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Anwendungsgebiete:
1. Obstipation, die durch ballaststoffreiche Kost und andere allgemeine Maßnahmen nicht beeinflusst werden kann, sowie Erkrankungen, die eine erleichterte Defäkation erfordern 2. Prophylaxe und Therapie der portokavalen Enzephalopathie.


Nicht Anwenden bei:
Lactulose darf nicht angewendet werden bei Ileus. Das Arzneimittel sollte nicht angewendet werden bei: • Patienten mit Fructoe-Intoleranz, Lactase-Insuffizienz, Galactosäie oder Glucose/Galactose-Malabsoptionssyndrom, da die Substanz synthesebedingt Fructose, Lactose und D-Galactose enthält (< 10g/100g) • akut-entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen • Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes. Schwangerschaft und Stillzeit: Es liegen beim Menschen keine Erfahrungen mit der Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit vor. Untersuchungen an 3 Tierspezies ergaben keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung oder Fertilitätsstörungen. Schädliche Wirkungen von Lactulose bei Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht bekannt.


Anwendung:
Lactulose wird oral eingenommen. Die angegebenen Dosierungen können nur der Orientierung dienen und müssen in jedem Fall den Erfordernissen des Patienten je nach Schwere und Entwicklung des Krankheitsbildes angepasst werden. 1. Portokavale Enzephalopathie: • Erwachsene: Die Behandlung sollte einschleichend mit 6-10 g Lactulose (10-15 ml) 3mal täglich begonnen werden. Die Dosis sollte dann allmählich auf 20-30 g Lactulose (30-45 ml) 3-4mal täglich gesteigert werden, so dass 2-3 weiche Stühle pro Tag entleert werden. • Kinder: Für Kinder sind keine Angaben vorhanden. 2. Verstopfung: • Erwachsene: 6-10 g Lactulose (10-15 ml Lactulose-Sirup) 1-2mal täglich. • Kinder: 3-6 g Lactulose (5-10 ml Lactulose-Sirup) 1-2mal täglich. Hinweis: Während der Therapie sollte auf eine ballaststoffreiche Ernährung besonders geachtet werden, da so die laxierende Wirkung unterstützt wird. Geeignet sind vor allem Rohkostsalate und Vollkornprodukte. Der Verzehr größerer Mengen frischen Joghurts fördert die wichtige Besiedelung des Dickdarms mit Bifidusbakterien. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2 Liter täglich) ist zu achten. Art und Dauer der Anwendung: • Der Lactulose-Sirup kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. • Der Sirup kann mit Wasser oder mit warmen Getränken, z.B. Kaffee oder Tee, gemischt oder in Joghurt, Müsli oder Brei eingerührt und zusammen mit diesen Lebensmitteln eingenommen werden. • Der abführende Effekt kann nach 2-10 Stunden eintreten, bei ungenügender Dosierung können bis zum 1. Stuhlgang 24-48 Stunden vergehen. • Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Entwicklung des Krankheitsbildes.

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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff wird von den natürlicherweise im Dickdarm vorkommenden Bakterien zerlegt und verändert dort den Säure-Basen-Haushalt, wodurch die Darmwand angeregt wird sich stärker zu bewegen. Somit wird der Darminhalt leichter abtransportiert. Die hohe Konzentration an den zerlegten Bestandteilen (Zuckern und Fettsäuren) zieht zudem Wasser in den Darm. Der Darminhalt wird aufgeweicht und nimmt an Volumen zu. Der vergrößerte Darminhalt bewirkt einen Dehnungsreiz auf die Darmwand und löst damit den Reflex zur Darmentleerung aus.
Der Wirkstoff senkt die Ammoniakkonzentration im Blut um ca. 25-50%, indem die Wiederaufnahme des Ammoniaks aus dem Darm in die Blutlaufbahn verhindert wird. Der Ammoniak kann nicht mehr ins Gehirn gelangen, wo er giftig wirkt.

Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Wenden Sie abführende Arzneimittel ohne ärztliche Empfehlung nur kurzzeitig an. Eine längerfristige Anwendung führt unter Umständen zu einer chronischen Verstopfung und/oder weiteren Problemen. Bleibt der Erfolg nach kurzzeitiger Anwendung aus, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Achtung: Abführmittel eignen sich nicht zur Gewichtabnahme.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Galactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Darmverschluss

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen, die akut sind
- Störungen des Flüssigkeit- und Salzhaushaltes
- Störung der Zuckeraufnahme

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Nach derzeitigen Erkenntnissen hat das Arzneimittel keine schädigenden Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes oder die Geburt.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Durchfälle
 - Bauchschmerzen
 - Blähungen
- Störungen des Salzhaushaltes

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Anwendwendungsgebiete
- Verstopfung, die durch eine ballaststoffreiche Kost nicht ausreichend behoben werden kann. '

Was ist das? - Definition
Unter Verstopfung versteht man eine Störung der Darmentleerung. Wer in einer Woche weniger als dreimal Stuhlgang hat, leidet unter Verstopfung. Da eine enorme Variation der normalen Darmentleerung von Mensch zu Mensch zwischen dreimal am Tag und dreimal pro Woche besteht, muss die Diagnose Verstopfung individuell gestellt werden.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Obstipation

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
 - Ballaststoffreiche Ernährung erhöht die Stuhlmenge und damit die Beweglichkeit des Darms. Ein geringer Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung führt dagegen zur Verstopfung.
 - Mangelnde Bewegung wirkt sich negativ auf den Stuhlgang aus.
 - Bei vielen Krankheiten, vor allem aber bei neurologischen wie Multiple Sklerose und Parkinson, kommt es durch teilweisen Verlust der Nerven-Kontrolle des Darms zu Verstopfung. Auch nach größeren Bauchoperationen ist eine plötzliche, mehrere Tage anhaltende Verstopfung möglich. Durch die Manipulation im Bauchraum kommt es dabei reflektorisch zum Darmverschluss.
 - Vor allem im höheren Lebensalter kann Verstopfung ein erster Hinweis auf eine Darmerkrankung sein.
 - Auch ein Reizdarmsyndrom zeigt sich oft durch Verstopfung.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Starke Bauchschmerzen, zunehmende Winde, manchmal auch Übelkeit und Erbrechen sind neben dem verringerten Stuhldrang Zeichen für Verstopfung.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Änderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, zum Beispiel auf Reisen, kann zu akuter, plötzlich eintretender Verstopfung führen.
 - Einige Medikamente, darunter viele Betäubungsmittel (Opiate), führen zu Verstopfung. Gerade Mittel gegen Verstopfung (Laxantien), die eigentlich die Darmbewegungen steigern sollen, können durch ihre Wirkung auf den Mineralstoffhaushalt des Körpers zur Verstopfung führen. Oft nehmen dann Betroffene noch mehr Abführmittel ein und die Nebenwirkungen verstärken sich.
 - In der Schwangerschaft und bei Schilddrüsenunterfunktion kommt es ebenfalls zu Verstopfung.
 - Besonders im höheren Lebensalter kann eine plötzliche Verstopfung auch Zeichen eines Darmverschlusses sein. Gründe dafür können entzündliche Darmerkrankungen sein, ebenso wie Hämorrhoiden, aber auch Darmkrebs.
 - Oft ist Verstopfung eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen des Bauchraums.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Durchfall und Verstopfung sowie Bauchschmerzen gehören als Symptome zu einer Reihe von Erkrankungen der inneren Bauchorgane. Der Arzt kann oft schon mit Hilfe der körperlichen Untersuchung und eines ausführlichen Gesprächs diese Krankheiten ausschließen.
 - Ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornbrot, Gemüse, Salat, getrocknete Pflaumen) und reichliches Trinken (mindestens zwei Liter pro Tag) können die Beschwerden lindern.
 - Achten Sie auf genügend Bewegung, sportliche Betätigung als Ausgleich zu sitzenden Tätigkeiten fördert den Stuhlgang.
 - Dem Stuhldrang sollte möglichst nachgegeben und der Gang zur Toilette nicht aus Zeitgründen verschoben werden.
 - Auf nüchternen Magen getrunkenes kaltes Wasser regt die Darmbewegung an. Enthält es viel Natriumsulfat (Glaubersalz), wie manche Mineralwässer, wird die Stuhlentleerung zusätzlich gefördert. Jedoch ist Glaubersalz bei Bluthochdruck und Ödemen (Wassereinlagerungen) nicht geeignet.
 - Wenn sich im Enddarm bereits harte Kotballen gebildet haben, bereiten Entleerungshilfen aus der Apotheke Linderung.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.'

Was ist das? - Definition
Viele Menschen klagen nach Ärger und Stress über Magen- oder Darmbeschwerden. Häufen sich solche Beschwerden, spricht der Mediziner vom Reizdarm-Syndrom. Das Reizdarm-Syndrom ist damit die häufigste Form von Magen-Darmbeschwerden. Es wird ausgelöst durch eine Störung der natürlichen Darmbewegung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Colon irritabile
 - Reizkolon
 - spastisches Kolon

