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Anwendungsgebiete:
• Ausgleich eines gleichzeitigen Calcium- und Vitamin D3-Mangels • Zur Unterstützung einer spezifischen Osteoporose-Behandlung bei Patienten mit nachgewiesenem oder hohem Risiko eines gleichzeitigen Calcium- und Vitamin D-Mangels.


Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei: • Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels • Hypercalcämie • Hypercalcurie • Nierenkalksteine • Nephrocalcinose • Niereninsuffizienz • primärem Hyperparathyreoidismus • Vitamin-D-Überdosierung • Myelom • Knochenmetastasen • Sarkoidose (Morbus Boeck) • Immobilisationsosteoporose. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ist das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden, wobei eine Kontrolle der Calcium- und Phosphat-Homöostase erfolgen sollte. Schwangerschaft und Stillzeit: • In der Schwangerschaft liegt der normale Tagesbedarf von Vitamin D3 bei 400 I.E. Während der Schwangerschaft müssen Überdosierungen von Vitamin D vermieden werden, da eine lang anhaltende Hypercalcämie zu körperlicher und geistiger Retardierung, supravalvulärer Aortenstenose und Retinopathie beim Kind führen kann. Deswegen sollte in der Schwangerschaft die Dosierung auf 400 I.E. beschränkt werden. - Calcium geht in geringen Mengen in die Muttermilch über, ohne einen negativen Effekt auf das Kind zu haben.


Wirkungen:
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit: • Auch bei Beachtung der empfohlenen Dosierung kann es zu Obstipation, Blähungen, Übelkeit, Magenschmerzen, Diarrhoe, Hypercalciurie und Hypercalcämie kommen.


Anwendung:
Erwachsene: 1 Brausetablette (600 mg Calcium und 400 I.E. Vitamin D3) 2mal täglich (morgens und abends). Hinweise: • Während einer Langzeitanwendung sollten die Serum- und Urin-Calcium-Spiegel sowie die Nierenfunktion kontrolliert werden. Die Dosierung sollte reduziert bzw. die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden, wenn eine Calcium-Ausscheidung von über 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) im Urin nachgewiesen wird. • Die Dosierung an Vitamin D3 pro Darreichungsform (400 I.E.) sollte bei der Anwendung weiterer Vitamin-D-Präparate berücksichtigt werden. • Da das Arzneimittel bereits Vitamin D3 enthält, darf eine zusätzliche Anwendung von Vitamin D oder Calcium nur unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen. In diesem Fall ist unbedingt eine wöchentliche Überprüfung der Serum- und Urin-Calcium-Spiegel durchzuführen. Art und Dauer der Anwendung: • Die Brausetablette wird in 1 Glas Wasser aufgelöst und sofort getrunken.


Haltbarkeit:
• Zum Schutz vor Feuchtigkeit Röhrchen fest verschlossen halten • Trocken und nicht über 25°C lagern

Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Calciumionen haben entscheidende Bedeutung bei der Aktivierung biologischer Systeme. Ein Mangel an Calcium im Blut erhöht, ein Überschuss dagegen vermindert die neuromuskuläre Erregbarkeit. Orale Calciumzufuhr fördert die Remineralisation des Skeletts bei Calciummangel.Colecalciferol ist physiologisches Vitamin D3, das in der Niere und Leber zu Calcitriol, der wirksamen Substanz des Vitamin D3 umgewandelt wird. Calcitriol ist zuständig für die Aufnahme des durch die Nahrung zugeführten Calcium und Phosphat aus dem Darm. Ebenso sind die Verwertung des Calciums und seine Wiederaufnahme aus der Niere Vitamin-D-abhängig. Die Substanz fördert die Mineralisation der Knochen und hemmt somit deren Abbau.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Ascorbinsäure (Vitamin C)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Cyclamat (E-Nummer E 952)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Nierenkalksteine
- Kalkablagerungen in der Niere
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Nebenschilddrüsenerkrankungen
- Vitamin-D-Überdosierung
- Myelom
- Knochenmetastasen
- Ruhigstellen des Körpers zu Behandlungszwecken
- Sarkoidose (Boeck Krankheit)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Verstopfung
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Nesselsucht
- Juckreiz
- Hautausschlag
- Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Blut zur alkalischen Seite (Alkalose)

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Unterstützende Behandlung der Osteoporose
- Nachgewiesener Calcium- und Vitamin D3-Mangel


Was ist das? - Definition
Die Osteoporose ist eine Knochenerkrankung, bei der es zu einer Abnahme der Knochensubstanz gekommen ist. Das Risiko eines Knochenbruches ist dadurch erhöht.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Knochenschwund

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Osteoporose ist die häufigste Knochenkrankheit der westlichen Welt. Betroffen sind vor allem Frauen über 60 Jahre.
Auch wenn es nicht den Anschein hat, ist ein Knochen ein "lebendes" Gewebe, in dem ständig Auf- und Abbauprozesse ablaufen. Normalerweise stehen diese Prozesse im Gleichgewicht, das heißt, abgebauter Knochen wird sofort wieder aufgebaut. Somit bleibt die Knochensubstanz konstant.
Bei der Osteoporose ist dieser Prozess aus dem Gleichgewicht geraten und es kommt zum vermehrten Knochenabbau bei vermindertem Knochenaufbau. Der Knochen wird porös und es besteht eine erhöhte Gefahr von Knochenbrüchen.
Frauen in den Wechseljahren haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko: Bei Mangel an dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen kommt es zu einer verminderten Calciumaufnahme aus dem Darm und zu einer vermehrten Freisetzung dieses Minerals aus dem Knochen. Das bedeutet, dass langfristig die Knochenmasse abnimmt und sich eine Osteoporose entwickelt. Bei der häufigsten Form der Osteoporose ist besonders die Wirbelsäule betroffen, während es nur selten zu Veränderungen im Bereich der Arme und Beine kommt.
Osteoporose ist aber keine reine Frauenkrankheit, da es auch altersbedingt zu einem natürlichen Knochenschwund kommt. Diese Form tritt erst ab dem 70. Lebensjahr auf und betrifft auch Männer. Typischerweise kommt es besonders im Bereich des Oberschenkelknochens zu Veränderungen. Deshalb ist der Oberschenkelhalsbruch eine häufige Komplikation im Alter.
Doch auch im Rahmen einer lang dauernden hochdosierten Cortisontherapie, bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen (z.B. einer Schilddrüsenüberfunktion), infolge langer Bettlägerigkeit oder einer Querschnittslähmung kann sich eine Osteoporose entwickeln.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei folgenden Konstellationen das Osteoporoserisiko erhöht ist:
 - Geschlecht: Osteoporose ist besonders eine Erkrankung der älteren Frau, doch auch Männer sind betroffen.
 - Vererbung: bei Fällen von Osteoporose in der Familie besteht ein erhöhtes Risiko.
 - Ethnische Zugehörigkeit: Osteoporose ist bei weißen Frauen häufiger.
 - Körperbau: bei schlanken und grazilen Menschen kommt es häufiger zur Osteoporose, als bei Menschen mit stämmigem Körperbau.
 - Lebensführung: Bewegungsmangel (z.B. rein sitzende Tätigkeit), Rauchen und chronischer Alkoholgenuss sind Risikofaktoren für eine Osteoporose.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Osteoporose ist eine schleichend verlaufende Krankheit, die lange Zeit keinerlei Beschwerden verursacht.
Erst nach Jahren können akute und vor allem chronische Rückenschmerzen auftreten, denn betroffen ist hauptsächlich die Wirbelsäule. Durch den Knochenschwund wird der Knochen instabil und kann leicht in sich zusammenbrechen. Folge ist eine Verformung der Wirbelsäule, die zu Fehlhaltung, Muskelverspannungen und deshalb zu chronischen Schmerzen führt. Anfangs treten die Beschwerden nur bei besonderer Belastung auf, später gehen sie in Dauerschmerzen über.
Die Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule führen zu typischen Änderungen der Körperstatur :
 - Die Verformung der Wirbelsäule führt zu einer zunehmenden Krümmung der Brustwirbelsäule, zum "Buckel", früher "Witwenbuckel" genannt. Die Verformung der Wirbelsäule kann so ausgeprägt sein, dass die unteren Rippen am Beckenkamm scheuern.
 - Durch die Krümmung der Wirbelsäule nimmt die Körpergröße stetig ab.
 - Es kommt zu einer Verschiebung der Hautfalten: die Patientinnen berichten vom Verlust der Taille ("kein Rock passt mehr"), weil der Bauch extrem vorgewölbt ist.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Man nennt die Osteoporose auch "Frakturkrankheit", weil es oft schon bei kleinen Unfällen oder auch ohne Anlass zu Knochenbrüchen kommen kann.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei Menschen, die bettlägerig sind und deshalb nie an die Sonne kommen, kann es zur Osteomalazie, einer Knochenerweichung infolge Vitamin D-Mangels, kommen. Vitamin D ist wichtig für die Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Wir nehmen es mit der Nahrung zu uns oder es wird in der Haut mit Hilfe von Sonnenlicht gebildet. Fehlt Calcium, kann es nicht ausreichend in den Knochen eingebaut werden. Deshalb werden die Knochen weich. Folge sind chronische Knochenschmerzen.
Die Osteochondrose ist eine Form der Arthrose, des Gelenkverschleißes. Hier sind die kleinen Gelenke zwischen den einzelnen Wirbeln betroffen. Folge sind auch hier chronische Rückenschmerzen wechselnder Stärke. Im Gegensatz zur Osteoporose kommt es hier aber nicht zur Verkrümmung der Wirbelsäule.

