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Anwendungsgebiete: Gesichertes Anwendungsgebiet ist ausschließlich die Therapie von -K- Mangelblutungen sowie die Prävention von -K-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben werden können.
Dazu gehören:
• -K-Prophylaxe für das Neugeborene durch -K-Gabe an die Schwangere vor der Entbindung, wenn sie Antikonvulsiva und Tuberkulostatika oder Cumarinderivate eingenommen hatte.
• -K-Prophylaxe bei Patienten mit Risikofaktoren für die Entwicklung eines -K-Mangels, sobald der Quick-Wert unter die Normgrenze abfällt.
• -K-Therapie bei Patienten mit -K-Mangelblutung, die zumeist mit einem Quick-Wert unter 10% einhergehen.
Die -K-Mangelblutung kann durch einen echten -K-Mangel oder durch eine zu hohe Dosierung von Cumarinderivaten verursacht sein.
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden bei:
• bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
• Neugeborenen.
Wegen des Gehalts an Glykocholsäure darf das bei cholestatischem Ikterus nicht angewendet werden. (Zur Behandlung der Blutungsgefahr infolge -K-Mangels bei Lebererkrankungen sollten orale Darreichungsformen von Phytomenadion verwendet werden.)
Das darf Patienten mit erniedrigtem Quick-Wert wegen der Gefahr ausgedehnter Hämatome nicht intramuskulär gespritzt werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Kein Hinweis auf Mutagenität.
• Keine Bedenken in der Stillzeit.
Anwendung: 1. -K-Prophylaxe:
1.1. Für Schwangere, die Antikonvulsiva oder Tuberkulostatika einnehmen:
10-20 mg (1-2 ml) oral oder 2-5 mg intramuskulär 48 Stunden bis einige Stunden vor der Entbindung.
2. -K-Therapie:
2.1. Patienten mit -K-Mangelblutungen:
K soll nach Wirkung dosiert werden. Bei leichteren Blutungen genügt eine orale Dosis von 1-5 mg (0,1-0,5 ml).
2.2. Patienten mit Resorptionsstörungen (z.B. Malabsorption, Pankreaserkrankung):
eine parenterale Applikation ist zu empfehlen, wobei die Dosierung der oralen Applikation entspricht. Kommt es innerhalb von 3-6 Stunden nicht zu einer ausreichenden Erhöhung des Quick-Wertes auf Werte von ca. 30% oder nicht zum Stillstand der Blutung, so ist eine zweite, eventuell größere Dosis von K1 zu geben.
Bei lebensbedrohlichen -K-Mangelblutungen muss K1 langsam intravenös in einer Dosierung von 1-10 mg (0,1-1 ml) gegeben werden. Gegebenenfalls muss zusätzlich eine Substitutionstherapie mit Prothrombinkomplexpräparaten erfolgen (30 E/kg).
2.3. -K-Mangelblutungen infolge Überdosierung von Cumarinderivaten:
• Bei leichteren Blutungen genügt zumeist das Absetzen des Antikoagulans.
• Bei mittelschweren Blutungen wird die Gabe von 5-10 mg K1 (0,5-1 ml) oral einen Anstieg des Prothrombinkomplexes herbeiführen.
• Bei kritischen Blutungen sollte neben einer parenteralen -K-Gabe in einer Dosierung von 10 mg (1 ml) die Gabe von Prothrombinkomplexpräparaten (30 E/kg) erfolgen.
Hinweise:
• Bei Patienten, die unter einer gerinnungshemmenden Behandlung mit Cumarinderivaten (z.B. Phenprocoumon) stehen, und bei denen eine Aufhebung dieser Wirkung durch K1 angestrebt wird, muss bedacht werdenn, dass die wiedereinsetzende Gerinnungsfähigkeit des Blutes die Thrombosegefahr, also die Gefahr eines Gefäßverschlusses, erneut und evtl. sogar verstärkt afkommen läßt. Daher ist eine Selbstbehandlungt des Patienten mit K1 sehr gefährlich und zu unterlassen.
• Die Beurteilung der Wirkung erfolgt mit der Kontrolle des Quick-Wertes, der innerhalb von 30-60 Min. auf Werte über 30% ansteigen soll. Gegebenenfalls muss K nochmals gegeben werden oder es müssen zusätzlich Prothrombinkomplex-Konzentrate oder Frischplasma infundiert werden.
Art und Dauer der Anwendung:
• Das kann oral, intramuskulär und intravenös appliziert werden.
• Für die orale Gabe ist die erforderliche Menge (1 mg K1 entspricht 0,1 ml Lösung) mittels einer Spritze mit aufgesetzter Kanüle der Ampulle zu entnehmen, die Kanüle von der Spritze abzunehmen und der Inhalt der Spritze direkt in den Mund des Patienten zu applizieren.
• Bei Schwangeren, die Antikonvulsiva oder Tuberkulostatika einnehmen, wird intramuskulär injiziert.
• Das darf Patienten mit vermehrter Blutungsneigung nicht intramuskulär injiziert werden.
Hinweise:
• Die Ampullenlösung muss bei der Verwendung klar sein. Bei nicht vorschriftsmäßiger Lagerung kann eine Trübung oder Phasentrennung auftreten. In solchen Fällen darf die Ampulle nicht mehr verwendet werden.
• Nach Anbruch der Ampulle verbleibende Reste an Lösung sind zu verwerfen.
• Bei Zugabe der Lösung zu Infusionen mit verschiedenen weiteren Wirkstoffen ist deren Suspensionsstabiität zu beachten.
• Die parenterale Anwendung gewährleistet sicheren Schutz vor -K-Mangelblutung, während bei oraler Anwendung geringere Nebenwirkungen zu verzeichnen sind.
Haltbarkeit: Vor Licht schützen.
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