Anwendungsgebiete:
Erhöhtes Serumphosphat (Hyperphosphatämie) bei chronischer Niereninsuffizienz, insbesondere bei Patienten unter Dialysebehandlung.
Nicht Anwenden bei:
Das darf nicht angewendet werden bei:
• Überermpfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
• Hypercalcämie, z.B. infolge Hyperparathyreoidismus, -D-Überdosierung, paraneoplastischen Syndromen (bei Bronchialkarzinom, Mammakarzinom, Hypernephrom, Plasmazytom), Knochenmetastasen, Sarkoidose, Immobilisationsosteoporose - Fehlen von freier Salzsäure im Magensaft.
Das sollte nur unter laufender Überwachung der Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Blut und angewandt werden bei:
• Niereninsuffizienz
• absorptiver oder renaler Hypercalciurie
• Nephrocalcinose
• Calciumnierensteinen
• Hypophosphatämie.
Hinweis:
Bei Patienten mit calciumhaltigen Nierensteinen in der Familie sollte eine absorptive Hypercalciurie ausgeschlossen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Berichte über schädliche Wirkungen von Calcium während der Schwangerschaft und in der Stillperiode beim Menschen sind nicht bekannt geworden.
In der Schwangerschaft müssen die Serumcalciumspiegel besonders gut kontrolliert werden, da eine langanhaltende Hypercalcämie zu körperlicher Fehlbildung und geistiger Behinderung des Kindes führen kann.
Wirkungen:
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Auch bei Beachtung der empfohlenen Dosierung kann durch die Bildung von Kohlendioxid im Magen Völlegefühl auftreten. In den ersten Monaten der Gabe von Calcium kommt es zu einer vermehrten Calciumausscheidung im , die eine Steinbildung begünstigen kann.
• Bei Niereninsuffizienz und langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zu Hypercalcämie, metabolischer Alkalose und Hypercalciurie kommen.
• Hypercalcämie: Patienten mit chronischem Nierenversagen, die das als Phosphatbinder erhalten, können (z.T. hochgradige, nicht vorhersehbare) hypercalcämische Episoden entwickeln. Aus diesem Grund sind konsequent regelmäßige Kontrollen der Serumspiegel für Calcium und Phosphat unerlässlich.
• Im medizinischen Schrifttum gibt es einige Hinweise, dass sich bei chronischer Niereninsuffizienz unter der Langzeitbehandlung mit Calciumcarbonat Gefäß- und Weichteilkalzifikationen entwickeln können. Über den Stellenwert dieser Beobachtung herrscht noch keine Klarheit. Zur Vorbeugung wird eine möglichst niedrige Dosierung Calciumcarbonat empfohlen, die sich strikt an den Serumcalcium- und Serumphosphatspiegeln orientiert. Die Einnahme von Calciumsalzen führt durch Bildung von schwer löslichem Calciumphosphat zu einer Verminderung der Phosphatresorption.
Anwendung:
Die Dosierung richtet sich nach der Höhe des Serumphosphatspiegels.
Die Therapie sollte mit 2 zu jeder Hauptmahlzeit (entsprechend 3 g Calciumcarbonat täglich) begonnen werden und kann auf 4-6 mehrmals täglich jeweils zu den Mahlzeiten (entsprechend bis zu 10 g Calciumcarbonat täglich) gesteigert werden.
Art und Dauer der Anwendung:
DieTabletten sollen unzerkaut evtl. mit etwas Flüssigkeit über den Tag verteilt unmittelbar vor oder zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Hinweise:
• Calciumcarbonat wird im Magen in lösliches Calciumchlorid überführt und auf diese Weise bioverfügbar. Bei Patienten mit Achlorhydrie kann die Löslichkeit beeinträchtigt und die Bioverfügbarkeit vermindert sein. Die Bioverfügbarkeit ist jedoch weitgehend gewährleistet, wenn diese Patienten das zuammen mit einer Mahlzeit einnehmen.
• Die Resorption und damit auch die Wirksamkeit von Tetracyclin, Cefpodoxim-Axetil, Cefuroxim-Axetil, Ketoconazol, Chinolonen wie und Norfloxacin, Eisen-, Fluorid- und Estramucin-Präparaten wird durch die gleichzeitige Einnahme von Calciumsalzen vermindert. Zwischen der Einnahme des Arzneimittels und der Einnahme solcher Präparate sollte deshalb ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.
Eigenschaften:
In seiner Eigenschaft als Phosphatbinder bildet Calciumcarbonat nach Aktivierung mit der freien Salzsäure des Magens zu Calciumchlorid im Darm mit Nahrungsphosphat schwer lösliche Calciumphosphatsalze, die mit den Faeces ausgeschieden werden.