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03821312
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20 g Vaginalcreme
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betapharm Arzneimittel GmbH
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Anwendungsgebiete:
• Ausfluss durch Pilze (meist Candida) • Entzündungen der Vagina durch Pilze • Superinfektionen mit Clotrimazol-empfindlichen Bakterien.


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Clotrimazol oder einen der sonstigen Bestandteile. Das Arzneimittel darf in den folgenden Fällen nicht in der Selbstmedikation, sondern nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden: • bei erstmaligem Auftreten der Erkrankung • wenn die Erkrankung häufiger als 4mal im Verlauf der vergangenen 12 Monate aufgetreten ist • bei Patientinnen unter 18 Jahren da für diese Altersgruppe keine entsprechenden Untersuchungen vorliegen. Schwangerschaft und Stillzeit: • Das Arzneimittel darf in der Schwangerschaft nicht in der Selbstmedikation, sondern nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Besondere Vorsicht ist geboten bei der vaginalen Anwendung in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft. Während der Schwangerschaft sollte die Behandlung durch den Arzt erfolgen oder ohne Verwendung des Applikators.


Anwendung:
1mal täglich abends 1 Applikatorfüllung an 3 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst tief in die Scheide einführen. Hinweis: Da meist Vagina und Vulva betroffen sind, sollte in der Regel eine Kombinationsbehandlung (Behandlung beider Bereiche) durchgeführt werden. Art und Dauer der Anwendung: • Die Anwendung geschieht am besten in Rückenlage bei leicht angezogenen Beinen. • In der Schwangerschaft darf die Anwendung nur durch den Arzt erfolgen oder es sollen Vaginaltabletten zur Anwendung kommen, die auch ohne Applikator verabreicht werden können. • Die Behandlung sollte zweckmäßigerweise nicht während der Menstruation durchgeführt werden bzw. vor deren Beginn abgeschlossen sein. • Eine Behandlung während der Menstruation sollte nur bei ausgeprägter klinischer Symptomatik erfolgen. • Im allgemeinen ist bei einer Scheidenentzündung, verursacht insbesondere durch Pilze, eine 3-tägige Behandlung ausreichend. Falls erforderlich, kann eine zweite Behandlung durchgeführt werden. Hinweise: • Bei ärztlich diagnostizierten Entzündungen von Eichel und Vorhaut des Partners durch Pilze sollte beim Partner eine zusätzliche lokale Behandlung mit einer Clotrimazol-haltigen Creme erfolgen. • Die Symptome können noch einige Tage über das Behandlungsende hinaus andauern.


Hinweise:
Hinweise für den Patienten: Bei der Behandlung verschwinden in der Regel sehr schnell die äußeren Anzeichen wie Juckreiz und Ausfluß. Das bedeutet aber nicht, daß bereits alle Erreger vollständig abgetötet sind. Es ist daher sehr wichtig, daß die Behandlung über die vorgeschriebene Dauer durchgeführt wird. Um eine sichere Wirkung zu erzielen, sollte die Behandlung möglichst nicht während der Monatsblutung erfolgen. Falls die Monatsblutung kurz bevor steht, sollte der Arzt informiert werden. Größter Wert ist auf die persönliche Hygiene zu legen. Vor und nach der Anwendung gründlich Hände waschen. Nach dem Wasserlassen vorsichtig mit Toilettenpapier abtupfen. Um eine Erregerübertragung vom Darmausgang in die Scheide zu vermeiden, sollte nach dem Stuhlgang mit Toilettenpapier nach hinten gereinigt werden. Weiterhin ist auf das tägliche Wechseln von Unterwäsche, Handtüchern und Waschlappen zu achten. Es sollten nur solche Gewebe verwendet werden, die gekocht werden können. Keine Unterwäsche aus Kunstfaser oder zu eng sitzende Hosen tragen. Durch zu intensive Waschungen des Intimbereichs mit normaler Seife oder Scheidenspülungen kann der natürliche Schutzmechanismus der Scheide beeinträchtigt werden. Pilzinfektionen im Genitalbereich können auf verschiedene Art (z.B. Bäder, öffentliche Toiletten usw.) erfolgen; eine solche Infektion ist jedoch keine Geschlechtskrankheit. Beim Bestehen einer Scheideninfektion muß aber davon ausgegangen werden, daß der Erreger durch den Geschlechtsverkehr weiter übertragen wird. Zum Schutz vor einer späteren Wiederansteckung (Reinfektion) empfiehlt es sich deshalb, den Partner ebenfalls durch einen Arzt untersuchen zu lassen, auch wenn sich keine Anzeichen einer Erkrankung zeigen.

Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff schädigt die äußere Hülle, die sog. Zellmembran von Pilzen. Diese Hülle verliert somit einen Teil ihrer Funktionen, sie wird z.B. für Nährstoffe undurchlässiger - die Zelle hungert, oder Zellbestandteile treten aus und die Zelle löst sich auf. Je nach Wirkstoffkonzentration werden die Pilze dadurch in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Der Wirkstoff ist außerdem gegen bestimmte Bakterien wirksam.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Pilzmittel (z.B. Clotrimazol)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Brennen oder Stechen auf der Haut
 - Hautrötung

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Pilzinfektionen der Scheide, eventuell mit Ausfluss
- Bakterieninfektionen der Scheide
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.


Was ist das? - Definition
Beim Scheidenpilz handelt es sich um eine Infektion der Scheide (Vagina) mit einem Hefepilz, in den meisten Fällen mit Candida albicans. Schätzungsweise 75 Prozent aller Frauen infizieren sich wenigstens einmal im Leben, die Hälfte davon mehrfach. Die Ausprägung kann von einer Besiedelung ohne Symptome über eine leichte bis hin zur schweren Candidose reichen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Candidose
 - Candidamykose
 - Soorkolpitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Wahrscheinlich gehört die Besiedelung mit Candida zur normalen Scheidenflora. Erst bei hoher Keimzahl und/oder bei Abwehrschwäche wird der Pilz pathogen, d.h. er ruft eine Erkrankung hervor. Dies wird durch verschiedene Faktoren begünstigt:
 - Krankheiten wie z.B. die Zuckerkrankheit
 - Schwangerschaft
 - Hormonbehandlung (z.B. durch die "Pille" oder durch Einnahme von Östrogenen)
 - geschwächtes Immunsystem (z.B. durch HIV-Infektion)
 - bösartige Tumore
 - Behandlung mit Zytostatika (Medikamente, die die Zellteilung beeinflussen)
 - immunsuppressive Therapie (z.B. mit Corticoiden), d.h. das körpereigene Abwehrsystem wird durch Medikamente stark reduziert
Der pH-Wert in der Scheide hat keinen Einfluss auf das Wachstum der Hefepilze.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Meist sind die Scheide und die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane ("Vulva") gemeinsam betroffen; selten ausschließlich eine dieser Regionen. Die Hauptsymptome sind Juckreiz und brennendes Gefühl. Wenn auch die Harnröhre infiziert ist, kommen Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen hinzu. Die Schleimhaut von Vulva und Vagina ist gerötet und geschwollen. Oft ist außerdem ein weißlicher, cremiger oder krümeliger Ausfluss zu bemerken. Es ist jedoch auch möglich, dass die Infektion ohne oder nahezu ohne Symptome verläuft.
Beim Mann kann die Infektion zu einem weißlichen Belag auf Eichel und Vorhaut führen, oft treten aber keinerlei Beschwerden auf.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Mit der richtigen Therapie heilt die Candida-Infektion normalerweise komplikationslos aus. In den meisten Fällen genügt die Behandlung mit antimykotischen (gegen Pilze wirksamen) Scheidenzäpfchen und Cremes, wobei die Creme auch beim Partner angewendet wird. Um gegenseitige Ansteckung zu vermeiden, sollte während der Behandlung auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.
Die Therapie muss lange genug, d.h. über das Abklingen der Beschwerden hinaus und in der richtigen Dosierung des Antimykotikums durchgeführt werden. Die Infektion kann sonst immer wieder aufflackern.
In Apotheken sind antimykotische Scheidenzäpfchen und Cremes erhältlich. Wenn die Beschwerden nach vorschriftsmäßiger Anwendung nicht restlos verschwunden sind, muss auf jeden Fall der Arzt aufgesucht werden.
Sollte die vaginale Therapie nicht ausreichen, gibt es Pilzmittel, die auf ärztliche Verordnung eingenommen werden können.
Die genaue Diagnose kann nur der Arzt stellen. Er sollte daher in jedem Fall aufgesucht werden, um den richtigen Wirkstoff und die geeignete Therapiedauer festzulegen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Der Befall mit einigen Bakterien, Viren oder Parasiten kann ganz ähnliche Symptome hervorrufen. Insbesondere, wenn die Therapie nicht anschlägt, muss auch das Vorliegen einer Hautflechte wie z.B. Schuppenflechte (Psoriasis) in Betracht gezogen werden.
Eine exakte Diagnosestellung kann nur durch den Arzt erfolgen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Die Therapie darf bei Besserung der Symptome nicht sofort abgebrochen werden, sondern muss bis zum Ende durchgeführt werden.
 - Nach Beendigung der Therapie können Vaginalzäpfchen mit Milchsäurebakterien einige Tage angewendet werden, um die Scheidenflora zu regenerieren.
 - Die Hefepilze ernähren sich von Zucker. Der Verzicht auf zuckerhaltige und kohlenhydratreiche Nahrungsmittel kann die Therapie unterstützen.
 - Es sollte möglichst kochfeste Unterwäsche aus Baumwolle getragen werden. So können keine Pilzsporen in der Unterwäsche verbleiben und für neue Infektionen sorgen. Für nicht kochfeste Wäsche gibt es in Apotheken eine antimykotische Lösung, die dem Waschwasser zugefügt werden kann. Unterwäsche aus Baumwolle sorgt darüber hinaus für ein gesünderes Scheidenmilieu, in dem sich die Pilzsporen nicht so leicht vermehren können.

