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Anwendungsgebiete: 1. Gynäkologie:
• Lokale Behandlung von zervikovaginalen Entzündungen bzw. Infektionen und Gewebsdefekten (z.B. Fluor vaginalis und zervikalis infolge von Bakterien, Trichomonaden und , Vaginitis, Cervicitis, Druckgeschwüren bei Pessarträgerinnen) sowie von Feigwarzen u.ä.
• Lokale Behandlung von Portioektopie.
• Blutstillung nach Biopsie und Entfernung von Gebärmutterpolypen.
2. Chirurgie und Dermatologie:
• Zur beschleunigten Abstoßung abgestorbenen Gewebes nach , Reinigung und Anregung der Heilung (z.B. nach kleinflächigen , Ulcus cruris venosum, Dekubitus, bei chronisch entzündlichen Prozessen und bei Feigwarzen u.ä.).
• Blutstillung bei Sickerblutung.
3. Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde:
• Lokale Behandlung von Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches sowie bei Bläschen der Mundschleimhaut.
• Blutstillung nach Mandeloperationen und bei Nasenbluten.
Nicht Anwenden bei: Schwangerschaft und Stillzeit:
• Während der Schwangerschaft darf das nur bei strenger Indikationsstellung unter Berücksichtigung des Risikos für Mutter und Kind angewendet werden, da keine Untersuchungen zum Risiko bei der Anwendung in der Schwangerschaft beim Menschen vorliegen.
Tierversuche haben aber keinen Hinweis auf eine Fehlbildung beim Feten ergeben.
Bei Schwangeren, insbesondere im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft, sollten Touchierungen des Gebärmutterhalses unterlassen werden, da dadurch Wehen ausgelöst weden könnten.
Touchierungen der Portio und der Portio-nahen Teile der Vagina sollten unter entsprechender Schonung bei enggestellter Indikation erfolgen.
• Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff in die übergeht.
Während der Stillzeit darf das nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden.
Wirkungen: Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
Lokale Reizungen können in Einzelfällen zu Beginn der Behandlung beobachtet werden. Diese bilden sich jedoch meist schnell zurück.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
Bei der Behandlung der Mundschleimhaut ist daran zu denken, dass aufgrund der hohen Azidität von Policresulen der Zahnschmelz angegriffen werden könnte. Daher ist unmittelbar nach der Behandlung der Mund gründlich zu spülen.
Anwendung: 1. Gynäkologie:
• Das Konzentrat wird zur Touchierung von oberflächlichen und tiefen Gewebsdefekten unverdünnt angewendet. Die Touchierung wird 1-2mal wöchentlich durchgeführt.
• Zur Blutstillung wird ebenfalls unverdünntes Konzentrat verwendet und 1-2 Minuten mit Hilfe eines getränkten Mulltupfers auf die blutende Stelle gepreßt.
• Für Scheidenbäder wird das Konzentrat mit Wasser 1:5 verdünnt.
2. Chirurgie und Dermatologie:
• Zur Blutstillung wird das Konzentrat unverdünnt angewendet und 1-2 Minuten mit Hilfe eines getränkten Mulltupfers auf die blutende Stelle gepresst.
• Bei der Behandlung von kleinflächigen , Ulcus cruris und Dekubitus mit dem Konzentrat zur Abstoßung von abgestorbenem Gewebe ist diese Art des Vorgehens ebenfalls üblich.
3. Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde:
Zur im Mund- und Rachenraum wird das Konzentrat in einer Verdünnung von 1:5 verwendet.
Art und Dauer der Anwendung:
1. Gynäkologie:
Die Touchierung wird unter Zuhilfenahme von Scheidenspiegel, Kornzange und Mulltupfer durchgeführt. Vor dem Touchieren empfiehlt es sich oft, den Gebärmutterhalskanal wie auch den Gebärmutterhals mit dem Konzentrat zu säubern, um den Schleim zu entfernen. Hierzu wird ein mit dem Konzentrat getränkter Watteträger in den Gebärmutterhalskanal eingeführt und nach mehrmals drehender Bewegung wieder entfernt. Ein mit dem Konzentrat getränkter Mulltupfer wird unter leichtem Druck 1-3 Minuten auf dem geweblich veränderten Bezirk belassen.
2. Chirurgie und Dermatologie:
• Zur Blutstillung wird nach Trockentupfen des Wundgebietes auf die blutende Stelle für etwa 1-2 Minuten ein mit dem Konzentrat getränkter Mulltupfer gepresst. Im Anschluss daran ist, wenn auch nicht immer erforderlich, die betupfte Stelle vom restlichen Konzentrat zu säubern.
• Bei der Behandlung von , Wundliegen und Unterschenkelgeschwüren mit dem Konzentrat zur Abstoßung von abgestorbenem Gewebe ist diese Art des Vorgehens ebenfalls üblich.
• Bei der Behandlung von - und Schleimhautdefekten wird die Anwendung des Konzentrats oder den entsprechenden Verdünnungen bis zur völligen Reinigung bzw. beginnenden Abheilung wiederholt.
3. HNO:
Nach einer Behandlung der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches mit dem Konzentrat muss der Mund gründlich gespült werden.
Hinweise:
• Während der Behandlung sollte auf die Anwendung anderer lokal anwendbarer an der gleichen Behandlungsstelle verzichtet werden, da Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden können.
• Zur Vermeidung von Oesophagus-Verätzungen ist zu beachten, dass die Lösung nicht verschluckt wird.
• Waschungen mit Reizungen auslösenden Seifen müssen während der Behandlungszeit vermieden werden.
• Bei Anwendung im Vaginalbereich sollte das nicht während der Menstruation verwendet werden.
Haltbarkeit: Das Konzentrat sollte lichtgeschützt aufbewahrt werden.
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