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Anwendungsgebiete: Zur kurzfristigen Anwendung bei sowie bei Erkrankungen, die eine erleichterte Defäkation erfordern.
Nicht Anwenden bei: Paraffinöl darf nicht angewendet werden bei:
• Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe
• Bewusstseinsstörungen
• Schluck- und Magenentleerungsstörungen
• Ileus.
Für bis zum vollendeten ersten Lebensjahr ist die Einnahme von Paraffinöl nicht angezeigt.
Für im Alter von 1-2 Jahren muss der behandelende Arzt oder der Apotheker entscheiden, ob das Kind aufgrund seines Reifegrades und nach Überzeugung der Eltern das aspirationsfrei einnehmen kann.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Paraffin sollte während Schwangerschaft und Stillzeit nur auf ärztliche Anweisung und unter strenger Indikationsstellung kurzfristig angewendet werden.
Anwendung: Für die Altersstufen 1-14 Jahren ist eine gewichtsabhängige Dosierung von 1-2 ml Paraffin pro kg/KG sinnvoll. Ab dem Alter von 14 Jahren wird eine Erwachsenendosis von 50-100 ml pro Tag empfohlen, wobei vom Patienten selbst die Dosis innerhalb der dort angegebenen Spannbreiten herausgefunden werden sollte, die dem Schweregrad der bzw. der Notwendigkeit zur Weichmachung des Stuhls angepasst ist.
Empfohlende Tagesdosierungen:
• ab 1 Jahr (ca. 10 kg): 10 bis 20 ml Paraffin
• ab 6 Jahren (ca. 20 kg): 20 bis 40 ml Paraffin
• ab 12 Jahren (ca. 40 kg): 40 bis 80 ml Paraffin
• Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene (über 50 kg): 50 bis 100 ml Paraffin.
Die Tagesdosis wird als Einzeldosis oder verteilt auf zwei Dosen eingenommen. Die Wirkung tritt nach ca. 6-12 Stunden ein.
Art und Dauer der Anwendung:
• Flasche vor Gebrauch gut schütteln.
• Die Einnahme von Paraffinöl sollte wegen der Gefahr der Aspiration (Gefahr einer Mineralöl- oder Lipoidpneumonie) nur in aufrechter Körperhaltung erfolgen.
• Bei Einnahme mit den Mahlzeiten kann ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen infolge herabgesetzter Resorption eintreten. Die Einnahme der sollte daher um 1 Stunde zeitversetzt zu den Mahlzeiten erfolgen.
• Nur kurzfristig (nicht länger als 1 Woche) anwenden, da die Möglichkeit einer verminderten Resorption fettlöslicher Vitamine nicht ausgeschlossen werden kann. Dies sollte insbesondere in Schwangerschaft und Stillperiode berücksichtigt werden.
Hinweis:
Bleiben trotz Anwendung Stuhlunregelmäßigkeiten bestehen, sollte die Ursache abgeklärt werden.
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