Bearbeitungsstand: 31.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Beim vaginalen Ausfluss liegt eine vermehrte Sekretion aus dem Bereich der äußeren weiblichen Geschlechtsteile vor. Für die Beschwerden sind vielfältige Ursachen möglich.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Fluor genitalis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Vaginaler Ausfluss ist ein sehr häufiges Übel. Bei ca. 20 bis 30 % der Frauen, die einen Frauenarzt aufsuchen, ist die übermäßige Sekretion aus der Scheide Anlass ihres Besuches.
Der vaginale Ausfluss kann viele verschiedene Ursachen haben. Er entsteht nicht in jedem Fall in der Scheide, auch Erkrankungen von Muttermund, Gebärmutter, Eileiter oder Eierstock können zu vermehrtem Ausfluss führen. Manchmal ist die Scheidensekretion auch von einem unangenehmen Geruch begleitet.
Die genaue Diagnose kann nur der Arzt stellen. Eine Behandlung ist erforderlich, wenn starke Beschwerden bestehen oder entzündliche oder andere ernste Ursachen vorliegen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Die Auslöser für einen auffälligen Ausfluss aus der Scheide sind vielfältig, dementsprechend verschieden sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Krankheiten, die dahinter stecken können sind zum Beispiel:
 - Infektionen mit verschiedenen Erregern wie Trichomonaden, Chlamydien, Hefepilze oder Bakterien.
 - Hormonelle Einflüsse wie Schwangerschaft oder besonders im höheren Lebensalter Östrogenmangel.
 - Veränderungen am Muttermund wie z.B. Schleimhautpolypen oder bösartige Tumore.
 - Veränderungen an der Gebärmutter wie z.B. Myome (gutartige Geschwulst der Gebärmutterwand), Schleimhautpolypen oder bösartige Tumore.
 - Veränderungen an den Eierstöcken oder Eileitern wie z.B. ein bösartiger Tumor.
 - Bakterielle Entzündung von Gebärmutter, Eierstöcken oder Eileitern.
 - Psychosomatische Erkrankungen, d.h. seelische Belastungen oder Probleme lösen ein körperliches Krankheitsbild aus.
Nicht in jedem Fall ist jedoch eine Krankheit die Ursache für vaginalen Ausfluss. Auslöser könnte zum Beispiel auch sein:
 - Einführung von Fremdkörpern, besonders bei Kindern.
 - Veränderung der normalen Scheidenflora durch Anwendung von ungeeigneten Waschlotionen, Scheidenspülungen oder Intimsprays (Verschiebung des pH-Werts).
Damit der Ausfluss letztendlich gezielt behandelt werden kann, sollte ein Frauenarzt die genaue Ursache abklären.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Möglichst auf scharfe Waschlotionen sowie Scheidenspülungen und Intimsprays verzichten - klares Wasser reicht zur Reinigung aus.
 - Möglichst auf Unterwäsche aus Synthetik verzichten oder zumindest im Wechsel mit Unterwäsche aus Naturfasern tragen, da diese atmungsaktiver sind.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Beim vaginalen Ausfluss liegt eine vermehrte Sekretion aus dem Bereich der äußeren weiblichen Geschlechtsteile vor. Für die Beschwerden sind vielfältige Ursachen möglich.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Fluor genitalis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Vaginaler Ausfluss ist ein sehr häufiges Übel. Bei ca. 20 bis 30 % der Frauen, die einen Frauenarzt aufsuchen, ist die übermäßige Sekretion aus der Scheide Anlass ihres Besuches.
