VIAGRA
VIAGRA enthält den Wirkstoff Sildenafil . Viagra wird eingesetzt zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörungen) beim Mann, als Tabletten zu 25, 50 und 100 mg des Wirkstoffs Sildenafil. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist VIAGRA mit dem Arzneistoff Sildenafil in allen verfügbaren Darreichungsformen verschreibungspflichtig. Einsatz bei erektiler Dysfunktion (ED) Nach Studien ermöglicht der VIAGRA Wirkstoff Sildenafil bei 69 % der männlichen Patienten eine Erektion, die für die Dauer eines Geschlechtsverkehrs aufrechterhalten wird. Sildenafil in VIAGRA hat im Gegensatz zu den bis dahin eingesetzten Potenzmitteln, die sich die Patienten z. B. mit der Nadel in den Penis spritzen mussten, den Vorteil, dass es nur dann wirkt, wenn der Patient auch sexuell erregt ist. Ausmaß und Dauer einer Erektion hängen vom Blutzufluss und Blutabfluss in den Schwellkörpern des Penis ab. Die Blutzufuhr wird durch ringförmige Muskeln in der Arterienwand des Corpus cavernosum gesteuert. Im nicht erigierten Zustand sind diese angespannt und verschließen die Gefäße. Wird der Mann jedoch sexuell erregt, führt dies in den betreffenden Muskelzellen zur Bildung von cGMP (zyklischem Guanosinmonophosphat). Die Muskeln entspannen sich und der Gefäßquerschnitt wird vergrößert, was dazu führt, dass arterielles Blut in die Schwellkörper fließt und eine Erektion auslöst. Molekularer Gegenspieler des cGMP ist das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5), welches das cGMP spaltet. Sildenafil wirkt dadurch, dass es PDE-5 blockiert und dafür sorgt, dass auch geringe Mengen von cGMP zu einer Erektion führen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Viagra auch bei Non-Respondern wirken kann, wenn vorher Arginin gegeben worden war. Zudem konnte bei Sildenafil dem Wirkstoff von VIAGRA eine Art Dosiseinsparungseffekt festgestellt werden. Arginin setzt ebenfalls NO Stickstoffoxid frei, welches eine Erweiterung (Dilatation) der Blutgefäße bewirkt.
Risiken und Nebenwirkungen
Kontraindikationen
Die gleichzeitige Einnahme von VIAGRA mit nitrathaltigen Medikamenten oder NO-Donatoren (dazu zählt auch das Szene-Medikament Poppers) ist kontraindiziert. Durch die kombinierte Wirkung von VIAGRA und dem anderen Arzneimittel auf den Blutdruck droht ein akuter lebensbedrohlicher Blutdruckabfall. In einem solchen Fall sollte sofort ein Notarzt alarmiert werden, der über die Einnahme von VIAGRA in Kenntnis gesetzt werden muss. Abgesehen von dieser Kontraindikation stellt die VIAGRA Einnahme bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit dann ein Risiko dar, wenn das erfolgreiche Liebesspiel für den Kreislauf eine zu hohe Beanspruchung bedeutet.
Wechselwirkungen
Auch einige AIDS-Medikamente werden durch den VIAGRA Arzneistoff Sildenafil negativ beeinflusst, so dass HIV-Infizierte das Mittel nur mit gewissen Risiken einnehmen können.
Nebenwirkungen
Bei der VIAGRA Einnahme möglich auftretende Nebenwirkungen:
- Kopfschmerzen
- Gesichtsrötung
- Magenbeschwerden
- Rhinitis
- abnorme visuelle Wahrnehmungen z. B. blaue Schleier im Gesichtsfeld, erhöhte Lichtempfindlichkeit)
- Herabsetzung des Reaktionsvermögens
- Schwindelgefühle
- Dyspepsie
- verstopfte Nase
- Rücken und Muskelschmerzen
- verlängerte Dauererektion (Priapismus)
Weiterführende Information über VIAGRA:
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