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Anwendungsgebiete: Zur Behebung von Symptomen bei , säurebedingten sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.
Hinweis:
Bei Patienten mit Ulcus duodeni oder Ulcus ventriculi sollte eine Untersuchung auf H. pylori und - im positiven Fall - eine anerkannte erwogen werden.
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels.
Ein Teil des verabreichten Aluminiums wird resorbiert und führt zu einer passageren Erhöhung der Serumkonzentration von Aluminium und zu einer vorübergehenden Steigerung er renalen Aluminiumausscheidung. Die Serumaluminiumspiegel normalisieren sich in drei bis vier Tagen nach Absetzen der Therapie. Die Ausscheidung von Aluminiumionen erfolgt renal.
Bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kommt es zur allmählichen Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe. Das sollte daher nicht angewendet werden bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (-Clearance kleiner als 30 ml/min).
Das sollte ebenfalls nicht angewendet werden bei:
• Hypophosphatämie
• und bekannten Dickdarmstenosen
• Kindern unter 12 Jahren (keine ausreichenden Erfahrungen).
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Berichte über schädliche Wirkungen des Arzneimittels während Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht bekannt geworden.
• Das soll jedoch während der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden.
Zu Aluminiumhydroxid liegen keinerlei Untersuchungen in der Schwangerschaft vor. In Tierversuchen mit anderen Aluminiumverbindungen traten - bzw. fetotoxische Effekte auf (erhöhte Resorptionsrate, Wachstumsretardierung, Skelettdefekte, Erhöhung der fetalen und postnatalen Sterblichkeit sowie neuromotorische Entwicklungsverzögerungen).
• Aluminiumverbindungen gehen in die über. Ein Risiko für das Neugeborene ist nicht anzunehmen, da nur sehr geringe Mengen aufgenommen werden.
Wirkungen: Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
• In Einzelfällen sind Darmverschlüsse durch Aluminiumhydroxyd beobachtet worden.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Besonders in hoher Dosierung kann es zu kommen.
• Bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zur Aluminiumeinlagerung, vor allem in das Nervenund Knochengewebe, und zur Phosphatverarmung kommen.
Anwendung: 1 bis 2 zwischen den Mahlzeiten, vor dem Zubettgehen oder wenn die Symptome es erfordern einnehmen.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die Einnahme sollte vorzugsweise 1 bis 2 Stunden nach den Mahlzeiten und zur Nacht erfolgen.
• Die sollten nicht geschluckt, sondern gelutscht werden. Die sollten nicht in Wasser aufgelöst werden.
• Aluminiumhaltige säurebindende Magenmittel erhöhen bei gleichzeitiger Einnahme mit säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein u.a.) die Aluminiumaufnahme aus dem Darm. Auch enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumaufnahme steigern können. Zur Einnahme sollten daher säurehaltige Getränke gemieden werden.
• Bleiben die Beschwerden unter der Therapie länger als 2 Wochen bestehen, sollten diese klinisch abgeklärt werden, um eine mögliche Malignität auszuschließen.
Hinweise:
• Länger anhaltende und wiederkehrende können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein, wie z.B. ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Eine Behandlung mit dem sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern. Bei Auftreten von Teerstuhl, Blutbeimengungen im Stuhl oder Erbrechen von Blut ist sofort ein Arzt aufzusuchen.
• Bei langdauernder Einnahme hoher Dosen und phosphatarmer Diät kann es zu Phosphatverarmung mit dem Risiko einer Knochenerweichung (Osteomalazie) kommen.
• Im Hinblick auf eine Resorptionsbeeinträchtigung sollte generell ein Abstand von 2 Stunden zwischen der Einnahme von säurebindenden Magenmitteln und anderen Medikamenten eingehalten werden.
Eigenschaften: Die Wirkung von Carbaldrat gleicht der von Aluminiumhydroxid und beruht auf der Neutralisierung von Magensalzsäure. Es besteht ebenfalls eine dosis- und pH-abhängige Bindung von Gallensäuren und Lysolecithin.
Aluminiumhydroxid reagiert mit der Magensalzsäure zu löslichen Aluminiumhydroxokomplexen. Im Darm bilden Aluminiumionen mit Phosphat, Carbonat und Fettsäuren Salze, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion und langfristiger Anwendung können hohe Plasma-und/oder Gewebespiegel von Aluminium (Aluminiumeinlagerungen vor allem in Nerven- und Knochengewebe) sowie Überdosierungserscheinungen auftreten.
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