Anwendungsgebiete:
Zur symptomatischen Therapie von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll:
• Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden
• Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni.
Hinweis:
Bei Patienten mit Ulcus ventriculi aut duodeni sollte eine Untersuchung auf H. pylori -und im Falle des Nachweises - eine anerkannte Eradikationstherapie erwogen werden, da in der Regel bei erfolgreicher Eradikation auch die Ulkuskrankheit ausheilt.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Das Arzneimittel sollte nicht angewendet bei Hypermagnesiämie und Hypophosphatämie.
Das Arzneimittel darf bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) nur bei regelmäßiger Kontrolle der Magnesium- und Aluminium-Serumspiegel angewendet werden. Der Serumaluminiumspiegel soll 40 ng/ml nicht überschreiten.
Das Arzneimittel soll zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Das Arzneimittel soll während der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden.
Im Tierversuch führte die Gabe von Aluminiumsalzen zu schädlichen Auswirkungen auf die Nachkommen.
• Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über. Aufgrund der geringen Resorption ist ein Risiko für das Neugeborene nicht anzunehmen.
Anwendung:
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene bei Bedarf zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen 1 Beutel (800 mg Magaldrat) ein.
Die tägliche Dosis sollte 8 Beutel (entsprechend 6400 mg Magaldrat) nicht überschreiten.
Art und Dauer der Anwendung:
• Das Gel wird unverdünnt eingenommen. Nach der Einnahme sollte etwas Flüssigkeit getrunken werden. Beutel vor Gebrauch kräftig durchkneten.
• Das Arzneimittel soll zwischen den Mahlzeiten (d.h. ca. 1-3 Stunden nach den Hauptmahlzeiten) und unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Hinweise:
• Bleiben die Beschwerden unter der Therapie länger als 2 Wochen bestehen, sollten diese klinisch abgeklärt werden, um eine mögliche Malignität auszuschließen.
• Bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zur Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung kommen.
• Da Antacida die Resorption gleichzeitig verabreichter Arzneimittel beeinträchtigen können, sollte grundsätzlich ein Abstand von 1 bis 2 Stunden zwischen der Einnahme von Magaldrat und anderen Arzneimitteln eingehalten werden.
• Insbesondere wurde unter Antacidaeinnahme eine erhebliche Verminderung der Resorption von Tetracyclinen und Chinolonderivaten (Ciprofloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin) beobachtet.
• Die gleichzeitige Einnahme von aluminiumhaltigen Antacida mit säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein u. a.) erhöht die intestinale Aluminiumresorption. Die gilt auch für Brausetabletten, die Zitronensäure bzw. Weinsäure enthalten.
Haltbarkeit:
Vor Frost schützen.