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EurimPharm Arzneimittel GmbH
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Anwendungsgebiete:
Kreislaufregulationsstörungen mit Hypotonie, die im Stehtest mit Beschwerden wie Schwindel, Schwächegefühl, Blässe, Schweißausbruch, Flimmern oder Schwarzwerden vor den Augen sowie mit einem deutlichen Blutdruckabfall ohne einen Anstieg der Herzschlagrate einhergehen.


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei: • Überempfindlichkeit gegen Etilefrinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile • hypotonen Kreislaufregulationsstörungen mit hypertoner Reaktion im Stehtest • Hypertonie • Thyreotoxikose • Phäochromozytom • Engwinkelglaukom • Entleerungsstörungen der Harnblase, insbesondere bei Prostataadenom • sklerotischen Gefäßveränderungen • koronarer Herzkrankheit • tachykarden Herzrhythmusstörungen • Herzklappenstenose • hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie. Vorsicht ist geboten bei: • Diabetes mellitus • Hypercalcämie, Hypokaliämie • schweren Nierenfunktionsstörungen • Cor pulmonale. Schwangerschaft und Stillzeit: • Etilefrin darf in den ersten 3 Monaten einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da Tierversuche Hinweise auf eine teratogene Wirkung (Missbildungen) bei hohen Dosen Etilefrin ergeben haben und Erfahrungen beim Menschen nicht vorliegen. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat ist eine Einnahme möglich, wenn der behandelnde Arzt dies befürwortet. • Während der Stillzeit darf das Arzneimittel nicht angewendet werden, da ein Übergang von Etilefrin in die Muttermilch nicht auszuschließen ist und bei Säuglingen keine Erfahrungen vorliegen.


Anwendung:
• Erwachsene: mittlere Tagesdosis 30 mg (20-50 mg) Etilefrin-HCl, d.h. bis zu 3mal täglich 10-15 mg Etilefrin-HCl. Hinweis: Da verschiedene Hersteller unterschiedliche Tropfeinsätze verwenden und daraus bei der Dosierung gleicher Wirkstoffmengen unterschiedliche Tropfenzahlen resultieren, muss die der o.g. Mengenangabe (in mg) entsprechende Tropfenzahl der Herstellerinformation entnommen werden. Art und Dauer der Anwendung: • Die Tropfen sind vorzugsweise vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen. • Die Tropfen sollten nicht mehr am späten Nachmittag oder Abend eingenommen werden, da die anregende Wirkung das Einschlafen erschweren kann. • Die Notwendigkeit der Einnahme sollte regelmäßig überprüft werden.


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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff tritt mit speziellen Bindungsstellen (sog. Rezeptoren) in Wechselwirkung und beeinflusst dadurch die Blutgefäße und das Herz. Er wirkt auf Blutgefäße zusammenziehend und verstärkt den Herzschlag, wodurch der Kreislauf angeregt und der Blutdruck gesteigert wird.

Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Sulfite (E 220 - E 228) können Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Erbrechen, Durchfall) und eine Verkrampfung der Atemwege hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Bluthochdruck
- Herzerkrankungen, wie:
 - Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
 - Verengung einer Herzklappe
 - Herzmuskelerkrankung mit starker Verdickung und Einengung der Herzkammer (Hypertrophe Kardiomyopathie)
- Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
- Störungen beim Wasserlassen, wie bei:
 - Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Schilddrüsenüberfunktion
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Engwinkelglaukom

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Cor pulmonale (Schwäche des rechten Herzens, infolge einer Lungenerkrankung)
- Herzrhythmusstörungen
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Störungen des Salzhaushaltes, wie:
 - Erhöhte Kalziumwerte
 - Kaliummangel
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schlaflosigkeit
- Unruhe
- Angstzustände
- Zittern
- Schwitzen
- Bluthochdruck
- Herzklopfen
- Pulsbeschleunigung
- Rhythmusstörung der Herzkammern
- Angina pectoris

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Anwendwendungsgebiete
- Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks) '

