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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Calcipotriol gehört zur Gruppe der der Vitamin D3-Derivate und wird zur äußerlichen Behandlung von Schuppenflechte angewendet. Calcipotriol hemmt das Wachstum und die Vermehrung hornbildender Zellen (Keratinozyten) und verbessert die gestörte Zelldifferenzierung. Darüber hinaus unterdrückt Calcipotriol die Produktion entzündungsfördernder Stoffe.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Punktförmige Schuppenflechte (Psoriasis)
- Eitrigen Pusteln bei Schuppenflechte (Psoriasis)
- Schuppenflechte (Psoriasis) im Gesicht
- Kalziumstoffwechselstörung

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel sollte nicht auf die Brust aufgetragen werden.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Hautreizung
- Schuppenflechte (Psoriasis)
- Hautentzündung
- Entzündung der Haut durch Chemikalien/Allergie (Kontaktdermatitis)
- Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
- Hautausschlag, wie:
 - Rötlicher (erythematöser) Hautausschlag
 - Fleckig-knotiger Hautausschlag (makulopapulöser Hautauschlag)
 - Masernartiger Hautausschlag
 - Knotiger Hautausschlag (Papulöser Hautauschlag)
 - Hautausschlag mit Eiterbläschen
 - Entzündung der mittleren Hautschicht mit Blasen (bullöse Dermatitis)
- Hautschuppung bzw. -abschälung (Exfoliation)
- Brennendes Gefühl auf der Haut
- Juckreiz (Pruritus)
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Hautschmerzen
- Überempfindlichkeit
- Zu hoher Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Hautschwellung mit Flüssigkeitsansammlung (Hautödem)
- Hautentzündung mit Rötung und fettigen Schuppen (seborrhoisches Ekzem)
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Haarbalgentzündung
- Störung der Hautfärbung (Pigmentstörung), wie:
 - Verstärkte Hautfärbung durch mehr Hautfarbstoff (Hyperpigmentierung)
 - Verlust der Hautfarbe
- Hautentzündung mit Juckreiz und Rötung (Ekzem)

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Leichte bis mittelschwere Schuppenflechte (Psoriasis)


Was ist das? - Definition
Bei Psoriasis handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die gutartig ist. Auch Schleimhäute, Gelenke und Nägel können betroffen sein.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Schuppenflechte

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Bei der Entstehung der Schuppenflechte spielt einerseits die genetische Veranlagung eine Rolle. Etwa 30-40 Prozent aller Patienten, die unter Schuppenflechte leiden, haben Verwandte, die ebenfalls daran erkrankt sind. Neben der erblichen Veranlagung gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die zum Ausbruch der Erkrankung führen bzw. ihre Verschlechterung bewirken können. Dazu zählen u.a. Rauchen, Übergewicht, Alkoholkonsum, seelischer Stress, Stoffwechselstörungen, bestimmte Medikamente oder hormonelle Faktoren.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Auf der Haut bilden sich gerötete Knötchen aus, die mit silberweißen Schuppen bedeckt sind und jucken können. Besonders oft sind sie an Ellbogen und Knien, an den behaarten Kopfbereichen und am Kreuzbein anzutreffen. Bei jedem zweiten Patienten sind auch die Nägel mitbetroffen.
Die Schuppenherde sind unterschiedlich groß: Sie können punktartig sein, erreichen mitunter aber auch die Größe von Münzen oder Handtellern. Entweder treten sie als vereinzelte und scharf begrenzte Flächen auf oder sie fließen zusammen und bedecken ganze Körperpartien.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Erkrankung verläuft individuell verschieden und ist in der Regel chronisch. Meist tritt sie schubweise auf, wobei die erscheinungsfreien Intervalle Monate bis Jahre dauern können. Verschlechterungen lassen sich meist im Herbst und Winter, Besserungen im Sommer beobachten. Je nach Ausprägung treten starke Spannungsgefühle und Hauttrockenheit auf. Mitunter reißt die Haut auch ein, wodurch die Gefahr entsteht, dass sie durch Bakterien und andere Krankheitserreger infiziert wird.
Bei der Psoriasis Arthritis, einer Sonderform der Erkrankung, sind die Gelenke geschwollen und druckempfindlich. Nach dem Aufstehen lassen sie sich häufig über eine Stunde lang kaum bewegen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Eine regelmäßige und sorgfältig auf die individuellen Symptome abgestimmte Feuchtigkeitspflege der Haut ist unerlässlich. Bei eher fettiger Haut sollten leichtere Cremes und Lotionen verwendet werden, bei fettarmer und trockener Haut sind Salben geeigneter. Zum Waschen empfehlen sich neutrale Waschemulsionen mit rückfettenden Substanzen. Grundsätzlich sollte Duschen dem Baden vorgezogen werden, da es die Haut weniger austrocknet. Lange Bäder und sehr heißes Wasser sind zu vermeiden. Wichtig ist, dass die Haut nach dem Duschen oder Baden nicht abgerubbelt, sondern vorsichtig trocken getupft wird. Dadurch wird die Haut weniger gereizt und der rückfettende Film auf der Haut bleibt besser erhalten.

Bearbeitungsstand: 30.04.2012

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Zum Auftragen auf die Haut: Als alleinige Behandlung und in Kombination mit anderen Arzneimitteln: Höchstdosis: Erwachsene: Eine Dosis von 5 mg Calcipotriol (entspr. 100 g Salbe, bei alleiniger Behandlung mit diesem Arzneimittel) pro Woche sollte nicht überschritten werden. Als alleinige Behandlung: Für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt dosiert. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsenedünn1-2mal täglichmorgens, evtl. auch abends
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel dünn auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach leicht ein. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Gesicht und Augen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte bei Kindern und Jugendlichen in der Regel nicht länger als 8 Wochen und bei Erwachsenen nicht länger als 1 Jahr angewendet werden.

Überdosierung?
Es kann zu Überdosierungserscheinungen wie einem zu hohen Kalziumspiegel im Blut unter anderem mit krankhaft gesteigerte Harnausscheidung, Verstopfung, Muskelschwäche, Verwirrtheit und Koma kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 g Salbe.

Hilfstoff + Vaselin, weißes
Wirkstoffstoff 0,05 mg Calcipotriol
Hilfstoff + Wasser, gereinigtes
Hilfstoff + Dinatrium edetat-2-Wasser
Hilfstoff + Dinatriumhydrogenphosphat-2-Wasser
Hilfstoff + DL-a63-Tocopherol
Hilfstoff + Paraffin, dickflüssiges
Hilfstoff + Polyethylenglycol (2) stearylether
Hilfstoff + Propylenglycol
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.