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Bei einem Reiz-Darmsyndrom lassen sich keine organischen Ursachen für die Beschwerden finden. Blutwerte und alle bildgebende Untersuchungen wie z.B. Ultraschall oder Röntgen ergeben keinen Befund, der das Leiden erklären könnte. Die Betroffenen können jedoch oft feststellen, dass die Symptome nach Stress oder Ärger einsetzen oder zunehmen. Man geht deshalb davon aus, dass psychische Faktoren für die Störung der Darmbeweglichkeit verantwortlich sind.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Krampfartige, brennende oder stechende Schmerzen im Bauch sind das Hauptsymptom des Reizdarm-Syndroms. Dabei kommt es bei vielen Patienten auch zu Durchfall, Verstopfung oder im Wechsel zu beidem. Die Patienten klagen über Völlegefühl, manche berichten auch über Magenschmerzen, vor allem nach dem Essen. Auch häufige Blähungen und laute Darmgeräusche weisen auf ein Reizdarm-Syndrom hin.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Durchfall und Verstopfung sowie Bauchschmerzen gehören als Symptom zu einer Reihe von Erkrankungen der inneren Bauchorgane. Der Arzt kann oft schon mit Hilfe der körperlichen Untersuchung und eines ausführlichen Gesprächs diese Krankheiten ausschließen. Oft ist eine Unverträglichkeit gegen einen Nahrungsbestandteil, meist Milch(-zucker) oder Gluten, für die Symptome verantwortlich. Seltener können sich aber auch chronische Darmentzündungen, wie der Morbus Crohn oder die Colitis ulcerosa dahinter verbergen. Manchmal ist eine Ultraschalluntersuchung oder eine endoskopische Untersuchung des Darms (Koloskopie) notwendig, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Leider gibt es für das Reizdarm-Syndrom keine wirksame Therapie. Durch Diät, zum Beispiel dem Weglassen bestimmter unverträglicher Nahrungsbestandteile, kann es zur Besserung der Beschwerden kommen. Bei Bauchschmerzen hilft oft die lokale Anwendung von Wärme, etwa eine auf den Bauch gelegte Wärmflasche oder ein Wärmesäckchen.
Fencheltee mit Kümmelextrakt hilft bei Blähungen und Völlegefühl. Außerdem kann bei akuten Beschwerden das Abstellen der Stressfaktoren und körperliche Ruhe zur Besserung führen. Ballaststoffreiche Ernährung, reichliches Trinken und körperliche Bewegung helfen dem Darm, seine Funktionen wieder normal zu erfüllen.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.'

Was ist das? - Definition
"Dyspepsie" ist die Sammelbezeichnung für unspezifische Oberbauchbeschwerden. Diese treten sehr häufig auf; 20-40 Prozent der Bevölkerung leiden darunter.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Oberbauchbeschwerden
 - funktionelle Dyspepsie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die genauen Ursachen einer Dyspepsie lassen sich meist nicht ermitteln, zumal der Erkrankung keine organischen Veränderungen zugrunde liegen. Als mögliche Ursachen kommen eine verminderte Bildung von Magen- und Gallensaft, eine Fehlfunktion der Galle oder eine verminderte Bauchspeicheldrüsenfunktion in Frage. Außerdem wird auch ein Zusammenhang mit psychosozialen Problemen der Patienten und einer falschen Ernährung diskutiert.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Patienten klagen über Oberbauchschmerzen und Beschwerden in Form eines Völle-, Druck- oder vorzeitigen Sättigungsgefühls. Auch Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Aufstoßen oder Übelkeit sind charakteristische Kennzeichen. Bei diesen Beschwerden handelt es sich um keine harmlose Befindlichkeitsstörung, sondern um ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das die Lebensqualität nachhaltig mindern kann.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Dyspeptische Beschwerden rufen ähnliche Symptome hervor wie das sogenannte Reizdarmsyndrom, bei dem die Schmerzen aber weniger als Oberbauchschmerzen, sondern mehr als diffuse Leibschmerzen wahrgenommen werden. Beim Reizdarmsyndrom treten zudem starke Blähungen und ein Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung auf.
Auch zahlreiche organische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes gehen mit ähnlichen Symptomen einher. Dazu zählen u. a. Magen- und Darmgeschwüre, Reflux-Krankheit (Rückfluss von Magensaft aus dem Magen in die Speiseröhre), Gallensteine oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Sie sollten unbedingt vom Arzt ausgeschlossen werden.
Außerdem können auch bestimmte Medikamente wie das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure oder einige gegen Rheuma wirksame Substanzen die Ursache von Oberbauchbeschwerden sein.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Bei dyspeptischen Beschwerden empfiehlt sich der Einsatz pflanzlicher Arzneimittel. Bitterstoffhaltige Präparate wie Enzian, Wermut oder Pomeranze regen die Ausschüttung von Magen- und Gallensaft an und fördern so Verdauung und Appetit. Extrakte aus Artischockenblätter und javanischer Gelbwurz sind besonders "gallenwirksam". Völlegefühle, Übelkeit und krampfartige Schmerzen lassen sich durch Kümmel, Fenchel, Anis oder aber Pfefferminze, Kamille und Melisse lindern, die einen hohen Anteil an ätherischen Ölen enthalten. Neben der Einnahme pflanzlicher Präparate ist es sinnvoll, den Alkohol-, Kaffee- und Nikotinkonsum einzuschränken. Fette, scharfe, sehr kalte und sehr heiße Speisen sollten möglichst vermieden werden.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheke
- Erleichterung der Darmentleerung und Erweichung des Stuhls bei bestimmten Erkrankungen, wie z.B. bei schmerzhaften Analleiden '

Was ist das? - Definition
Unter Verstopfung versteht man eine Störung der Darmentleerung. Wer in einer Woche weniger als dreimal Stuhlgang hat, leidet unter Verstopfung. Da eine enorme Variation der normalen Darmentleerung von Mensch zu Mensch zwischen dreimal am Tag und dreimal pro Woche besteht, muss die Diagnose Verstopfung individuell gestellt werden.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Obstipation

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
 - Ballaststoffreiche Ernährung erhöht die Stuhlmenge und damit die Beweglichkeit des Darms. Ein geringer Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung führt dagegen zur Verstopfung.
 - Mangelnde Bewegung wirkt sich negativ auf den Stuhlgang aus.
 - Bei vielen Krankheiten, vor allem aber bei neurologischen wie Multiple Sklerose und Parkinson, kommt es durch teilweisen Verlust der Nerven-Kontrolle des Darms zu Verstopfung. Auch nach größeren Bauchoperationen ist eine plötzliche, mehrere Tage anhaltende Verstopfung möglich. Durch die Manipulation im Bauchraum kommt es dabei reflektorisch zum Darmverschluss.
 - Vor allem im höheren Lebensalter kann Verstopfung ein erster Hinweis auf eine Darmerkrankung sein.
 - Auch ein Reizdarmsyndrom zeigt sich oft durch Verstopfung.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Starke Bauchschmerzen, zunehmende Winde, manchmal auch Übelkeit und Erbrechen sind neben dem verringerten Stuhldrang Zeichen für Verstopfung.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
 - Änderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, zum Beispiel auf Reisen, kann zu akuter, plötzlich eintretender Verstopfung führen.
 - Einige Medikamente, darunter viele Betäubungsmittel (Opiate), führen zu Verstopfung. Gerade Mittel gegen Verstopfung (Laxantien), die eigentlich die Darmbewegungen steigern sollen, können durch ihre Wirkung auf den Mineralstoffhaushalt des Körpers zur Verstopfung führen. Oft nehmen dann Betroffene noch mehr Abführmittel ein und die Nebenwirkungen verstärken sich.
 - In der Schwangerschaft und bei Schilddrüsenunterfunktion kommt es ebenfalls zu Verstopfung.
 - Besonders im höheren Lebensalter kann eine plötzliche Verstopfung auch Zeichen eines Darmverschlusses sein. Gründe dafür können entzündliche Darmerkrankungen sein, ebenso wie Hämorrhoiden, aber auch Darmkrebs.
 - Oft ist Verstopfung eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen des Bauchraums.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Durchfall und Verstopfung sowie Bauchschmerzen gehören als Symptome zu einer Reihe von Erkrankungen der inneren Bauchorgane. Der Arzt kann oft schon mit Hilfe der körperlichen Untersuchung und eines ausführlichen Gesprächs diese Krankheiten ausschließen.
 - Ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornbrot, Gemüse, Salat, getrocknete Pflaumen) und reichliches Trinken (mindestens zwei Liter pro Tag) können die Beschwerden lindern.
 - Achten Sie auf genügend Bewegung, sportliche Betätigung als Ausgleich zu sitzenden Tätigkeiten fördert den Stuhlgang.
 - Dem Stuhldrang sollte möglichst nachgegeben und der Gang zur Toilette nicht aus Zeitgründen verschoben werden.
 - Auf nüchternen Magen getrunkenes kaltes Wasser regt die Darmbewegung an. Enthält es viel Natriumsulfat (Glaubersalz), wie manche Mineralwässer, wird die Stuhlentleerung zusätzlich gefördert. Jedoch ist Glaubersalz bei Bluthochdruck und Ödemen (Wassereinlagerungen) nicht geeignet.
 - Wenn sich im Enddarm bereits harte Kotballen gebildet haben, bereiten Entleerungshilfen aus der Apotheke Linderung.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.'

Was ist das? - Definition
Viele Menschen klagen nach Ärger und Stress über Magen- oder Darmbeschwerden. Häufen sich solche Beschwerden, spricht der Mediziner vom Reizdarm-Syndrom. Das Reizdarm-Syndrom ist damit die häufigste Form von Magen-Darmbeschwerden. Es wird ausgelöst durch eine Störung der natürlichen Darmbewegung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Colon irritabile
 - Reizkolon
 - spastisches Kolon

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Bei einem Reiz-Darmsyndrom lassen sich keine organischen Ursachen für die Beschwerden finden. Blutwerte und alle bildgebende Untersuchungen wie z.B. Ultraschall oder Röntgen ergeben keinen Befund, der das Leiden erklären könnte. Die Betroffenen können jedoch oft feststellen, dass die Symptome nach Stress oder Ärger einsetzen oder zunehmen. Man geht deshalb davon aus, dass psychische Faktoren für die Störung der Darmbeweglichkeit verantwortlich sind.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Krampfartige, brennende oder stechende Schmerzen im Bauch sind das Hauptsymptom des Reizdarm-Syndroms. Dabei kommt es bei vielen Patienten auch zu Durchfall, Verstopfung oder im Wechsel zu beidem. Die Patienten klagen über Völlegefühl, manche berichten auch über Magenschmerzen, vor allem nach dem Essen. Auch häufige Blähungen und laute Darmgeräusche weisen auf ein Reizdarm-Syndrom hin.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Durchfall und Verstopfung sowie Bauchschmerzen gehören als Symptom zu einer Reihe von Erkrankungen der inneren Bauchorgane. Der Arzt kann oft schon mit Hilfe der körperlichen Untersuchung und eines ausführlichen Gesprächs diese Krankheiten ausschließen. Oft ist eine Unverträglichkeit gegen einen Nahrungsbestandteil, meist Milch(-zucker) oder Gluten, für die Symptome verantwortlich. Seltener können sich aber auch chronische Darmentzündungen, wie der Morbus Crohn oder die Colitis ulcerosa dahinter verbergen. Manchmal ist eine Ultraschalluntersuchung oder eine endoskopische Untersuchung des Darms (Koloskopie) notwendig, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Leider gibt es für das Reizdarm-Syndrom keine wirksame Therapie. Durch Diät, zum Beispiel dem Weglassen bestimmter unverträglicher Nahrungsbestandteile, kann es zur Besserung der Beschwerden kommen. Bei Bauchschmerzen hilft oft die lokale Anwendung von Wärme, etwa eine auf den Bauch gelegte Wärmflasche oder ein Wärmesäckchen.
Fencheltee mit Kümmelextrakt hilft bei Blähungen und Völlegefühl. Außerdem kann bei akuten Beschwerden das Abstellen der Stressfaktoren und körperliche Ruhe zur Besserung führen. Ballaststoffreiche Ernährung, reichliches Trinken und körperliche Bewegung helfen dem Darm, seine Funktionen wieder normal zu erfüllen.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.'

Was ist das? - Definition
"Dyspepsie" ist die Sammelbezeichnung für unspezifische Oberbauchbeschwerden. Diese treten sehr häufig auf; 20-40 Prozent der Bevölkerung leiden darunter.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Oberbauchbeschwerden
 - funktionelle Dyspepsie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die genauen Ursachen einer Dyspepsie lassen sich meist nicht ermitteln, zumal der Erkrankung keine organischen Veränderungen zugrunde liegen. Als mögliche Ursachen kommen eine verminderte Bildung von Magen- und Gallensaft, eine Fehlfunktion der Galle oder eine verminderte Bauchspeicheldrüsenfunktion in Frage. Außerdem wird auch ein Zusammenhang mit psychosozialen Problemen der Patienten und einer falschen Ernährung diskutiert.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Patienten klagen über Oberbauchschmerzen und Beschwerden in Form eines Völle-, Druck- oder vorzeitigen Sättigungsgefühls. Auch Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Aufstoßen oder Übelkeit sind charakteristische Kennzeichen. Bei diesen Beschwerden handelt es sich um keine harmlose Befindlichkeitsstörung, sondern um ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das die Lebensqualität nachhaltig mindern kann.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Dyspeptische Beschwerden rufen ähnliche Symptome hervor wie das sogenannte Reizdarmsyndrom, bei dem die Schmerzen aber weniger als Oberbauchschmerzen, sondern mehr als diffuse Leibschmerzen wahrgenommen werden. Beim Reizdarmsyndrom treten zudem starke Blähungen und ein Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung auf.
Auch zahlreiche organische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes gehen mit ähnlichen Symptomen einher. Dazu zählen u. a. Magen- und Darmgeschwüre, Reflux-Krankheit (Rückfluss von Magensaft aus dem Magen in die Speiseröhre), Gallensteine oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Sie sollten unbedingt vom Arzt ausgeschlossen werden.
Außerdem können auch bestimmte Medikamente wie das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure oder einige gegen Rheuma wirksame Substanzen die Ursache von Oberbauchbeschwerden sein.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Bei dyspeptischen Beschwerden empfiehlt sich der Einsatz pflanzlicher Arzneimittel. Bitterstoffhaltige Präparate wie Enzian, Wermut oder Pomeranze regen die Ausschüttung von Magen- und Gallensaft an und fördern so Verdauung und Appetit. Extrakte aus Artischockenblätter und javanischer Gelbwurz sind besonders "gallenwirksam". Völlegefühle, Übelkeit und krampfartige Schmerzen lassen sich durch Kümmel, Fenchel, Anis oder aber Pfefferminze, Kamille und Melisse lindern, die einen hohen Anteil an ätherischen Ölen enthalten. Neben der Einnahme pflanzlicher Präparate ist es sinnvoll, den Alkohol-, Kaffee- und Nikotinkonsum einzuschränken. Fette, scharfe, sehr kalte und sehr heiße Speisen sollten möglichst vermieden werden.

Bearbeitungsstand: 24.07.2012

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheke
- Portokavale Enzephalopathie (Gehirnschädigung bei Lebererkrankungen) '

Was ist das? - Definition
Unter Leberzirrhose versteht man einen nicht rückgängig zu machenden, knotigen Umbau der Leber mit Zerstörung der normalen Struktur des Organs.
Die Leber ist ein Organ, das im rechten Oberbauch unter dem Zwerchfell liegt. Die Leber hat entscheidende Bedeutung als Entgiftungsorgan und bei der Produktion zahlreicher wichtiger körpereigener Stoffe wie Galle, Harnstoff und Eiweiße. Daneben ist die Leber bei einigen Immunreaktionen, wie zum Beispiel der Entfernung von Erregern beteiligt.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
 - Alkoholmissbrauch - er ist die häufigste Ursache für Leberzirrhose in den westlichen Ländern
 - Viren, vor allem die Hepatitis-Viren B und C
 - Autoimmunreaktionen, das heißt der Körper bildet gegen seine eigenen Strukturen Abwehrzellen und greift sich dadurch selbst an
 - Stoffwechselkrankheiten, wie zum Beispiel die Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose
 - Medikamente oder Chemikalien: Eine durch sie hervorgerufene Entzündung der Leber kann in einer Leberzirrhose enden
 - Tropenerkrankungen durch Parasiten (Bilharziose)
 - Rückstau von Blut aus dem rechten Herzen bei Herzinsuffizienz

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Leistungsminderung können erste Anzeichen der Leberzirrhose sein. Oft kommt es zu starken Blähungen, Druck- und Völlegfühl im Oberbauch. Durch Appetitlosigkeit und Übelkeit kann es zur Gewichtsabnahme kommen.
Eine fortgeschrittene Zirrhose der Leber zeigt sich nach außen mit folgenden Auffälligkeiten:
 - Gelbsucht (Ikterus) mit der charakteristischen Gelbfärbung der sonst weißen Lederhaut der Augen
 - Rotfärbung der Lippen und Zunge, die außerdem sehr glatt erscheint
 - Auffällige Rötung von Hand- und Fußinnenflächen
 - Kleine, rote "spinnenförmige" Flecken im Gesicht und vor allem am Oberkörper und Bauch
 - Wassereinlagerungen am Bauch (Aszites), der dadurch aufgetrieben erscheint oder Wasser in den Beinen (Ödeme)
 - Entstehung eines kleinen Busens und Verlust der Bauchbehaarung beim Mann
 - Störungen der Regelblutung bei der Frau
In jedem Fall sollten ein Arzt um Rat gefragt werden, wenn eines der genannten Symptome auffällt.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Durch die Verhärtung der Leber werden Venen eingeengt; das Blut muss sich Umleitungen suchen, um zurück zum Herzen zu gelangen. Deshalb kommt es zu auffälligen, oft erhabenen Venen am Bauch, die an "Krampfadern" erinnern. Aber auch im Inneren des Körpers bilden sich solche "Krampfadern". Besonders in der Speiseröhre und im Magen können diese Venen platzen und zu einer unstillbaren Blutung mit Bluterbrechen führen. Solche Blutungen sind lebensgefährlich.
Auf Grund des Ausfalls der Leber kann es im weiteren Verlauf zu Funktionsstörungen des Gehirns kommen, der so genannten hepatische Enzephalopathie.
Leberzirrhose gilt als wichtigste Ursache für die Entstehung von Leberkrebs: 80 Prozent der Patienten mit Leberkrebs hatten Leberzirrhose.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Viele der Symptome der Leberzirrhose stehen für sich alleine auch für eine Vielzahl von Erkrankungen. Das heißt, treten einzelne dieser Symptome auf, kann man noch nicht auf eine Leberzirrhose schließen. Erst ein Arzt kann mit Hilfe einiger klinischer Untersuchungen, wie zum Beispiel Ultraschall, Blutuntersuchungen etc., die Diagnose stellen.

Verhaltenstipps
 - Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung sollte alles vermieden werden, was der Leber schaden könnte, insbesondere Alkohol und Medikamente, letzere, sofern sie nicht vom Arzt verschrieben wurden.
 - Bei einem entzündlichen Schub helfen körperliche Schonung und Bettruhe.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.'

Was ist das? - Definition
Unter einer Gehirnschädigung bei Lebererkrankungen, der medizinische Fachausdruck dafür ist "hepatische Enzephalopathie", versteht man unterschiedlich schwere Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) in Folge schwerer oder fortgeschrittener Lebererkrankungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Hepatische oder Portosystemische Enzephalopathie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Leber hat wichtige Funktionen bei der Entgiftung des Körpers. Eine besondere Stellung nimmt die Leber beim Stoffwechsel von Aminosäuren und Ammoniak ein. Ammoniak entsteht beim Abbau von aus Aminosäuren bestehendem Eiweiß im Körper und wird von der Leber zu Harnstoff verarbeitet und über die Niere ausgeschieden. Kann die Leber diese Aufgabe nicht mehr vollständig übernehmen, kommt es zur Anhäufung giftiger Stoffwechselprodukte, die sich vor allem im Gehirn schädlich auswirken können. Außerdem wird durch die Störung des Aminosäurestoffwechsels die Zusammensetzung der Überträgerstoffe im Gehirn verändert, denn auch diese entstehen aus Aminosäuren.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Symptome umfassen Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Verlängerung der Reaktionszeit und Schlafstörungen. Augenfällig wird die hepatische Enzephalopathie beim Schreiben; das Schriftbild wird oft auffällig undeutlich. Daneben kommt es zu Bewegungsstörungen, wie zum Beispiel ein grobschlägiges Zittern, das vor allem bei nach vorne gestreckten Armen sichtbar wird (so genannter "flapping tremor").
In späteren Stadien wird der Patient immer schläfriger, die Sprache wird unzusammenhängend und undeutlich, die zeitliche Orientierung fehlt. Im letzten Stadium, dem Coma hepaticum, wird der Betroffene schließlich bewusstlos.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Bei Lebererkrankungen wie der Hepatitis, also der Leberentzündung, kommt es zum Funktionsverlust des Lebergewebes. Das gesunde Lebergewebe schafft die Entgiftung von Ammoniak und anderen giftigen Substanzen dann nicht mehr alleine.
Alles Blut aus dem Magen-Darm-Bereich fließt durch die Leber in das Kreislaufsystem des Körpers. Bei Kurzschlussverbindungen (Shunts), die bei Leberzirrhose auftreten, wird Blut aus dem Magen-Darm-Bereich an der Leber vorbei in den Körper und damit auch an das Gehirn geleitet. So gelangen Stoffwechselprodukte und evtl. Gifte ungefiltert zum Gehirn.
Bei Blutungen im Magen-Darm-Trakt fallen große Mengen Bluteiweiß an, die über den Darm in die Gefäße, die das Blut der Leber zuleiten, aufgenommen werden. Die Eiweiße spalten sich in Aminosäuren und Ammoniak, welche für das Gehirn ungünstig sind. Deshalb kann sich bei vorher bestehender Schädigung der Leber eine chronische Blutung als hepatische Enzephalopathie äußern.
Ähnliche neurologische Symptome wie bei Gehirnschädigung bei Lebererkrankungen kommen auch bei einer gefährlichen Überdosierung von bestimmten Schlaf- und Beruhigungsmitteln (Benzodiazepine) vor.

Verhaltenstipps
 - Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung sollten Sie alle Dinge weglassen, die dem Organ schaden könnten, insbesondere Alkohol und Medikamente, sofern sie nicht vom Arzt verschrieben wurden.
 - Weil sich bei einer leberbedingten Gehirnschädigung die Reaktionszeit deutlich verkürzen kann, dürfen Betroffene nicht mehr Auto fahren oder in Bereichen arbeiten, wo Absturzgefahr besteht, das betrifft zum Beispiel Bauarbeiter.
 - Eine kalorienreiche und eiweißarme Ernährung vermindert die Aufnahme von Eiweiß in den Körper. Auch bestimmte Abführmittel können dazu beitragen, dass nicht übermäßig viel Eiweiß in den Körper aufgenommen wird. Milchzucker (Laktulose) verhindert, dass natürliche Bakterien im Darm (die "Darmflora") Ammoniak produzieren.
In jedem Fall gehört die Behandlung der Hepatischen Enzephalopathie in die Hände eines erfahrenen Arztes. Im schweren Stadium ist eine Krankenhausaufnahme und intensivmedizinische Behandlung erforderlich.

Bearbeitungsstand: 18.05.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.'

Was ist das? - Definition
Von einer Gelbsucht ist die Rede, wenn es zu einer Anreicherung von Bilirubin, dem Gallefarbstoff, im Blut kommt.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Ikterus
 - Hyperbilirubinämie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Unsere roten Blutkörperchen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 120 Tagen. Dann werden sie in der Milz abgebaut. Beim Abbau des in den roten Blutkörperchen enthaltenen Farbstoffes Hämoglobin entsteht Bilirubin. Dieser Stoff wird mit dem Blut zur Leber transportiert. In der Leber geht das Bilirubin in die Gallenflüssigkeit über, die in der Gallenblase gespeichert wird. Die Gallenflüssigkeit brauchen wir zur Fettverdauung. Bei fettem Essen wird die Flüssigkeit über einen Gang in den Zwölffingerdarm geleitet. Bilirubin ist also ein Bestandteil unserer Gallenflüssigkeit. Es ist grün und wird deshalb auch als Gallefarbstoff bezeichnet. Durch die Beimischung der Galle zum Stuhl färbt Bilirubin auch unseren Stuhlgang in seiner normalen braunen Farbe.
Eine Gelbsucht, also ein erhöhter Bilirubinspiegel im Blut kann, je nachdem, wo die Störung im oben beschriebenen Kreislauf sitzt, ganz verschiedene Ursachen haben.
Bei Erwachsenen deutet ein erhöhter Bilirubinspiegel im Blut fast immer auf eine Erkrankung hin, bei Neugeborenen ist dies in den ersten Lebenstagen ganz normal. Denn während der Entwicklung im Bauch der Mutter brauchen die Ungeborenen sehr viele rote Blutkörperchen um den Sauerstoff, den sie von der Mutter erhalten, verwerten zu können. Nach dem ersten Atemzug ist diese große Menge an roten Blutkörperchen nicht mehr nötig. Es werden also in kurzer Zeit sehr viele dieser Zellen abgebaut. Die Leber der Neugeborenen kann mit einer so hohen Menge an Bilirubin nicht fertig werden und somit steigt der Bilirubingehalt im Blut an.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Kann das Bilirubin nicht mit der Galle ausgeschieden werden, erhöht sich der Bilirubinspiegel im Blut, was besonders an den Augen sichtbar wird. Die Augenbindehaut verfärbt sich gelblich.
Bei sehr hohen Werten lagert sich Bilirubin in der Haut an, auch diese nimmt eine gelbliche Farbe an und juckt sehr stark.
Manchmal, zum Beispiel bei einem eingeklemmten Gallenstein als Ursache, kommen Schmerzen im rechten Oberbauch dazu.
Da das Bilirubin nicht mehr in den Darm abgegeben werden kann, verliert der Stuhl seine normale Farbe und wird ganz hell. Das überschüssige Bilirubin versucht der Körper mit dem Urin auszuscheiden. Folge ist eine bierbraune Urinverfärbung.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Je nach Ursache der Gelbsucht kann die Augen- und Hautverfärbung abklingen, bestehen bleiben oder immer wieder kommen. Die Komplikationen sind je nach der zugrunde liegenden Ursache sehr verschieden.
Steigt der Bilirubinwert bei Neugeborenen über einen bestimmten Wert, lagert sich der Farbstoff im Gehirn ab. Es kommt zu schweren geistigen und körperlichen Behinderungen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Manche Menschen haben immer einen leicht erhöhten Bilirubinwert im Blut. Ursache ist hier eine angeborene Stoffwechselstörung der Leber. Sie kann das ankommende Bilirubin schlechter verwerten. Doch diese leichte Leberfunktionsstörung hat keinen Krankheitswert, die Bilirubinwerte steigen auch nicht besonders hoch, so dass es zu keinen Komplikationen kommt.

Was kann dahinter stecken - Mögliche Krankheitsbilder
Die Leber ist das zentrale Organ im Bilirubinstoffwechsel. Die Ursache einer Gelbfärbung kann daher, vom Blutkreislauf aus gesehen, vor, in oder hinter der Leber liegen:
 - Von einer Störung vor der Leber spricht man, wenn die Ursache eine von der Leber unabhängige ist. So steigt bei einem erhöhten Abbau von roten Blutkörperchen, z.B. beim Abbau großer Blutergüsse, der Bilirubinspiegel vorübergehend an, weil die Leber diese großen Mengen nicht auf einmal verarbeiten kann.
 - Eine der häufigsten Ursachen einer Gelbsucht liegt in einer Störung der Leber selbst. Bei einer Leberentzündung, einer Hepatitis, kann die Leber nicht richtig arbeiten. Bei der Leberzirrhose, einer schwerwiegenden Lebererkrankung, meist infolge von dauerhaft erhöhtem Alkoholkonsum, funktioniert die Leber nicht mehr ausreichend.
 - Wenn der Abfluss der Gallenflüssigkeit gestört ist, meist infolge eines Gallensteines, der den Gallengang verstopft, kann das Bilirubin nicht in den Darm abgegeben werden. Eine seltene, aber sehr gefährliche Ursache dieser Form der Gelbsucht ist ein Gallengangs- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs, bei dem der Gallengang durch den Tumor zuwächst.

Verhaltenstipps
 - Bei Neugeborenen verhindert man ein zu hohes Ansteigen des Bilirubinspiegels indem man die Kinder unter eine UV-Lampe legt. Diese Form des Lichts, dem normalen Sonnenlicht sehr ähnlich, bewirkt einen Abbau des Bilirubins in der Haut.
 - Der durch den hohen Bilirubinspiegel in der Haut verursachte Juckreiz ist ausgesprochen unangenehm. Er lässt sich durch kalte Waschungen, z.B. mit Essigwasser (1 Esslöffel Essig auf 1 Liter Wasser) lindern.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008) - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheke


Dosierung und Anwendungshinweise
Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Verstopfung, Erleichterung der Darmentleerung und Erweichung des Stuhls:
Verstopfung, Erleichterung der Darmentleerung und Erweichung des Stuhls: Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene: Alternativ kann die Tagesdosis auch 1-mal täglich eingenommen werden.
Die abführende Wirkung tritt normalerweise nach 2 bis 10 Stunden ein, bei ungenügender Dosierung jedoch erst nach 24 bis 48 Stunden.
Gehirnschädigung bei Lebererkrankungen (akut): Die Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.
Gehirnschädigung bei Lebererkrankungen (chronisch):
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Säuglinge bis 1 Jahr2,5 ml1-2 mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Kinder von 1-6 Jahren5-7,5 ml1-2 mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Kinder von 7-14 Jahren7,5 ml1-2 mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene7,5-15 ml2-mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Erwachsene30-45 ml3-4 mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Dazu geben Sie es in ein Glas Wasser oder Tee und rühren um.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Fragen Sie dazu im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Durchfall sowie zu Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 5 ml Sirup.

HilfstoffLactulose 3,25 g
HilfstoffFructose +
HilfstoffGalactose +
HilfstoffLactose +
HilfstoffCitronensäure, wasserfreie +
HilfstoffKirsch-Aroma +
HilfstoffWasser, gereinigtes +

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist