Körper. Zehn bis dreißig Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind mit dem Erreger infiziert. Die Erstinfektion findet meist in der Pubertät oder im frühen Erwachsenenalter statt. Das Virus kann aber auch während der Schwangerschaft oder bei der Geburt auf Kinder übertragen werden. Nach der Erstinfektion verbleiben die Erreger lebenslang in den Nervenzellen des Körpers, wo sie in regelmäßigen Abständen (etwa alle zwei bis drei Monate) durch unterschiedliche Auslösefaktoren reaktiviert werden. Dabei bilden sich neue infektiöse Viren, die sich in den an den Geschlechtsorganen auftretenden Bläschen stark vermehren. Zu den bekanntesten Auslösern für Herpes genitalis zählen fieberhafte Infekte, starke Sonnenbestrahlung, hormonelle Änderungen (z. B. bei der Monatsblutung) sowie psychische Stressfaktoren.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Zwei bis fünf Tage vor dem Auftreten der Erkrankung juckt, brennt und spannt es an den Schleimhautstellen der Geschlechtsorgane, an denen später die Bläschen entstehen. Gelegentlich treten Schmerzen oder Empfindungsstörungen auf. Oft geht die Bildung der stecknadelkopfgroßen Bläschen mit leichtem Fieber und einem Krankheitsgefühl einher.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die an den Geschlechtsorganen auftretenden Bläschen platzen innerhalb von Stunden. In den darauf folgenden Tagen trocknen sie unter Krustenbildung ein. Nach ein bis zwei Wochen heilen sie ab, ohne Narben zu hinterlassen. Während der Erkrankung kann leichtes Fieber auftreten, auch die Lymphknoten schwellen häufig an. Gelegentlich lassen sich auch Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit beobachten. In seltenen Fällen ruft das Virus eine lebensbedrohliche Gehirnentzündung (Enzephalitis) hervor. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem (AIDS-Patienten). Bei schwereren Verlaufsformen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Das Immunsystem durch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Bewegung an der frischen Luft und eventuell durch die zusätzliche Einnahme von immunstimulierenden Pflanzenpräparaten aus der Apotheke stärken.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Herpes-Bläschen an den Geschlechtsorganen (Genitalien) sind die Folge einer Infektion mit Viren. Für gewöhnlich heilen sie nach ein bis zwei Wochen komplikationslos ab. Da der Erreger aber lebenslang im Körper des Patienten verweilt, kehren die Bläschen in regelmäßigen Abständen wieder.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Geschlechtsherpes

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Herpes genitalis wird durch Herpes-simplex-Viren (vor allem Typ 2) verursacht. Die Übertragung des Erregers erfolgt durch den Kontakt mit der hochansteckenden Flüssigkeit aus den Bläschen (Schmierinfektion). Durch kleinste Verletzungen der Schleimhaut gelangen die Viren in den Körper. Zehn bis dreißig Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind mit dem Erreger infiziert. Die Erstinfektion findet meist in der Pubertät oder im frühen Erwachsenenalter statt. Das Virus kann aber auch während der Schwangerschaft oder bei der Geburt auf Kinder übertragen werden. Nach der Erstinfektion verbleiben die Erreger lebenslang in den Nervenzellen des Körpers, wo sie in regelmäßigen Abständen (etwa alle zwei bis drei Monate) durch unterschiedliche Auslösefaktoren reaktiviert werden. Dabei bilden sich neue infektiöse Viren, die sich in den an den Geschlechtsorganen auftretenden Bläschen stark vermehren. Zu den bekanntesten Auslösern für Herpes genitalis zählen fieberhafte Infekte, starke Sonnenbestrahlung, hormonelle Änderungen (z. B. bei der Monatsblutung) sowie psychische Stressfaktoren.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Zwei bis fünf Tage vor dem Auftreten der Erkrankung juckt, brennt und spannt es an den Schleimhautstellen der Geschlechtsorgane, an denen später die Bläschen entstehen. Gelegentlich treten Schmerzen oder Empfindungsstörungen auf. Oft geht die Bildung der stecknadelkopfgroßen Bläschen mit leichtem Fieber und einem Krankheitsgefühl einher.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die an den Geschlechtsorganen auftretenden Bläschen platzen innerhalb von Stunden. In den darauf folgenden Tagen trocknen sie unter Krustenbildung ein. Nach ein bis zwei Wochen heilen sie ab, ohne Narben zu hinterlassen. Während der Erkrankung kann leichtes Fieber auftreten, auch die Lymphknoten schwellen häufig an. Gelegentlich lassen sich auch Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit beobachten. In seltenen Fällen ruft das Virus eine lebensbedrohliche Gehirnentzündung (Enzephalitis) hervor. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem (AIDS-Patienten). Bei schwereren Verlaufsformen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Das Immunsystem durch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Bewegung an der frischen Luft und eventuell durch die zusätzliche Einnahme von immunstimulierenden Pflanzenpräparaten aus der Apotheke stärken.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Zytomegalie ist eine weltweit verbreitete Viruskrankheit. Häufig tritt sie bei geschwächtem Immunsystem oder bei Neugeborenen auf.


Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - CMV (Cytomegalovirus)
 - Humanes Herpesvirus Typ 5 (HHV 5)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Das Zytomegalievirus ist ein Virus, das durch alle Körperflüssigkeiten übertragen werden kann, also Speichel, Muttermilch, Urin, Blut, Sperma und Vaginalsekret.
Deshalb sind wenige Kinder, aber bis zu 70 Prozent der sexuell aktiven Erwachsenen mit dem Virus infiziert. Das Virus führt dazu, dass sich die Zellen aufblähen; daher auch der Name Zytomegalie (große Zellen).
Stecken sich Schwangere mit dem Virus an, wird in der Hälfte der Fälle auch das Kind infiziert. Auch während der Geburt kann es zur Ansteckung des Kindes kommen.
Gefährlich ist die Ansteckung durch eine Transplantation, weil Betroffene Medikamente nehmen müssen, die das Immunsystem unterdrücken und es deshalb zu einem schweren Krankheitsverlauf kommen kann.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Gesunde Erwachsene: Bei gesunden Erwachsenen läuft die Infektion in den meisten Fällen unbemerkt ab. Manchmal bemerken die Betroffenen Halslymphknotenschwellungen und Fieber, das von Grippe-Symptomen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit begleitet wird. Manchmal bleiben diese Symptome über Wochen oder Monate bestehen. Es kann auch zur Entzündung von Lunge und Leber kommen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Bei ansonsten Gesunden bleiben die Viren lebenslang im Körper, ohne Krankheitssymptome zu verursachen. Erst durch Unfall und schwere Krankheit kann es dann zum Ausbruch der Erkrankung kommen.

Patienten mit geschwächtem Immunsystem: Bei Personen mit Immunschwäche verläuft die Erkrankung schwer und nicht selten lebensbedrohlich.
Vier Wochen bis vier Monate nach einer Ansteckung, kommt es zu:
 - Augenentzündung (Chorioretinitis), die bis zur Erblindung führen kann.
 - Lungenentzündung (Pneumonie).
 - Eine Entzündung der Speiseröhre, Durchfall und Leberentzündung führen zu Schluckstörungen, Würgereiz, Übelkeit, Erbrechen und starken Bauchschmerzen.
 - Manchmal kommt es auch zu Entzündungen des Gehirns, was zu Bewusstseinsstörungen und neurologischen Schäden führt.

Säuglinge und Kinder: Steckt sich das Kind im Mutterleib oder während der Geburt an, kann es zu einer schweren Entzündungsreaktion des ganzen Körpers (Sepsis) kommen, die mit Entzündung von Leber und Milz, Blutungsneigung und Problemen mit der Atmung einhergeht. Auch eine Neugeborenen-Gelbsucht kann stärker oder länger ausgeprägt sein. In manchen Fällen kommt es auch zu Schädigung des Gehörs.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
 - Lymphknotenschwellungen kommen häufig bei banalen Infektionserkrankungen vor. Sehr ähnlich wie die CMV-Infektion beim Gesunden verläuft auch die infektiöse Mononukleose (Pfeiffer`sches Drüsenfieber). Aber auch Krebserkrankungen führen zum Anschwellen von Lymphknoten.
 - Bei Immungeschwächten können auch andere Erreger ähnliche Symptome verursachen, z.B. Pilze, Bakterien, oder andere Viren.

Verhaltenstipps
Besonders gefährlich ist die Infektion für Schwangere. Deshalb können Schwangere, die sich mit dem Virus angesteckt haben, Immunglobuline erhalten, um ihr Kind vor der Infektion zu schützen. Ähnliches gilt für Immungeschwächte nach Transplantationen.
Jede Frau im gebärfähigen Alter sollte ihren CMV-Antikörperstatus kennen (und zwar vor einer Schwangerschaft).
Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion können die Übertragung verhindern.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Bei Gürtelrose (Herpes zoster): Bei Herpesinfektion im Geschlechtsbereich und Wiederauftreten von Herpesinfektion im Geschlechtsbereich: Für die Behandlung stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung. Alternativ: Bei Wiederauftreten einer Herpesinfektion im Geschlechtsbereich: Zur Vorbeugung von Virusinfektion mit Cytomegalie-Virus: Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene ab 50 Jahren1 Tablette3-mal täglichim Abstand von 8 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichzum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene2 Tabletten4-mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Allgemeine Behandlungsdauer: Bei Gürtelrose (Herpes zoster) 7 Tage, bei Herpesinfektion im Geschlechtsbereich 10 Tage und Wiederauftreten von Herpesinfektion im Geschlechtsbereich 5 Tage, zur Vorbeugung von Virusinfektion mit Cytomegalie-Virus 90 Tage.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Halluzinationen und Krampfanfällen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 1112,42 mg Valaciclovir hydrochlorid
entspricht 1000 mg Valaciclovir
Hilfstoff + Crospovidon
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Povidon K25
Hilfstoff + Magnesium stearat
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Macrogol 400
Hilfstoff + Polysorbat 80
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.