Anwendungsgebiete:
Zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Magensäure gebunden werden soll:
• Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni)
• Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden.
Hinweis:
Bei Patienten mit Ulcus ventriculi et duodenei sollte eine Untersuchung auf H. pylori und - im positiven Fall - eine anerkannte Eradikationstherapie erwogen werden, da in der Regel bei erfolgreicher Eradikation auch die Ulcuskrankheit ausheilt.
Nicht Anwenden bei:
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
• Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
• Hypophosphatämie
• Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance < 30 ml/min).
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Das Arzneimittel soll während der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden. In Tierversuchen führte die Gabe von Aluminiumsalzen zu schädlichen Auswirkungen auf die Nachkommen.
• Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über. Aufgrund der geringen Resorption ist ein Risiko für das Neugeborene nicht anzunehmen.
Wirkungen:
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 10%):
• Häufig treten weiche Stühle auf.
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
• In Einzelfällen wurden Durchfälle beobachtet.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann die Einnahme von magnesium- und aluminiumhaltigen Arzneimitteln eine Hypermagnesiämie und einen Anstieg der Serum-Aluminiumspiegel verursachen. Bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zur Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung kommen.
Anwendung:
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene im allgemeinen 1-2 Stunden nach jeder Hauptmahlzeit und unmittelbar vor dem Schlafengehen 10-20 ml (1-2 Beutel) ein.
Die tägliche Dosis sollte 4-6 Beutel nicht überschreiten.
Art und Dauer der Anwendung:
• Vor Gebrauch Beutel kräftig durchkneten und schütteln.
• Die Suspension wird entweder auf einen Löffel gegeben und dann unverdünnt eingenommen oder direkt in den Mund entleert.
• Bleiben die Beschwerden unter der Therapie länger als 2 Wochen bestehen, sollten diese klinisch abgeklärt werden, um eine mögliche Malignität auszuschließen.
Hinweise:
• Die gleichzeitige Einnahme von aluminiumhaltigen Magenmitteln mit anderen Medikamenten kann deren Aufnahme verändern. Klinisch bedeutsame Aufnahmeverminderungen sind für Tetrazykline und Chinolone (z.B. Ciprofloxacin, Norfloxacin, Pefloxacin) und Cephalosporine beschrieben worden. Sie können bis zu 90% betragen und sind Folge der Bildung nichtresorbierbarer Verbindungen (Chelate) dieser Arzneimittel. Daher ist während einer Therapie mit diesen Antibiotika von einer Einnahme der Antacida abzuraten und im Bedarfsfall auf andere Magensäure hemmende Arzneimittel auszuweichen.
• Geringere Aufnahmeeinschränkungen finden sich für Chloroquin, Allopurinol, nicht steroidale Antirheumatika (z.B. Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Penicillamin, Naproxen), Digoxin, Isoniazid, Captopril, Atenolol oder Propranolol, Dicumarol, Levothyroxin, Ketoconazol, Gabapentin, H2-Blocker, Diphosphonate, Eisenverbindungen und Chlorpromazin.
• Im Hinblick auf eine mögliche Aufnahmebeeinträchtigung sollte generell ein Abstand von 2 Stunden zwischen der Einnahme von säurebindenden Magenmitteln und anderen Medikamenten eingehalten werden.
• Aluminiumhaltige, säurebindende Magenmittel erhöhen bei gleichzeitiger Einnahme mit säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein u.a.) die Aluminiumaufnahme aus dem Darm. Auch Brausetabletten enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumaufnahme steigern können.
Haltbarkeit:
Die Suspension ist vor Frost geschützt aufzubewahren.