Anwendungsgebiete:
Erhöhte Serumphosphatspiegel bei dialysepflichtiger chronischer Niereninsuffizienz, falls aluminiumhaltige Phosphatbinder nicht oder nicht mehr eingesetzt werden können.
Nicht Anwenden bei:
Das darf nicht angewendet werden bei:
• Hypercalcämie
• Alkalose
• Hypophosphatämie
• Calcium x Phospaht-Produkt > 5,3 mmol2/l2
• Digitalisintoxikation
• akuten Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
• akuter Phase einer Immobilisationsosteoporose.
Das bindet nur dann ausreichend Phosphat, wenn im Magen normale Aciditätsverhältnisse herrschen. Bei niereninsuffizienten Patienten, die gleichzeitig an einer Achlorhydrie leiden, wird die Anwendung des Arzneimittels daher nicht empfohlen.
Schwangerschaft und Stillzeit:
In der Schwangerschaft müssen Serumspiegel besonders sorgfältig kontrolliert werden, da eine langanhaltende Hypercalcämie zu körperlicher Fehlbildung und geistiger Behinderung des Kindes führen kann.
Wirkungen:
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angaben der Häufigkeit:
• Patienten mit chronischem Nierenversagen, die das als Phosphatbinder erhalten, können (z.T. hochgradige, nicht vorhersehbare) hypercalcämische Episoden entwickeln. Aus diesem Grund sind konsequent Kontrollen der Serumspiegel für Calcium und Phosphat unerläßlich.
• Weiter gibt es Hinweise in der Literatur, daß bei aluminiumassoziierter Osteopathie Hypercalcämien häufiger auftreten. Bei Hypercalcämien ist die Dosis des Arzenimittels zu reduzieren.
• Bei Dialysepatienten kommt auch eine zeitweilige Reduzierung des Calciumgehaltes in der Dialyseflüssigkeit in Frage.
• metabolische Alkalose
• Hypophosphatämie, Phosphatverarmung
• Flatulenz (bedingt durch die Entwicklung von Kohlendioxid im Magen)
• Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Nausea, und Diarrhoe. Das Arzenimittel kann über eine Stimulation der antralen Gastrinsekretion eine Hyperacidität des Magens bewirken.
Hinweis:
Im medizinschen Schriftum gibt es einige Hinweise, dass sich bei chronischer Niereninsuffizienz unter Langzeitwirkung mit Calciumcarbonat, Gefäß- und Weichteilcalcinosen entwickeln können. Über den Stellenwert dieser Beobachtungen herscht noch kein Klarheit. Zur Vorbeugung wird eine möglichst niedrige Dosierung empfohlen, die sich stikt an den Serumcalcium- und Serumphosphatspiegeln orientiert. Regelmäßige Röngtenkontrollen sind empfehlenswert.
Anwendung:
Die Dosierung erfolgt grundsätzlich nach Anweisung des behandelnden Arztes in Abhängigkeit von der Höhe der Serumphosphatspiegel. Bei der Festlegung der Einzel- und Tagesgaben sind der Phosphatgehalt und die Anzahl der Mahlzeiten sowie der Calciumgehalt des Dialysates zu berücksichtigen.
Der Dosierungsbereich liegt bei 1200-2400 mg Calcium, entsprechend 3-4mal 2-3 täglich.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die werden unzerkaut, eventuell mit etwas Wasser, unmittelbar vor oder zu den Mahlzeiten eingenommen.
• Die Einnahme des Arzenimittels als Phosphatbinder durch Patienten mit Niereninsuffizienz ist eine Langzeittherapie, die regelmäßiger ärztlicher Überwachung bedarf.
Hinweis:
Die Resorption und damit auch die Wirksamkeit von Eisensalzen wird durch die gleichzeitige Einnahme von Calcium-Präparaten vermindert.
Da Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln im Einzelfall nicht vorhersehbar sind, empfiehlt es sich zwischen der Einnahme von Calcium-haltigen Arzneimitteln und der Einnahme solcher Präparate einen Abstand von mindestens 2 Stunden einzuhalten.