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Anwendungsgebiete: Zur Schleimhautanästhesie und als Gleitmittel z.B. bei:
• Intubation
• Endoskopie
• Katheterisierung.
Nicht Anwenden bei: Das darf nicht angewendet werden bei:
• Patienten mit erheblichen Störungen des Reizleitungssystems, dekompensierter Herzinsuffizienz, kardiogenem und hypovolämischem Schock
• bekannter Überempfindlichkeit gegen und anderen Lokalanästhetika vom Amidtyp oder einen der sonstigen Bestandteile.
Das darf nur nach strengster Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden bei bestimmten Veränderungen des Beckenbodens (bulbocavernöse Verbindung). Wenn das dann unter Druck in die Harnröhre injiziert wird, kann die dünne Schleimhaut gesprengt werden und das Mittel in die Blutbahn gelangen.
Wegen der Gefahr, dass größere Mengen des Wirkstoffs vom Körper aufgenommen werden, sollte das auf Wundflächen nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es unbedingt erforderlich ist.
Kontrollierte Studien an Schwangeren liegen nicht vor. Bisher gab es keine Hinweise auf kongenitale Anomalien nach Lidocainexposition in der Schwangerschaft. Tierexperimentelle Studien ergaben Hinweise auf Verhaltensänderungen nach pränataler Exposition, aber nicht auf teratogene Effekte. geht in die Plazenta über. Daten zum Übertritt von nach topischer Anwendung in die Plazenta oder liegen nicht vor.
• Nach parenteraler Anwendung geht in geringen Mengen in die über. Eine Gefährdung des Säuglings bei topischer Anwendung von in der Stillzeit erscheint unwahrscheinlich.
Anwendung: Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, gilt folgende Dosierungsempfehlung:
1. Durchführung der Harnröhren-Anästhesie:
a) bei Männern:
Das Harnleiterende und die Eichel werden gesäubert und desinfiziert. Der konische Einführungstubus wird auf das Tubengewinde aufgeschraubt und in die Harnleitermündung eingeführt. Durch Drehen des Tubenschlüssels wird das Gel vorsichtig so lange in die Urethra "instilliert", bis der Patient ein Spannungsgefühl angibt (etwa 8 g). Damit kein Gel aus der Urethra zurückfließen kann, wird eine Penisklemme etwas oberhalb der Corona glandis angelegt und nach 3-4 Minuten erneut etwa 8 g Gel in gleicher Weise in die Urethra appliziert. Die unmittelbar nach Einbringen des Gels einsetzende Schleimhautanästhesie reicht aus, kleinere Eingriffe (z.B. Katheterisierung zur Blasenentleerung) vorzunehmen. Das Gel ist ein ausgezeichnetes Gleitmittel bei Verwendung von Kathetern und für die Blasenspiegelung.
b) bei Frauen:
Nach vorausgegangener Reinigung der Harnleitermündung werden etwa 5 g Gel in die Urethra instilliert.
2. Anwendung in der Anästhesiologie:
Ca. 5 g über das untere Drittel des Tubus gleichmäßig verteilen. Um Austrocknung zu vermeiden, wird das Gel erst unmittelbar vor der Anwendung auf das Instrument aufgebracht.
Die Maximaldosis beträgt 16 g Gel 2 für Erwachsene mit normalem Körpergewicht (70 kg). Für und Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand muss die Maximaldosis in mg Lidocainhydrochlorid/kg Körpergewicht errechnet werden (2,9 mg Lidocainhydrochlorid/kg Körpergewicht).
Hinweise:
• Bei älteren Patienten sowie Patienten in schlechtem Allgemeinzustand, Kindern unter 12 Jahren, Patienten mit Sepsis und anderen akuten Erkrankungen sollte die Dosierung an das Alter, das Gewicht und an den Zustand angepasst werden.
• Wie bei anderen Lokalanästhetika sind für die sichere und effektive Anwendung die richtige Dosis, die korrekte Anwendung, bestimmte Vorsichtsmaßnahmen und die Möglichkeit zur Durchführung von Notfallmaßnahmen unabdingbar.
• Werden größere Mengen Gel appliziert oder wird das Gel häufiger als verordnet angewendet, können toxische Blutspiegel erreicht werden. Die sicherste Prophylaxe besteht in der genauen Einhaltung der empfohlenen Lidocaindosierung. Dies ist besonders bei Kindern angezeigt, wobei die Dosierung an das Körpergewicht angepasst werden soll. Bei Auftreten von toxischen Effekten können notfallmedizinische Maßnahmen und Beatmung notwendig werden.
• Wenn aufgrund der Dosis oder der Applikationsart hohe Blutspiegel zu erwarten sind, sind besonders Patienten mit partiellem oder komplettem Herzblock, ältere Patienten in schlechtem Allgemeinzustand und Patienten mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen und verminderter Nierenfunktion zu beobachten.
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