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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff erhöht im Gehirn die Menge eines bestimmten Botenstoffes, dem sog. Acetylcholin. Dieser Botenstoff ist für die Funktionen des Gehirns unverzichtbar und liegt bei einigen Erkrankungen, wie der Demenz, in verminderter Menge vor.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Bei Nichteinhaltung des Behandlungsplans sind z.T. schwerwiegende Nebenwirkungen möglich. Eine Überwachung der sachgemäßen Anwendung durch Dritte ist bei gefährdeten Personen notwendig.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, wie:
 - Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Atemwegserkrankungen, wie:
 - Asthma bronchiale
 - Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Erregungsleitungsstörung am Herzen, wie:
 - Sinusknotensyndrom (Störung bei der Entstehung des Herzschlags im Ursprung)
 - Sinuatrialer Block (gestörte Entstehung des Herzschlags im Herzvorhof)
 - AV-Block (Störung der Erregungsleitung vom Vorhof des Herzens zur Kammer)
- Neigung zu Krampfanfällen
- Störungen beim Wasserlassen, durch Behinderung des Harnabflusses
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Bevorstehende größere Operation

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Durchfälle
 - Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Kopfschmerzen
- Angstzustände
- Depressionen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Hautausschlag
- Pulserniedrigung
- Harnwegsinfektionen
- Allgemeine Schwäche
- Fieber

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Alzheimer-Demenz


Was ist das? - Definition
Fortschreitender Verlust bereits erworbener Fähigkeiten und Gedächtnisleistungen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - demenzielles Syndrom


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die genaue Ursache der Demenz ist ungeklärt. Es gibt verschiedene Demenzarten. Die häufigste und daher auch bekannteste Demenzform ist die Alzheimer Demenz. Hier kommt es im Laufe der Erkrankung zu einem zunehmenden Verlust an Hirnsubstanz. Zudem findet man zwischen den Nervenzellen Ablagerungen von giftigen Eiweißpartikeln.
Die zweithäufigste Demenzart ist besonders bei hochbetagten Menschen anzutreffen. Hier liegt eine Verkalkung (Arteriosklerose) der Hirngefäße vor. Doch auch im Rahmen anderer Erkrankungen kann es zur Demenzentwicklung kommen. Beispielsweise bei einer schweren Depression, einer Parkinsonerkrankung oder einer langjährigen Alkoholkrankheit.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Symptome der verschiedenen Demenzformen ähneln sich. Eine Unterscheidung, welche Demenzart vorliegt gelingt nur mit Hilfe technischer Untersuchungen.
An eine Demenz sollte man unter anderem bei folgenden Veränderungen denken:
 - Typisch ist ein zunehmender Gedächtnisverlust. Zuerst lässt das Kurzzeitgedächtnis nach, das Langzeitgedächtnis erst nach längerem Krankheitsverlauf.
 - Demenzkranke sollten nicht alleine gelassen werden, denn aufgrund ihrer Orientierungsschwierigkeiten finden sie nicht mehr nach Hause, sondern irren hilflos umher.
 - Das abstrakte Denken ist zunehmend gestört, so können Gegensätze nicht mehr erkannt und keine Synonyme genannt werden. Handlungen werden nicht mehr geplant, Schlussfolgerungen können nicht mehr gezogen werden.
 - Demenzkranke verlieren ihre Eigeninitiative. Sie vernachlässigen ihre Körperpflege, die Nahrungszufuhr und die Haushaltspflege oder ihre Hobbies.
 - Nicht selten sind Störungen des Tag-/Nachtrhythmus und Phasen mit Wahnvorstellungen oder Halluzinationen.
 - Oft verändert sich die Persönlichkeit, so werden sanftmütige Menschen plötzlich aggressiv.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Mit zunehmender Demenz werden die Betroffenen immer hilfs- und pflegebedürftiger. Sie können sich nicht mehr selbst waschen und anziehen, das Essen muss ihnen gereicht werden, sie werden inkontinent und schließlich bettlägerig. Eine Teilnahme am Gespräch oder gesellschaftlichen Leben wird zunehmend schwerer, bis es nicht mehr gelingt. Schwer Demenzkranke leben in ihrer eigenen Welt, sie sind für uns Außenstehende nicht erreichbar, machen dabei aber oft einen durchaus zufriedenen Eindruck.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Wahnvorstellungen und Halluzinationen kommen bei vielen psychischen Erkrankungen vor.
Bei alten Menschen können Flüssigkeitsmangel oder Störungen des Stoffwechsels, besonders gestörte Zuckerwerte zu demenzähnlichen Symptomen führen.
Die normale Vergesslichkeit im Alter kann phasenweise an eine dementielle Erkrankung erinnern.


Verhaltenstipps
 - Eine beginnende Demenz lässt sich gut anhand einfacher Tests beim Hausarzt feststellen. Im Zweifel sollte man sich entsprechend beraten und untersuchen lassen.
 - Es gibt wirkungsvolle Maßnahmen, einer Demenz vorzubeugen. Die wichtigste ist, das Hirn und somit auch das Gedächtnis aktiv zu halten. Hierzu dienen Lesen, ein Musikinstrument spielen, Spiele allgemein oder "Gehirnjogging". Doch auch regelmäßige Bewegung und ausgewogene Kost sind recht wirkungsvoll.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Thieme, Thiemes Altenpflege in Lernfeldern, Thieme, (2008)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung. Das Arzneimittel ist vor allem für den Behandlungsbeginn geeignet. Für die Folgebehandlung stehen Arzneimittel mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung. Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Pflaster1-mal täglichzum gleichen Zeitpunkt
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Kleben Sie das Arzneimittel auf eine saubere, trockene und unverletzte Hautstelle auf. Drücken Sie es kräftig an. Das Arzneimittel sollte 24 Stunden auf der Hautstelle bleiben. Vor einer erneuten Anwendung an der selben Stelle sollte eine Pause von 14 Tagen abgewartet werden. Für das Aufkleben günstige Körperstellen sind der Oberarm, der Rücken oder Brustkorb. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bluthochdruck oder Pulserniedrigung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Anwendung vergessen?
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 5 cm2 Pflaster = 1 Pflaster.

Wirkstoffstoff 9 mg Rivastigmin
entspricht Freigabe: 4,6 Milligramm pro Tag Rivastigmin
Hilfstoff + Pegoterat
Hilfstoff + DL-a63-Tocopherol
Hilfstoff + Poly(butylmethacrylat, methylmethacrylat)
Hilfstoff + Poly[(2-ethylhexyl)acrylat-co-methylacrylat-co-acrylsäure-co-(2,3-epoxypropyl)methacrylat] (61.5:33:5.5:0.02)
Hilfstoff + Dimeticon
Hilfstoff + Fluoropolymerbeschichteter Polyesterfilm

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.