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Anwendungsgebiete: 1. Zur einmaligen Anwendung:
• der intakten äußeren oder der Schleimhaut wie z.B. vor Operationen, Biopsien, Injektionen, Punktionen, Blutentnahmen und Blasenkatheterisierungen.
2. Zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung:
• Antiseptische (z.B. Decubitus, Ulcus cruris), , infizierte und superinfizierte Dermatosen.
• Hygienische und chirurgische .
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden:
• bei oder anderen manifesten Schilddrüsenerkrankungen
• bei Dermatitis herpetiformis Duhring
• vor und nach einer Radioiodanwendung (bis zum Abschluss der Behandlung)
• bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Iod oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
Das sollte nur nach strenger Indikationsstellung bei:
• Patienten mit blanden Knotenstrumen und nach Schilddrüsenerkrankungen sowie bei prädisponierten Patienten mit autonomen Adenomen bzw. funktioneller Autonomie (besonders bei älteren Patienten) über längere Zeit und großflächig (z.B. über 10% der Körperoberfläche und länger als 14 Tage) angewendet werden, da eine nachfolgende iodinduzierte nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. In diesen Fällen ist auch nach Absetzen der Therapie (bis zu 3 Monaten) auf Frühsymptome einer möglichen Schilddrüsenüberfunktion zu achten und gegebenenfalls die Schilddrüsenfunktion zu überwachen
• Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten äußerst limitiert angewendet werden, da das Risiko einer Hypothyreose nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Nach Anwendung des Arzneimittels ist eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion angezeigt. Im Falle einer Hypothyreose ist eine frühzeitige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen bis zur Normalisierung der Schilddrüsenfunktion durchzuführen. Eine akzidentelle orale Aufnahme durch den Säugling muss vermieden werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist das - wie alle iodhaltigen Präparate - nur nach strengster Indikationsstellung und äußerst limitiert anzuwenden.
Nach Anwendung des Arzneimittels ist eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion angezeigt. Im Falle einer Hypothyreose ist eine frühzeitige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen bis zur Normalisierung der Schilddrüsenfunktion durchzuführen.
Die akzidentelle orale Aufnahme des Arzneimittels durch den Säugling durch Kontakt mit der behandelten Körperstelle der stillenden Mutter muss vermieden werden.
Sofern aufgrund von Art und Umfang der Anwendung des Arzneimittels mit einer ausgeprägten Iod-Resorption zu rechnen ist, muss berücksichtigt werden, dass dadurch auch der Iod-Gehalt der ansteigen kann.
Wirkungen: Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%):
• Sehr selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen der auf, z.B. kontaktallergische Reaktionen vom Spättyp, die sich in Form von , Rötung, Bläschen o.ä. äußern können.
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
• In Einzelfällen wurde über anaphylaktische Reaktionen berichtet.
• Eine nennenwerte Iodaufnahme kann bei längerfristiger Anwendung des Arzneimittels auf ausgedehnten Wund- und Verbrennungsflächen erfolgen. In Einzelfällen kann es bei prädisponierten Patienten zu einer iodinduzierten kommen.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Nach Resorption größerer Povidon-Iod-Mengen (z.B. bei der ) ist das Auftreten von (zusätzlichen) Elektrolyt- und Serumosmolaritäts-Störungen und renaler Insuffizienz sowie von schwerer metabolischer Azidose beschrieben worden.
Anwendung: 1. Zur Hautdesinfektion oder der Schleimhaut, z.B. vor operativen Eingriffen, Biopsien, Injektionen, Punktionen, Blutentnahmen, Blasenkatheterisierungen ist das unverdünnt anzuwenden.
2. Zur Hautdesinfektion talgdrüsenarmer beträgt die Einwirkungszeit mindestens 1 Minute, bei talgdrüsenreicher mindestens 10 Minuten. Die ist während der gesamten Einwirkungszeit durch das unverdünnte Präparat feucht zu halten.
3. Für die ist die Lösung unverdünnt anzuwenden.
4. Zur hygienischen werden 3 ml der Lösung in die Hände eingerieben. Nach einer Einwirkzeit von 1 Minute Hände waschen.
5. Zur chirurgischen werden 2mal 5 ml der Lösung in die Hände eingerieben über eine Einwirkzeit von 5 Minuten. Die Hände müssen während der gesamten Einwirkungszeit durch das unverdünnte Präparat feucht gehalten werden.
6. Zur antiseptischen Behandlung oberflächlicher Wunden wird die Lösung unverdünnt auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen.
7. In der antiseptischen Oberflächentherapie von Verbrennungswunden wird die Lösung in der Regel unverdünnt auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen.
8. Für antiseptische Spülungen, Waschungen und Bäder kann die Lösung verdünnt werden. Als Richtwerte werden folgende Verdünnungen empfohlen:
• Spülungen im Rahmen der (z.B. Decubitus, Ulcus cruris, Gangrän) und perioperativen Infektionsprophylaxe 1:2 bis 1:20
• antiseptische Waschungen 1:2 bis 1:25
• antiseptische Teilbäder ca. 1:25
• antiseptische Vollbäder ca. 1:100.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die Lösung ist unverdünnt und in Verdünnungen zur äußerlichen Anwendung bestimmt.
• Zur Verdünnung eignet sich normales Leitungswasser. Sofern angenäherte Isotonie erwünscht ist, können physiologische Kochsalzlösung oder Ringerlösung verwendet werden.
• Zur Anwendung am werden mit Phosphatpuffer gepufferte Lösungen empfohlen (Herstellungsvorschriften: -Iod- 1,25% oder 5% NRF 1513, DAC 1986/Erg. 1992; -Iod-Lösung 1% für die Ophthalmologie, Formularium hospitale/ADKA, Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker 1991).
• Die Lösung ist bis zur vollständigen Benetzung auf die zu behandelnde Stelle aufzutragen. Der beim Eintrocknen sich bildende antiseptisch wirkende Film lässt sich mit Wasser leicht abwaschen.
• Bei wiederholter Anwendung richtet sich die Häufigkeit und Dauer der Anwendung nach der vorliegenden Indikation. Die Lösung kann ein- bis mehrmals täglich angewendet werden.
• Eine sollte so lange fortgeführt werden, wie noch Anzeichen einer Infektion oder einer deutlichen Infektionsgefährdung der Wundverhältnisse bestehen. Sollte es nach Absetzen der Behandlung mit der Lösung zu einem Infektionsrezidiv kommen, so kann die Behandlung wieder neu begonnen werden.
Hinweise:
• Verdünnungen sind stets frisch herzustellen und alsbald zu verbrauchen.
• Die Braunfärbung von Povidon-Iod ist eine Eigenschaft des Präparates und zeigt seine Wirksamkeit an. Eine weitgehende Entfärbung weist auf die Erschöpfung der Wirksamkeit des Präparates hin.
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