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Anwendungsgebiete: Latenter Eisenmangel und Eisenmangelänamien mit Folsäuredefizit z.B. während Schwangerschaft, Wochenbett und Stillperiode.
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden bei:
• bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Bestandteile
• Eisenüberladungen (Hämochromatosen, chronische Hämolyse)
• Eisenverwertungsstörungen wie sideroachrestische Anämie, Bleianämie, Thalassämie
• unter 10 Jahren
Megaloblastenanämie infolge -B12-Mangel darf ohne gleichzeitige -B12-Therapie nicht mit dem behandelt werden.
Wirkungen: Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Es kann zu Magen-Darm-Beschwerden oder Verstopfungen kommen.
• Allergische Hautreaktionen können auftreten.
• Nach oraler Einnahme von eisenhaltigen Präparaten kann es zu einer harmlosen Schwarzfärbung des Stuhls kommen.
Anwendung: • Leichte Eisenmangelanämien und latenter Eisenmangel mit Folsäuredefizit:
1mal täglich 1 Dragee vor dem Frühstück.
• Schwere Eisenmangelanämien mit Folsäuredefizit:
2mal täglich 1 Dragee morgens und abends ca. 1 Stunde vor dem Essen.
Nach 3 Wochen kann die Dosis auf 1mal täglich 1 Dragee reduziert werden.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die Dragees werden unzerkaut mit Flüssigkeit (kein Kaffee, kein schwarzer Tee, keine Milch) vor den Mahlzeiten geschluckt.
• Die Dauer der Anwendung richtet sich nach der Ursache und dem Grad der Erkrankung bzw. dem vorhandenen Eisen- und Folsäuredefizit und nach dem Behandlungsverlauf.
• Nachdem durch die Behandlung der Hämoglobingehalt des Blutes zur Norm zurückgekehrt ist (dies kann bis zu 10 Wochen dauern), ist die Fortsetzung der Behandlung (unter Umständen über 3-6 Monate) zur Auffüllung der Eisenreserve des Körpers zu empfehlen.
Hinweise:
• Eisenpräparate behindern die Resorption gleichzeitig eingenommener Tetrazykline sowie von Penicillamin, deshalb sollten während einer Behandlung mit diesen Arzneimitteln keine Eisenpräparate angewendet werden.
• Bestimmte Antazida und Colestyramin vermindern die Aufnahme von Eisen. Dies gilt ebenfalls für starken Tee, Kaffee, Säfte, Milch oder Alkohol.
Zwischen der Einnahme von Eisenpräparaten und der Einnahme von Antazida sollten mehrere Stunden liegen.
Hinweise: Hinweise für den Patienten: Schwarzer Tee und Bohnenkaffee eignen sich nicht zur Einnahme von Eisenpräparaten, da dadurch die Resorption des Eisens gehemmt werden kann. - Maßnahmen bei Überdosierung/Vergiftung: Akute Intoxikationen können bereits bei Einnahme einiger Gramm Eisen auftreten. Bei Kleinkindern kann schon eine Gesamtdosis von 500 mg Eisen zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen. - Gabe von Milch oder rohen Eiern, um die Metallionen zu binden. Als spezifisches Antidot dient Deferoxamin. Um das noch im Magen-Darm-Trakt befindliche Eisen zu neutralisieren und der Resorption zu entziehen per os 5-10g Deferoxamin ( bis 5g) in 50-100 ml Flüssigkeit (Leitungswasser) geben. - Bei Eisenblutspiegeln von 3 mg/l oder wenn die Eisenbindungskapazität überschritten wird, i.v.-Infusion von 1-2g Deferoxamin in Glucose oder NaCl (max. 15 mg/kg KG/Stunde). - Bei schwerer Intoxikationen sind mehrere Infusionen notwendig. - Atemhilfe, symptomatische Kreislaufunterstützung, ggf. Schockbehandlung. - Sonstige Hinweise: Die Einnahme von Eisenpräparaten muß einige Tage vor einer Untersuchung auf Blut im Stuhl ausgesetzt werden, da sonst das Untersuchungsergebnis verfälscht wird. Es ist in diesen Fällen unbedingt erforderlich, den behandelnden Arzt über die Eiseneinnahme zu informieren. - Auch bei lebensbedrohlicher Megaloblasten-Anämie muß wegen der Gefahr irreversibler neurologischer Störungen vor Therapiebeginn die Diagnose eines isolierten B12-Mangels sichergestellt werden (Sicherstellung von Serum- und Erythrozyten-Proben und Bestimmung des B12-Gehaltes).
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