Verhaltenstipps
 - Zur Vermeidung einer Osteoporose ist eine Calcium-reiche Ernährung wichtig. Zum Erhalt der Knochenstabilität benötigen Erwachsene täglich 1000 bis 1500 mg Calcium. 0,5 Liter Milch (2-3 Gläser) und 50 g Hartkäse (ca. 2 Scheiben) decken den täglichen Calciumbedarf.
 - Zu empfehlen ist ein gezieltes Training der Bauch- und Rückenmuskulatur, da die Osteoporose besonders die Wirbelsäule betrifft.
 - Schwimmen ist eine ideale Kombination aus Wirbelsäulenentlastung und Muskeltraining, da im Wasser die Wirbelsäule durch den Auftrieb entlastet wird.
 - Ganz besonders wichtig aber ist die tägliche Bewegung an der frischen Luft, denn nur ein Knochen, der regelmäßig belastet wird, bleibt stabil. Zur Einlagerung von Calcium in den Knochen brauchen wir Vitamin D, welches in der Haut unter Einfluss von Sonnenlicht gebildet wird. Es kommt nicht auf die direkte Sonneneinstrahlung an, auch ein bedeckter Himmel oder ein Sonnenschirm mindern die Wirkung des Sonnenlichtes nicht.
Zur Entlastung der Wirbelsäule sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:
 - Fahrradfahren: Der Lenker sollte so hoch gestellt sein, dass man aufrecht sitzen muss, so trainiert man die Rückenmuskulatur.
 - Schuhe mit weicher Sohle zur Entlastung der Wirbelsäule und der Gelenke.
 - Bei Übergewicht abnehmen, denn Übergewicht belastet die Knochen und Gelenke.
 - Langes Stehen und Sitzen vermeiden, möglichst viel laufen, das fördert den Knochenstoffwechsel.
 - Das Heben von schweren Lasten vermeiden, besser ist ein Transport auf fahrbaren Geräten.

Bearbeitungsstand: 05.12.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitamin D


Was ist das? - Definition
Unzureichende Versorgung des Körpers mit Vitamin D

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und spielt deshalb eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel. Vitamin D kann einerseits durch die Nahrung aufgenommen werden, andererseits kann es der Körper mit Hilfe von Sonnenlicht selbst bilden.
Zum Vitamin D-Mangel kann es durch fehlerhafte Ernährung, z.B. bei einer rein vegetarische Ernährung und bei immobilen Patienten aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung kommen. Seltenere Ursachen sind eine mangelhafte Aufnahme des Vitamins im Magen-Darm-Trakt oder eine unzureichende Umwandlung des Vitamins im Körper aufgrund schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörungen.
Folge des Vitaminmangels ist ein verringerter Einbau von Kalzium in die Knochen und damit eine verminderte Knochendichte. Bei Kindern nennt man dieses Krankheitsbild Rachitis, bei Erwachsenen Osteomalazie.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Rachitis ist heute eine extrem seltene Erkrankung. Zu Zeiten der industriellen Revolution war sie in großen Städten sehr verbreitet. Denn aufgrund des Smogs und/oder der Kinderarbeit in den Bergwerken waren die Kinder fast nie oder zu selten an der Sonne.
Besonders bei alten und bettlägerigen Menschen, die sich nur sehr selten oder gar nicht mehr im Freien aufhalten können, kann es zur Osteomalazie kommen. Infolge des fehlenden Vitamin D kommt es im Laufe der Jahre zum vermehrten Knochenabbau.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Typisch für die Osteomalazie sind generelle Knochenschmerzen. In ausgeprägten Fällen kann es zu Knochenfehlstellungen infolge der Knochenerweichung kommen. Folgen sind beispielsweise O-Bein-Bildung, eine zunehmende Krümmung der Wirbelsäule oder Verschiebungen im Becken. Durch hochdosierte Therapie mit Vitamin D und Kalzium verschwinden die Beschwerden meist wieder.
Bei der Rachitis fehlt dem kindlichen Skelett das Kalzium zur Knochenreifung. Folge sind deutliche Veränderungen der Knochen wie O-Beine, Veränderungen des Brustkorbs, der Wirbelsäule und auch der Zähne. Wird hier nicht rechtzeitig therapiert, bilden sich die Knochenveränderungen nicht zurück!


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Typisch für die Osteomalazie sind generelle Knochenschmerzen. In ausgeprägten Fällen kann es zu Knochenfehlstellungen infolge der Knochenerweichung kommen. Folge sind beispielsweise O-Bein-Bildung, eine zunehmende Krümmung der Wirbelsäule oder Verschiebungen im Becken. Durch hochdosierte Therapie mit Vitamin D und Kalzium verschwinden die Beschwerden meist wieder.
Bei der Rachitis fehlt dem kindlichen Skelett das Kalzium zur Knochenreifung. Folgen sind deutliche Veränderungen der Knochen wie O-Beine, Veränderungen des Brustkorbs, der Wirbelsäule und auch der Zähne. Wird hier nicht rechtzeitig therapiert, bilden sich die Knochenveränderungen nicht zurück!


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Ursachen für Schmerzen im Bewegungsapparat gibt es im Alter viele. Sie reichen von der Arthrose über rheumatische Erkrankungen bis hin zur Osteoporose.
Knochenveränderungen können bei Kindern angeboren sein oder sich im Laufe des Wachstums bilden, z.B. eine Wirbelsäulenverkrümmung, die Skoliose. Dank einer Impfung heute fast ausgestorben, ist die Kinderlähmung (Poliomyelitis) eine Erkrankung, bei der es aufgrund fehlender Nervenimpulse zu erheblichen Skelettveränderungen kommt.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Früher wurde Lebertran bei Vitamin D-Mangel verordnet. Auch Seefisch oder verschiedene Fleischsorten enthalten Vitamin D.
 - Da Milch fast kein Vitamin D enthält, wird es Säuglingen und Kleinkindern heute in Tablettenform gegeben - diese Prophylaxe ist absolut ungefährlich und für die Knochenentwicklung extrem wichtig!
 - Doch nicht nur Vitamin D, auch eine ausreichende Kalziumzufuhr ist zum Knochenaufbau wichtig. Zum Erhalt der Knochenstabilität benötigen Erwachsene täglich 1000 - 1500mg Kalzium. 0,5 Liter Milch (2,5 Gläser) und 50g Hartkäse (ca. 2 Scheiben) decken den täglichen Kalziumbedarf!
- Alte und bettlägerige Menschen, die nicht mehr oder nur noch selten an die frische Luft kommen, sollten regelmäßig Vitamin D in Tablettenform einnehmen um einer Osteomalazie vorzubeugen.


Bearbeitungsstand: 09.11.2016

Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, (2005) - Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Das Arzneimittel darf von Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen nicht angewendet werden.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Brausetablette2 mal täglichwährend oder zwischen den Mahlzeiten
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Trinken Sie das Arzneimittel nach Auflösen bzw. nach Zerfallenlassen in Wasser (z.B. ein Glas).

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu einer Hypervitaminose, Hyperkalzämie mit Muskelschwäche sowie zu gesteigertem Durstgefühl, krankhaft erhöhte Urinausscheidung, Bauchschmerzen, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

entspricht 52 mg Natrium-Ion
Hilfstoff + Natriumhydrogencarbonat
Hilfstoff + Natrium cyclamat
Hilfstoff + Natriumcarbonat
Hilfstoff + Natrium ascorbat
Hilfstoff + Triglyceride, mittelkettige
Hilfstoff + Maltodextrin
Hilfstoff + Siliciumdioxid, hochdisperses
Hilfstoff + Citronensäure
Hilfstoff + DL-Äpfelsäure
Hilfstoff + DL-a63-Tocopherol
entspricht 400 Internationale Einheiten Colecalciferol
Wirkstoffstoff 0,01 mg Colecalciferol
entspricht 600,65 mg Calcium-Ion
Wirkstoffstoff 1500 mg Calciumcarbonat
Hilfstoff + Zitronen-Aroma
Hilfstoff + Saccharose
Hilfstoff + Maisstärke, modifiziert
Hilfstoff + Saccharin natrium
entspricht + Arabisches Gummi
entspricht + Zitronen-Aroma
entspricht + Sorbitol
entspricht + D-Glucono-1,5-lacton
entspricht + Maltodextrin
entspricht + Mannitol
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*gegenüber der Preisangabe, die gemäß §129 Absatz 5a SGB V in Verbindung mit AMPreisVO für die ausnahmsweise Abgabe apothekenpflichtiger, nicht verschreibungspflichtiger Artikel zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist