Anwendungsgebiete:
Therapie von Eisenmangelzuständen bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
• Hämochromatosen
• hämolytischen Anämien
• Infekt- und Tumoranämien, sofern nicht gleichzeitig ein Eisenmangel besteht
• sideroachrestischen Anämien
• Bleianämien
• Thalassämien
• Eisenüberladung.
• schweren Leber- und Nierenerkrankungen.
Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie Magenschleimhautentzündung, Geschwüren oder entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulzerosa oder M. Crohn sind vor der Anwendung Nutzen und Risiko gegeneinander abzuwägen.
Wirkungen:
Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%):
• Störungen im Magen-Darmbereich, wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Brechreiz und Verstopfung oder Durchfall.
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
• In Einzelfällen kann die Verschlechterung eines Gelenkrheumatismus eintreten.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angaben der Häufigkeit:
• Bei Gabe hoher Dosen kann es zu Magen-Darm-Blutungen und in ungünstigen Fällen zur Perforation kommen.
• Wie bei allen oralen Eisenpräparaten kann während der Behandlung eine Dunkelfärbung des Stuhles auftreten. Diese ist unbedenklich.
Anwendung:
• Erwachsene: 1mal 100 mg (1mal 1 Retardkapsel) täglich.
Bei schweren Eisenmangelzuständen kann die Dosis auf 2-3mal 100 mg (2-3mal 1 Retardkapsel) täglich erhöht werden.
• Kinder ab 12 Jahren: 100 mg (1 Retardkapsel) täglich.
Art und Dauer der Anwendung:
• Kapseln unzerkaut mit Flüssigkeit (kein Kaffee, kein schwarzer Tee, keine Milch) einnehmen.
• Die Einnahme während der Mahlzeit führt zwar zu einer besseren Verträglichkeit, vermindert aber eine optimale Eisenresorption.
Die Einnahme 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten oder zwischen den Mahlzeiten verbessert die Aufnahme aus dem Darm und ist daher zu empfehlen.
Nur wenn bei Nüchterneinnahme wiederholt Magen-Darmstörungen aufgetreten sind, kann zur besseren Verträglichkeit die Einnahme mit oder nach den Mahlzeiten erfolgen.
• Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Eisenstoffwechsellage (verminderte Zufuhr, gesteigerter Bedarf, krankhafte Eisenverluste) und der Normalisierung des roten Blutbildes. Nach Normalisierung des roten Blutbildes sollte zum Auffüllen des Eisen-Depots noch 1-2 Monate unter Kontrolle der Serumferritin-Werte weiterbehandelt werden.
Hinweise:
• Die Resorption folgender gleichzeitig eingenommener Arzneistoffe wird gehemmt: Tetracycline, Ofloxacin und Etidronsäure. Eine zusätzliche Anwendung von Antacida, die Aluminium-, Magnesium- oder Calciumsalze enthalten, vermindert die Eisenresorption. Eisenverbindungen und Präparate, die Cholestyramin, D-Penicillamin und Goldverbindungen enthalten, behindern sich gegenseitig in ihrer Resorption. Die schleimhautreizende Wirkung von Salicylaten und Phenylbutazon kann durch die Einnahme von Eisenpräparaten verstärkt werden. Es empfiehlt sich daher, zwischen der Einnahme des Eisenpräparates und Tetracyclin-, Ofloxacin-, Etidronsäure-, Cholestyramin, D-Penicillamin sowie Gold- bzw. Antacida-haltigen Präparaten einen mindestens 2stündigen Abstand einzuhalten.
• Die gleichzeitige Einnahme von Nahrungs- und Genußmitteln mit hohem Gehalt an Gerbstoffen (z.B. Schwarztee, Kaffee) soll vermieden werden, da diese die Eisenresorption vermindern können.
• Die Retardkapseln verfärben die Zähne nicht; auch besitzen sie keinen störenden Metallgeschmack.