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56 St Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung
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03499320008969
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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er in den Bakterien den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich. Durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen das Antibiotikum Oxytetracyclin und Tetracyclin!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), ebenso Mineralwasser, mit Kalzium angereicherte Getränke und Mineralstoffpräparate, sind innerhalb von 2 Stunden vor und 4 Stunden nach der Einnahme zu meiden.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Stark verminderte Magensaftproduktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Jugendliche von 12 bis 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Durchfälle
 - Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Verfärbung von Zähnen, Nägeln und Knochen (schwarz, betrifft vor allem die Behandlung von Kindern unter 8 Jahren)
- Kopfschmerzen
- Angstzustände
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Bluthochdruck
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen, wie:
 - Infektionen der Mundschleimhaut
 - Infektionen der Rachenschleimhaut
 - Heiserkeit
 - Infektionen der Scheide
 - Infektionen im Darm, mit Juckreiz am After
- Anstieg der Leberwerte
- Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin)
- Anstieg des Blutzuckers (Hyperglykämie)
- Rachenentzündung
- Nebenhöhlenentzündung

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendungsgebiete
Zur innerlichen Behandlung, wenn eine äußerliche Therapie nicht ausreichend ist:
- Bakterieninfektionen der Haut, wie:
    - Rosacea (entzündliche Hauterkrankung im Gesichtsbereich)
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.


Was ist das? - Definition
Bei der Rosacea handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Gesichtshaut. Sie tritt bevorzugt in der zweiten Lebenshälfte auf und kommt häufig vor. Frauen sind etwas öfter betroffen als Männer, bei Männern ist der Verlauf jedoch meist intensiver. Zunächst erscheint eine charakteristische Rötung der Gesichtshaut, die von Gefäßerweiterungen begleitet ist; mit fortschreitender Erkrankung entstehen stärkere Entzündungen und Pusteln.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Akne rosacea
 - Kupferfinne
 - Kupferrose

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Ursachen der Rosacea sind nicht bekannt. Sie tritt jedoch häufiger auf bei Menschen mit Alkoholproblemen, Störungen des Magen-Darm-Trakts und bei Personen, die Wind und Wetter stark ausgesetzt sind. Der Verlauf ist schubartig. Verschlechterungen entstehen häufig nach exzessivem Alkoholgenuß oder unter dem Einfluß großer Kälte. Man hat festgestellt, daß die Blutgefäße übermäßig stark auf äußere Einflüsse reagieren. Auch Gewürze, Hitze oder starke Sonneneinstrahlung können einen Krankheitsschub provozieren.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Von der Rosacea ist vor allem die Gesichtsmitte betroffen, d.h. befallen werden Wangen, Nase, Stirn und Kinn, sehr selten auch Dekollete und seitliche Halspartien. Schmale Bereiche rund um Mund und Augen bleiben frei.
Auffällig ist die starke Rötung der Gesichtshaut, die anfänglich verschwindet und im weiteren Verlauf bestehen bleibt. Das Hautbild wird zunehmend ungleichmäßiger und grober, es kommt immer wieder zu Entzündungen und Pustelbildung.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Der Verlauf der Krankheit ist chronisch und schubartig. Die Rosacea ist harmlos, aber für den Patienten belastend. Sie heilt meist nicht spontan ab, aber oft gehen die Symptome zwischenzeitlich zurück. Behandelt wird mit Antibiotika.
Zu Beginn treten vorübergehende Hautrötungen auf, die nach und nach länger bestehen bleiben. Zusätzlich kommt es zu bleibenden Erweiterungen kleiner Hautgefäße, die dem Gesicht die typische dunkelrote Farbe geben. Über längere Zeit entwickeln sich knötchenartige Verdichtungen und entzündliche Pusteln. Die Entzündungen heilen ohne Narbenbildung ab.
Im weiteren Verlauf treten die akuten entzündlichen Phasen immer häufiger auf und die Erkrankung kann sich über das Gesicht hinaus ausbreiten. Die Haut im Wangen- und Nasenbereich wirkt höckerig und aufgetrieben. Als Maximalform entsteht ein Rhinophym. Dabei kommt es zu einem massiven Wachstum der Talgdrüsen, welches zu einer manchmal bizarren Vergrößerung der Nase führt. Hiervon sind fast ausschließlich Männer betroffen.
In seltenen Fällen kommt es zu einer Beteiligung der Augen mit Bindehaut- oder Hornhautentzündung, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Sie ist unabhängig von der Schwere der Rosacea.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
 - Akne vulgaris tritt bevorzugt bei jüngeren Patienten auf. Im Unterschied zur Rosacea fehlt die charakteristische Rotfärbung der Haut. Außerdem sind Komedonen, die bei der Rosacea nicht vorkommen, typische Hautveränderungen bei Akne vulgaris.
 - Eine Steroidakne kann kurze Zeit nach hochdosierten Kortisongaben entstehen.
 - Die periorale Dermatitis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die meist Frauen jüngeren und mittleren Alters betrifft.
 - Bei der Dermodikose werden die Talgdrüsen von Milben befallen und können sich dadurch entzünden. Sie tritt meist bei Frauen auf.
 - Eine Steroidrosacea entsteht durch eine lokalen Behandlung der Rosacea mit Kortikoiden. Dabei kommt es zu einer Verstärkung der Symptome während der Behandlung und kurzfristig zu einer weiteren Verschlechterung nach Absetzen des Kortisonpräparats. Eine konsequent kortisonfreie Therapie ist daher sehr wichtig.
Eine exakte Diagnose kann nur der Hautarzt stellen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Das Gesicht sollte mit milder Seife oder seifenfreien Syndets gereinigt werden. Jede Reizung muß vermieden werden, deshalb sollte man z.B. auf alkoholisches Gesichtswasser besser verzichten.
 - Eine spezielle Diät gibt es nicht. Heiße Getränke, scharfe Gewürze und Alkohol können jedoch die Rosacea provozieren.
 - Sonnenlicht kann ebenfalls zu einem Fortschreiten der Erkrankung führen. Daher sollte die Sonne möglichst gemieden und in jedem Fall ein guter Sonnenschutz verwendet werden.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Kapsel1-mal täglichmorgens, auf nüchternen Magen
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Bei der Einnahme sollten Sie aufrecht stehen oder sitzen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt bis zu 16 (mindestens 4-6) Wochen.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Sodbrennen, Magendruck, Erbrechen und Durchfall. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Kapsel.

Wirkstoffstoff 41,62 mg Doxycyclin-1-Wasser
entspricht insgesamt 40 mg Doxycyclin
entspricht 30 mg Doxycyclin (schnell freisetzend)
entspricht 10 mg Doxycyclin (retadiert)
Hilfstoff + Gelatine
Hilfstoff + Eisen(II,III)-oxid
Hilfstoff + Eisen(III)-oxid
Hilfstoff + Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Methacrylsäure-Ethylacrylat Copolymer (1:1)
Hilfstoff + Triethylcitrat
Hilfstoff + Talkum
Hilfstoff + Zucker-Stärke-Pellets
entspricht + Maisstärke
entspricht 102-150 mg Saccharose
Hilfstoff + Macrogol 400
Hilfstoff + Polysorbat 80
Hilfstoff + Drucktinte
entspricht 0,0266-0,0294 mg Allurarot-Aluminium-Komplex
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.