Der vaginale Ausfluss kann viele verschiedene Ursachen haben. Er entsteht nicht in jedem Fall in der Scheide, auch Erkrankungen von Muttermund, Gebärmutter, Eileiter oder Eierstock können zu vermehrtem Ausfluss führen. Manchmal ist die Scheidensekretion auch von einem unangenehmen Geruch begleitet.
Die genaue Diagnose kann nur der Arzt stellen. Eine Behandlung ist erforderlich, wenn starke Beschwerden bestehen oder entzündliche oder andere ernste Ursachen vorliegen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Die Auslöser für einen auffälligen Ausfluss aus der Scheide sind vielfältig, dementsprechend verschieden sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Krankheiten, die dahinter stecken können sind zum Beispiel:
 - Infektionen mit verschiedenen Erregern wie Trichomonaden, Chlamydien, Hefepilze oder Bakterien.
 - Hormonelle Einflüsse wie Schwangerschaft oder besonders im höheren Lebensalter Östrogenmangel.
 - Veränderungen am Muttermund wie z.B. Schleimhautpolypen oder bösartige Tumore.
 - Veränderungen an der Gebärmutter wie z.B. Myome (gutartige Geschwulst der Gebärmutterwand), Schleimhautpolypen oder bösartige Tumore.
 - Veränderungen an den Eierstöcken oder Eileitern wie z.B. ein bösartiger Tumor.
 - Bakterielle Entzündung von Gebärmutter, Eierstöcken oder Eileitern.
 - Psychosomatische Erkrankungen, d.h. seelische Belastungen oder Probleme lösen ein körperliches Krankheitsbild aus.
Nicht in jedem Fall ist jedoch eine Krankheit die Ursache für vaginalen Ausfluss. Auslöser könnte zum Beispiel auch sein:
 - Einführung von Fremdkörpern, besonders bei Kindern.
 - Veränderung der normalen Scheidenflora durch Anwendung von ungeeigneten Waschlotionen, Scheidenspülungen oder Intimsprays (Verschiebung des pH-Werts).
Damit der Ausfluss letztendlich gezielt behandelt werden kann, sollte ein Frauenarzt die genaue Ursache abklären.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Möglichst auf scharfe Waschlotionen sowie Scheidenspülungen und Intimsprays verzichten - klares Wasser reicht zur Reinigung aus.
 - Möglichst auf Unterwäsche aus Synthetik verzichten oder zumindest im Wechsel mit Unterwäsche aus Naturfasern tragen, da diese atmungsaktiver sind.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Bakterielle Infektionen der Scheide entstehen, wenn sich atypische Bakterien, d.h. Bakterien die in der natürlichen Besiedlung der Scheide mit Mikroorganismen (physiologische Scheidenflora) nicht vorkommen, dort ansiedeln und vermehren. Dabei sind meistens verschiedene Bakterien in großer Anzahl beteiligt.
Die Ansteckung erfolgt meistens durch Sexualverkehr.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Bakterielle Vaginose
 - Aminkolpitis
 - Gardnerella-Vaginitis
 - unspezifische Kolpitis
 - Anaerobiervaginose


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Erreger der bakteriellen Vaginose ist ein Stäbchenbakterium namens Gardnerella vaginalis. Dieses allein ruft jedoch keine Erkrankung hervor, es kann bei etwa 40% der Frauen nachgewiesen werden und verursacht keine Beschwerden. Die Infektion entsteht durch die Mitbeteiligung von weiteren Bakterien in hoher Keimzahl. Dabei liegt ein so genannter Synergismus vor, d.h. die Bakterien fördern gegenseitig ihren Stoffwechsel und wirken dadurch noch stärker krankheitserregend.
Eine erhöhte Anfälligkeit besteht während der Schwangerschaft. Auch durch eine Geburt und operative Eingriffe wie z.B. Eröffnung der Bauchhöhle ist die Gefahr einer Infektion erhöht.
Generell können sich Erreger in der Scheide immer dann ausbreiten, wenn die natürliche Scheidenflora in ihrer Zusammensetzung gestört ist.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
In der Regel ist das einzige Symptom ein grau-weißlicher, dünnflüssiger Scheidenausfluss mit unangenehmem, fischähnlichem Geruch. Juckreiz und Rötung treten meist nicht auf.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Nach der Diagnosestellung durch den Frauenarzt folgt eine medikamentöse Behandlung.
Es ist unbedingt erforderlich, dass beide Partner behandelt werden. Während der Behandlung darf kein ungeschützter Geschlechtsverkehr ausgeübt werden, um eine ständige gegenseitige Ansteckung zu vermeiden. Die Rezidivrate ist sehr hoch, d.h. bei vielen Patientinnen tritt die Erkrankung immer wieder auf. Eine Regeneration der natürlichen Scheidenflora sollte auf jeden Fall versucht werden, um eine erneute Ausbreitung der Erreger zu verhindern.
Die Therapie ist wichtig, da die Bakterien sonst aufsteigen und schwere Infektionen des oberen Genitalbereichs wie z.B. Eileiter oder Eierstöcke verursachen können. In der Schwangerschaft besteht durch aufsteigende Erreger die Gefahr einer Frühgeburt. Wird bei der Geburt das Neugeborene infiziert, kann dies zu einer Blutvergiftung führen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Andere Scheideninfektionen, z.B. durch Pilze ("Candida-Mykose") oder Trichomonaden äußern sich meist auch durch vaginalen Ausfluss. Die genaue Unterscheidung kann nur der Frauenarzt treffen. Eine exakte Diagnosestellung ist wichtig, damit das richtige Medikament für die Behandlung gefunden werden kann.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Stabilisierung der natürlichen Scheidenflora durch Vaginalzäpfchen die Milchsäure, Lactobakterien oder Vitamin C enthalten. Auch speziellen Waschlotionen für die Intimpflege können zum Erhalt der natürlichen Scheidenflora beitragen.
 - Tragen von kochfester Unterwäsche oder Verwendung eines speziellen, desinfizierenden Zusatzes beim Waschen.
 - Verwendung von Kondomen verhindert, dass die Partner sich immer wieder gegenseitig anstecken und bietet generell guten Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Beim erstmaligen Auftreten der Beschwerden (Ausfluß, Juckreiz etc.) und bei mehr als 3-maliger Wiederholung pro Jahr sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Während der Menstruation sollte keine Behandlung erfolgen. Während und bis 2 Tage nach der Behandlung sollte nur mit latexfreien Kondomen geschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Applikatorfüllung (5 g)1 Applikatorfüllung (5~gg) pro Tagvor dem Schlafengehen
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Bringen Sie das Arzneimittel in die Scheide ein. Verwenden Sie dazu den Applikator.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer sollte 3 Tage betragen.

Überdosierung?
Es sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 g Creme.

Wirkstoffstoff 20 mg Clotrimazol
Hilfstoff + Benzylalkohol
Hilfstoff + Cetylpalmitat
Hilfstoff + Cetylstearylalkohol
Hilfstoff + Paraffin, dickflüssiges
Hilfstoff + Polysorbat 60
Hilfstoff + Sorbitan stearat
Hilfstoff + Wasser, gereinigtes

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist