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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift im Gehirn an speziellen Bindungsstellen des Botenstoffs Dopamin an. Dadurch wird die Wirkung von Dopamin im Gehirn nachgeahmt. Ist Dopamin im Gehirn zu wenig vorhanden, wie z.B. bei der Parkinsonkrankheit, kommt es zu einem Ungleichgewicht mit anderen Botenstoffen im Gehirn. Die durch dieses Ungleichgewicht ausgelösten Symptome der Krankheit können durch Verstärkung der Dopaminwirkung gemildert werden.
Außerdem kann durch den Wirkstoff mütterliche Milchproduktion unterbrochen werden.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Verhinderung eines vorzeitigen Eisprungs
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzklappenerkrankungen
- Eklampsie (Krampfanfälle während der Schwangerschaft)
- Fibrose, auch in der Vorgeschichte (Übermäßiges Wachstum von Bindegewebe)

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt
- Bluthochdruck
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Niedriger Blutdruck
- Raynaud-Syndrom
- Psychosen, auch in der Vorgeschichte
- Nierenversagen
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 16 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Jugendliche von 16 bis 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Verstopfung
 - Magenschleimhautentzündung
 - Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schläfrigkeit
- Depressionen
- Halluzinationen
- Missempfindungen, wie Kribbeln oder Ameisenlaufen
- Niedriger Blutdruck
- Herzklappenveränderungen
- Herzklopfen
- Brustschmerzen
- Halbseitenblindheit
- Nasenbluten
- Gesichtsrötung
- Perikarditis (Herzbeutelentzündung)
- Perikarderguss (Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel)

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendungsgebiete
- Abstillen
- Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut, wie bei:
    - Galaktorrhoe-Amenorrhoe-Syndrom
    - Oligomenorrhoe
- Hypophysenadenom, prolaktinbildend (Tumor der Hirnanhangdrüse, der das Hormon Prolaktin bildet)
- Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut (ohne bekannte Ursache)
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn krankhaftes, triebhaftes Spielen (Spielsucht) oder eine zwanghaft gesteigerte Sexualität auftreten.


Was ist das? - Definition
Veränderte Regelblutung in Bezug auf Blutungsdauer, - stärke, - häufigkeit.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Zyklusstörung

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die normale monatliche Regelblutung dauert 3-4 Tage, der Blutverlust beträgt 40 - 80ml. Dank einer Veränderung der Blutgerinnung ist diese herabgesetzt, so dass das Menstruationsblut nicht gerinnt sondern frei abfließen kann.
Zyklusstörungen sind sehr häufig und haben vielfältige Ursachen - sie reichen von harmlosen Hormonschwankungen oder einer Schwangerschaft bis zu Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Symptome richten sich nach Art der Zyklusstörung:
1. Störungen der Häufigkeit einer Regelblutung:
 - Amenorrhoe = Ausbleiben der Regelblutung
Hat noch nie eine Regelblutung stattgefunden spricht man von einer primären Amenorrhoe, z.B. bei angeborenen Fehlbildungen der Geschlechtsorgane. Kommt es nach mehr als 90 Tagen nicht zur Regelblutung, nennt man dies eine sekundäre Amenorrhoe, z.B. im Rahmen einer Schwangerschaft.
 - Polymenorrhoe = häufige Regelblutung
Hier ist der Abstand zwischen den Blutungen verkürzt (<24 Tage), die Blutungsmenge und -dauer sind aber normal.
 - Oligomenorrhoe = seltene Regelblutung
Der Abstand der Blutungen ist verlängert (länger als 35 Tage), auch hier sind Blutungsmenge und -dauer normal.
 - postmenopausale Blutung = Blutung in den Wechseljahren
Erneut aufgetretene Blutung nach Beginn der Wechseljahre.
 - Zwischenblutungen = Blutung zwischen den normalen Blutungen
Es treten kleine Blutungen zwischen den normalen Regelblutungen auf.
2. Störungen der Blutungsstärke:
 - Hypermenorrhoe = verstärkte Regelblutung
Bei normaler Blutungsdauer ist die Blutungsmenge erhöht (>80ml). Abgeschätzt wird dies an der Menge der nötigen Vorlagen (>5/Tag).
 - Hypomenorrhoe = verminderte Regelblutung
Es handelt sich um eine schwache Blutung (<30ml, weniger als 2 Vorlagen/Tag) bei normaler Zyklusdauer.
 - Menorrhagie = verlängerte und verstärkte Regelblutung
Die Menstruationsblutungen sind stärker und dauern länger an. Der Abstand zwischen den Blutungen ist aber normal.
 - Metrorrhagie = azyklisch auftretende Zwischenblutungen außerhalb des Menstruationszyklus
Die Blutungen treten in unterschiedlichen Abständen auf, meist sind die verstärkt und dauern länger an.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Der Verlauf richtet sich nach der Ursache der Zyklusstörung. Meist sind es psychische Belastungen oder hormonelle Schwankungen, welche zu Störungen der Regelblutung führen. Lassen sich diese beseitigen, normalisiert sich auch die Regelblutung.
Besonders bei einer Blutung in den Wechseljahren ist eine bösartige Wucherung der Geschlechtsorgane auszuschließen.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Auch bei Verletzungen oder nach Vergewaltigungen kann es zu Blutungen aus der Scheide kommen, doch diese treten natürlich unabhängig vom Menstruationszyklus auf.


Verhaltenstipps
 - jede neu aufgetretene Veränderung der Regelblutung muss abgeklärt werden!

Bearbeitungsstand: 01.04.2011

Quellenangabe:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt: Abstillen - einmalige Gabe: Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut - Behandlungsbeginn: Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut - Folgebehandlung: Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut: Alternativ kann die Tagesdosis auch 2-mal wöchentlich eingenommen werden. Erhöhte Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut - Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis auf 9 Tabletten pro Woche erhöht werden.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene2 Tabletten2 Tabletteninnerhalb von 24 Stunden nach der Geburt, zu der Mahlzeit
Erwachsene1 Tablette1-mal wöchentlicham gleichen Wochentag, zu der Mahlzeit
Erwachsene2 Tabletten1-mal wöchentlicham gleichen Wochentag, zu der Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Erbrechen, niedrigem Blutdruck und Verwirrtheit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 0,5 mg Cabergolin
Hilfstoff 75,8 mg Lactose
Hilfstoff + Leucin
Hilfstoff + Magnesium stearat
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.