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Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen bei denen die Magensäure gebunden werden soll:
• Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni)
• und säurebedingte .
Hinweis:
Bei länger anhaltenden und/oder in häufigeren Abständen wiederkehrenden Beschwerden sollte eine schwerwiegende Erkrankung wie peptisches Ulcus oder Malignität ausgeschlossen werden. Bei Patienten mit Ulcus ventriculi et duodeni soll eine Untersuchung auf H. pylori und - in positivem Fall - eine anerkannte erwogen werden.
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden bei:
• Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
• Hypophosphatämie.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance < 30 ml/min) darf das nur bei regelmäßiger Kontrolle der Magnesium- und Aluminium-Blutspiegel anwenden.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion besteht unter chronischer Einnahme hoher Dosen Intoxikationsrisiken (Hypermagnesiämie, Anstieg der Serumaluminiumspiegel). Bei langdauernder Einnahme hoher Dosen und phosphatarme Diät kann es zur Phosphatverarmung mit dem Risiko einer Osteomalazie kommen. Deshalb sollte eine langdauernde Einnahme hoher Dosen bei diesen Patienten vermieden werden.
Das soll nicht bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden, da in dieser ALtersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Das soll während der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden. In Tierversuchen führte die Gabe von Aluminiumsalzen zu schädlichen Auswirkungen auf die Nachkommen.
• Aluminiumverbindungen gehen in die über. Aufgrund der geringen Resorption ist ein Risiko für das Neugeborene nicht anzunehmen.
Wirkungen: Häufige unerwünschte Wirkungen (> 10%):
• Häufig treten weiche Stühle auf.
Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
• In Einzelfällen wurden beobachtet.
Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
• Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann die Einnahme von magnesium- und aluminiumhaltigen Arzneimitteln eine Hypermagnesiämie und einen Anstieg der Serum-Aluminiumspiegel verursachen. Bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zur Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung kommen.
Anwendung: Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene im allgemeinen zwischen den Mahlzeiten und unmittelbar vor dem Schlafengehen - oder bei Bedarf - 1 bis 2 ein.
Die tägliche Dosis sollte 4 bis 8 (entsprechend 84 bis 168 mVal Neutralisationskapazität) nicht überschreiten.
Art und Dauer der Anwendung:
• Die sollen gut gekaut oder gelutscht und anschließend mit etwas Flüssigkeit hinuntergespült werden.
• Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art und Schwere sowie dem Verlauf der Erkrankung.
• Bleiben die Beschwerden unter der Behandlung länger als 2 Wochen bestehen, sollten diese klinisch abgeklärt werden, um eine mögliche Malignität auszuschließen.
Hinweise:
• Die gleichzeitige Einnahme von aluminiumhaltigen Magenmitteln mit anderen Medikamenten kann deren Aufnahme verändern. Klinisch bedeutsame Aufnahmeverminderungen sind für Tetrazykline und Chinolone (z.B. , Norfloxacin, Pefloxacin) und Cephalosporine beschrieben worden. Sie können bis zu 90% betragen und sind Folge der Bildung nichtresorbierbarer Verbindungen (Chelate) dieser . Daher ist während einer Therapie mit diesen Antibiotika von einer Einnahme der Antacida abzuraten und im Bedarfsfall auf andere Magensäure hemmende auszuweichen.
• Geringere Aufnahmeeinschränkungen finden sich für Chloroquin, Allopurinol, nicht steroidale Antirheumatika (z.B. , Acetylsalicylsäure, Penicillamin, Naproxen), Digoxin, Isoniazid, Captopril, Atenolol oder Propranolol, Dicumarol, Levothyroxin, Ketoconazol, Gabapentin, H2-Blocker, Diphosphonate, Eisenverbindungen und Chlorpromazin.
• Im Hinblick auf eine mögliche Aufnahmebeeinträchtigung sollte generell ein Abstand von 2 Stunden zwischen der Einnahme von säurebindenden Magenmitteln und anderen Medikamenten eingehalten werden.
• Aluminiumhaltige, säurebindende Magenmittel erhöhen bei gleichzeitiger Einnahme mit säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein u.a.) die Aluminiumaufnahme aus dem Darm. Auch enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumaufnahme steigern können.
Haltbarkeit: • Nicht über 25 tC lagern
• Die können nach Aufreißen der Folienpackung nachhärten.
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