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Anwendungsgebiete: Therapie von Eisenmangelzuständen (insbesondere von Eisenmangelanämien), wie sie verursacht werden können durch:
• vermehrten Eisenverlust (z.B. verstärkte Regelblutungen, nach Operationen, Blutspenden, Blutungen infolge von Erkrankungen des Verdauungstraktes)
• erhöhten Eisenbedarf (z.B. während Wachstum, Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit)
• verminderte Eisenaufnahme (z.B. nach Resektion von Magen- und Darmabschnitten.
Hinweis:
Nicht alle Formen von Blutarmut bedürfen der Behandlung mit Eisenpräparaten; bei bestimmten Formen kann die zusätzliche Gabe eines Eisenpräparates sogar nachteilig sein.
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden bei:
• Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels
• Eisenverwertungsstörungen (sideroachrestische Anämien, Bleianämien, Thalassämien)
• Eisenüberladung (Hämochromatose, hämolytische Anämie)
• Anämien, die nicht auf einem Eisenmangel beruhen
• unter 12 Jahren.
Bei entzündlichen Veränderungen der Magen- und Darmschleimhaut strenge Indikationsstellung und ggf. sorgfältige Überwachung.
Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, wird folgende Dosierung empfohlen:
• Erwachsene und ab 12 Jahren: 100 mg (1 Kapsel) täglich.
Art und Dauer der Anwendung:
• unzerkaut mit Flüssigkeit (kein Kaffee, kein schwarzer Tee, keine Milch) einnehmen.
• Die Einnahme während der Mahlzeit führt zwar zu einer besseren Verträglichkeit, vermindert aber eine optimale Eisenresorption.
• Die Einnahme 1/2 Stunde vor oder zwischen den Mahlzeiten verbessert die Aufnahme aus dem Darm und ist daher zu empfehlen.
• Nur wenn bei Nüchterneinnahme wiederholt Magen-Darmstörungen aufgetreten sind, kann zur besseren Verträglichkeit die Einnahme mit oder nach den Mahlzeiten erfolgen.
• Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Um einen Therapieerfolg zu erzielen, ist eine Eisentherapie grundsätzlich über einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen erforderlich. Nach Normalisierung des Hb-Wertes sollte zum Auffüllen des Eisen-Depots noch 6-8 Wochen weiterbehandelt werden.
• Nach Normalisierung des roten Blutbildes soll die weitere Einnahme unter Kontrolle der Plasmaferritinwerte erfolgen.
Hinweise:
• Eisenpräparate behindern die Resorption gleichzeitig eingenommener Tetrazykline sowie von Penicillamin, deshalb sollten während einer Behandlung mit diesen Arzneimitteln keine Eisenpräparate angewendet werden. Bestimmte Antazida und Colestyramin vermindern die Aufnahme von Eisen. Dies gilt ebenfalls für starken Tee, Kaffee, Säfte, Milch oder Alkohol.
• Zwischen der Einnahme von Eisenpräparaten und der Einnahme von Antazida sollten mehrere Stunden liegen.
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