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Anwendungsgebiete: In der Urologie:
Als harnansäuernde Substanz:
• mit bakteriostatischer Wirkung bei Harnwegsinfektionen, auch zur Rezidivprophylaxe
• zur Optimierung der Wirkung von Antibiotika (Ampicillinen, Carbenicillinen), Sulfonamiden, Nitrofurantoin und Nalidixinsäure im sauren (pH 5-6)
• zur Verbesserung der Steinlöslichkeit und zur Vermeidung von Steinneubildungen, in erster Linie bei Infekt-/Phosphatsteinen.
In der Toxikologie:
• zur Behandlung der -Vergiftung.
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden bei:
• Homocysteinurie
• bei Harnsäure- und Zystinsteinleiden
• bei Niereninsuffizienz
• bei Oxalose
• Methionin-Adenosyltransferase-Mangel
• metabolischer (z.B. renal-tubulärer) Azidose
• Säuglingen.
Wegen der Gefahr der Synthese neurotoxischer Merkaptane im bakteriellen Stoffwechsel sollten Patienten mit Leberinsuffizienz oder hepatogener Enzephalopathie kein L-Methionin verabreicht werden.
Zur Anwendung bei Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. L-Methionin sollte deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von L-Methionin während der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder die embryonale Entwicklung schließen.
L-Methionin sollte Schwangeren und Stillenden nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden.
Wirkungen: Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Verschiebungen des Blut-pH-Wertes bei azidosegefährdeten Patienten in den sauren Bereich kann auftreten.
• Es kann zu Erbrechen, Übelkeit, Schläfrigkeit und Reizbarkeit kommen.
Anwendung: • Harnansäuerung:
• Im Allgemeinen genügen 3mal 500-1000 mg (3mal 1-2 ) täglich.
• Um eine schnelle Harnansäuerung zu erreichen, ist es sinnvoll, die Therapie mit 3mal 1000 mg (3mal 2 ) täglich zu beginnen.
• In besonderen Fällen kann bei nicht azidosegefährdeten Patienten die Dosierung noch weiter erhöht werden.
• -Vergiftung:
• Im Abstand von 4 Stunden müssen 2500 mg (5 ) bis zu einer Gesamtdosis von 10 g (20 ) verabreicht werden.
• Die erste Gabe muss innerhalb von 10 Stunden nach Vergiftungsbeginn erfolgen.
• Bei bewusstlosen Patienten können die nach vorheriger Zerkleinerung auch durch eine Magensonde zugeführt werden.
Art und Dauer der Anwendung:
• Harnansäuerung:
Die werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten eingenommen.
• Gegen eine Anwendung von L-Methionin über einen längeren Zeitraum bestehen keine Bedenken.
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