Was ist das? - Definition
Der normale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg, von einem niedrigen Blutdruck spricht man bei Blutdruckwerten unter 100/60 mmHg.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Hypotonie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Unter Blutdruck versteht man die Kraft, welche das Blut auf die Wände der Gefäße ausübt. Er setzt sich aus zwei Anteilen zusammen:
 - Der erste Anteil ist der systolische oder "obere" Blutdruckwert. Dies ist der Druck, den das Herz aufbringen muss, um das Blut aus dem Herz in den Körperkreislauf zu pumpen.
 - Der zweite Anteil ist der in den Gefäßen herrschende Blutdruck, der so genannte diastolische oder "untere" Blutdruckwert. Der Wert wird gemessen, wenn nach einer durch das Herz erzeugten "Druckwelle" die Gefäße wieder erschlaffen bevor die nächste Welle kommt.
Unser Blutdruck schwankt sehr häufig. So muss man beachten, dass bei körperlicher Arbeit, Aufregung oder Genussmitteln wie Tee oder Kaffee eine kurzfristige Blutdruckerhöhung ganz normal ist. Ebenso ist unser Blutdruck niedriger wenn wir schlafen oder in Ruhe sind.
Viele junge, meist schlanke Frauen haben zu niedrige Blutdruckwerte. Hier ist in der Regel keine Ursache zu finden. Ein erniedrigter Blutdruck kann jedoch auch Zeichen einer Erkrankung, wie z. B. Herzschwäche oder Flüssigkeitsmangel, sein.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ein niedriger Blutdruck kann sich äußern als Schwindelgefühl, in Müdigkeit oder als Konzentrationsschwäche. Menschen mit niedrigen Blutdruckwerten bemerken oft auch bei einem plötzlichen Lagewechsel, zum Beispiel beim raschen Aufstehen aus dem Bett, dass ihnen schwarz wird vor Augen, manchmal verlieren sie auch kurz das Bewusstsein, werden ohnmächtig.
Die Ursache liegt darin, dass bei aufrechter Haltung das Blut in die Beine versackt. Folge ist eine kurzfristige Unterversorgung des Gehirns mit Blut. Der Mediziner spricht dann von einer Synkope.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Zu niedrige Blutdruckwerte sind nicht gefährlich, sondern eher lästig. Verliert jemand infolge des erniedrigten Blutdruckes das Bewusstsein, erlangen die Betroffenen es in horizontaler Lage schnell wieder.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Ein zu niedriger Blutdruck kann auch Zeichen einer anderen Erkrankung sein. Hier sind einige davon, die relativ häufig vorkommen können augefzählt:
 - Im Rahmen einer Herzschwäche kann der Herzmuskel so schwach sein, dass er nur noch zu niedrige Blutdruckwerte aufbauen kann. Ebenso können Herzrhythmusstörungen oder Herzklappenfehler die Ursache sein.
 - Bei hormonellen Störungen wie einer Schilddrüsenunterfunktion sind niedrige Blutdruckwerte nicht selten.
 - Im Rahmen eines Infektes, zum Beispiel einer Durchfallerkrankung kann es auf Grund des Flüssigkeitsverlustes zu verminderten Blutdruckwerten kommen.
 - Ebenso sind die Blutdruckwerte bei hohen Blutverlusten im Rahmen einer Verletzung erniedrigt.
 - Auch Medikamente wie wassertreibende Mittel kommen als Ursache in Frage.
 - Die lebensbedrohlichste Ursache einer Hypotonie ist ein Kreislaufversagen, der Schock.
 - Hält man sich zu lange ungeschützt in der prallen Sonne auf, kann es zum Sonnenstich kommen. Auch hier sinken die Blutdruckwerte ab.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Vermeiden Sie plötzliches Aufstehen, bleiben Sie zum Beispiel morgens erst einige Minuten am Bettrand sitzen.
 - Längeres Stehen, besonders in der Sonne ist ungünstig.
 - Günstig ist viel Bewegung an der frischen Luft, noch besser regelmäßiger Sport.
 - Kaffee, Schwarztee oder Cola wirken blutdruckerhöhend.
 - Ist längeres Stehen nicht zu vermeiden, fördert das Tragen von Kompressionsstrümpfen wie man sie bei der Behandlung von Krampfadern empfiehlt, den Rückstrom des Blutes zum Herzen und verhindert so den starken Blutdruckabfall bei längerem Stehen.
 - Blutdruckanregend wirken auch kurze kalte Duschen oder kalte Armbäder sowie Wassertreten.
 - Bei einer Ohnmacht sind folgende Maßnahmen wichtig: die Beine sollten hochgelagert werden, denn dies fördert den Rückstrom des Blutes in das Gehirn. Wenn das nicht zur raschen Besserung führt, muss ein Arzt informiert werden.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheke


Dosierung und Anwendungshinweise
Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Allgemeine Dosierungsempfehlung:
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Säuglinge und Kinder bis 2 Jahren2-5 Tropfen3-mal täglichmorgens, mittags und nachmittags, vor der Mahlzeit
Kinder von 2-6 Jahren5-10 Tropfen3-mal täglichmorgens, mittags und nachmittags, vor der Mahlzeit
Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene10-20 Tropfen3-mal täglichmorgens, mittags und nachmittags, vor der Mahlzeit
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein. Nehmen Sie das Arzneimittel ein. Sie können das Arzneimittel mit Wasser oder Tee verdünnen. Trinken Sie reichlich Flüssigkeit nach.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Blutdruckanstieg, Schweißausbruch, Übelkeit und Erbrechen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 ml Tropfen = 15 Tropfen.

Hilfstoff Etilefrin hydrochlorid  7,5 mg
entspricht Etilefrin  6,24 mg
Hilfstoff Natrium disulfit  +
Hilfstoff Methyl-4-hydroxybenzoat  +
Hilfstoff Propyl-4-hydroxybenzoat  +
Hilfstoff Wasser, gereinigtes  +

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist