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Anwendungsgebiete: Therapie von Eisenmangelzuständen (insbesondere von Eisenmangelanämien), wie sie verursacht werden können durch:
• vermehrten Eisenverlust (z.B. verstärkte Regelblutungen, nach Operationen, Blutspenden, Blutungen infolge von Erkrankungen des Verdauungstraktes)
• erhöhten Eisenbedarf (z.B. während Wachstum, Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit)
• verminderte Eisenaufnahme (z.B. nach Resektion von Magen- oder Darmabschnitten).
Prophylaxe von Eisenmangelzuständen z.B. bei Frauen im gebärfähigen Alter.
Hinweis:
Nicht alle Formen von Blutarmut bedürfen einer Behandlung mit Eisenpräparaten. Bei bestimmten Formen kann die zusätzliche Gabe eines Eisenpräparates sogar nachteilig sein.
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden bei:
• bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Bestandteile
• Eisenüberladungen (Hämochromatosen, chronische Hämolyse)
• Eisenverwertungsstörungen wie sideroachrestische Anämie, Bleianämie, Thalassämie
• Alle Formen der Blutarmut, die nicht auf einen Eisenmangel beruhen (Tumor- und Infektanämie) - unter 12 Jahren
Bei Entzündungen und Geschwüren der Magen- und Darmschleimhaut sollte der Nutzen der Behandlung sorgfältig gegen das Risiko einer Verschlimmerung der Schleimhautentzündung abgewogen werden.
Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, wird folgende Dosierung empfohlen:
Erwachsene und ab 12 Jahren 1-3mal 50 mg (1-3mal 1 Dragee) täglich.
Art und Dauer der Anwendung:
• Dragee unzerkaut mit Flüssigkeit (kein Kaffee, kein schwarzer Tee, keine Milch) einnehmen.
• Die Einnahme während der Mahlzeit führt zwar zu einer besseren Verträglichkeit, vermindert aber eine optimale Eisenresorption.
• Die Einnahme 1/2 Stunde vor oder zwischen den Mahlzeiten verbessert die Aufnahme aus dem Darm und ist daher zu empfehlen.
• Nur wenn bei Nüchterneinnahme wiederholt Magen-Darmstörungen aufgetreten sind, kann zur besseren Verträglichkeit die Einnahme mit oder nach den Mahlzeiten erfolgen.
• Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Um einen Therapieerfolg zu erzielen, ist eine Eisentherapie grundsätzlich über einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen erforderlich. Nach Normalisierung des Hb-Wertes sollte zum Auffüllen des Eisen-Depots noch 6-8 Wochen weiterbehandelt werden.
• Nach Normalisierung des roten Blutbildes soll die weitere Einnahme unter Kontrolle der Plasmaferritinwerte erfolgen.
Hinweise:
• Eisenpräparate behindern die Resorption gleichzeitig eingenommener Tetrazykline sowie von Penicillamin, deshalb sollten während einer Behandlung mit diesen Arzneimitteln keine Eisenpräparate angewendet werden. Bestimmte Antazida und Colestyramin vermindern die Aufnahme von Eisen. Dies gilt ebenfalls für starken Tee, Kaffee, Säfte, Milch oder Alkohol.
• Zwischen der Einnahme von Eisenpräparaten und der Einnahme von Antazida sollten mehrere Stunden liegen.
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